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Von der Idee zum Prototypen in einer Stunde: So geht’s!

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Deinen ersten Prototypen kannst du in einer Stunde entwickeln. (Foto: Pexels.com / Senne Hoekman)
geschrieben von Dennis Fischer

Was genau ist ein MVP? Warum sollte der erste Prototyp innerhalb von einer Stunde erstellt sein und was hat das Ganze mit „Wizard of Oz“ zu tun? Diese Frage und viele weitere rund um das richtige Prototyping beantworte ich dir in diesem Artikel.

Viele Start-ups scheitern kurz vor der Zielgeraden. Sie haben zwar ein solides Business-Modell ausgearbeitet und im besten Fall auch ein Produkt, was ihre Nutzer wirklich haben wollen.

Dann aber schließen sie sich zunächst einmal sechs Monate in ihrer Garage ein und erstellen das Produkt ohne jeglichen Kontakt zur Außenwelt.

Welche Features dabei genau in das Produkt gelangen, entscheiden die Geschäftsführer oder der Entwickler, nicht jedoch der Kunde. Und genau das ist der große Fehler.

Letztendlich entscheidet der Kunde über Erfolg oder Misserfolg – nämlich mit seiner Kreditkarte. Und deshalb sollte man diesen auch so früh wie möglich mit einbeziehen. Der beste Weg hierzu sind simple Prototypen. Wir nennen das „Low Resolution Prototyping“.

Der erste Prototyp sollte dabei nicht länger als eine Stunde dauern. Ob du dafür ein Tool wie die Marvel-App verwendest oder deine Dienstleistung in Form von einem Rollenspiel darstellst, ist nicht so entscheidend.

Viel wichtiger ist es, mit diesem Prototypen zu deinen potenziellen Kunden zu gehen und Feedback einzusammeln. Im Anschluss verbesserst du deinen Prototypen und gehst mit der neuen Version wieder zum Kunden.

Minimum Viable Product

So wird aus einem „Low Resolution Protoype“ Schritt für Schritt ein „High Resolution Prototype“. Aus diesem wird dann schließlich dein MVP (Minimum Viable Product).

Diese Terminologie kommt aus dem Bereich der Lean-Start-ups und geht damit auf Eric Ries zurück. Ein MVP ist ein Produkt, das gerade so überlebensfähig ist. Es ist also deinem finalen Produkt schon sehr nahe. Allerdings ist es nur mit den notwendigsten Funktionen und Features ausgestattet.

Dies ist das erste Produkt, was du wirklich verkaufst, um es dann weiterhin Schritt für Schritt zu optimieren.

„Wizard of Oz“-Prototyping

Was hat jetzt der Zauberer von Oz mit deinem Prototypen zu tun? Diese Form des Prototypings wird sehr gerne beim Mensch-Maschine-Interaktionen eingesetzt, um einen Computer oder sogar eine künstliche Intelligenz zu simulieren.

Wenn du zum Beispiel einen Chatbot simulieren möchtest, brauchst du im ersten Schritt keine einzige Zeile Code zu programmieren. Du setzt einfach deinen Probanden vor den vermeintlichen Chatbot und am anderen Ende der Leitung sitzt ein Kollege von dir.

Dieser chattet dann manuell mit dem Probanden, der jedoch im Glauben gelassen wird, am anderen Ende sitze eine Künstliche Intelligenz.

So kannst du sehr schnell verschiedene Funktionen austesten und Feedback von echten Nutzern sammeln, ohne einen Entwickler zu benötigen.

Fazit

Starte so einfach und so schnell wie möglich. Jeder erste Prototyp, der länger als eine Stunde dauert, ist Zeitverschwendung!

Dabei ist es egal, wie kompliziert dein Produkt später werden kann. Reduziere es im ersten Schritt auf die wichtigsten Funktionen und teste diese mit deinen Kunden. Glaub mir! Das geht sogar bei Gasturbinen. Dann wird es für deine Idee auch funktionieren.

Meine Erfahrung hierbei ist: Offline schlägt online. Sobald du ein Tool wie Prottapp oder Balsamiq verwendest, verlierst du wertvolle Zeit und der Mehrwert zu Beginn ist überschaubar.

Nimm lieber Stift und Papier und zeichne deine Ideen skizzenhaft auf Papier. Oder nimm dir lieber dein Handy und filme ein kurzes Rollenspiel. Nimm dir lieber Lego und baue das Produkt einfach nach!

All das funktioniert im ersten Schritt deutlich besser als, wenn du gleich zur Technik greifst.

Viel Erfolg beim Prototyping!

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Über den Autor

Dennis Fischer

Dennis Fischer studierte „International Management“ in Reutlingen und Reims, Frankreich. Nach drei Stationen in Start-ups in Berlin und München, hat er vor zwei Jahren den Schritt in die Selbständigkeit gewagt. Heute arbeitet er als Business-Coach, Speaker und Innovationsberater.

Schon seit seinem 16. Lebensjahr liest er leidenschaftlich gerne Business-Ratgeber und besucht sämtliche verfügbaren Kurse im Bereich Persönlichkeitsentwicklung. Seit 2016 liest er jede Woche einen Ratgeber und stellt die spannendsten Denkanstöße daraus auf seinem Blog www.52ways.de vor.

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