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School Stories: Plant Instagram ein Sub-Netzwerk für Schüler?

School Stories, Instagram
Was genau Instagram mit seinen "School Stories" langfristig erreichen will, ließ die Facebook-Tochter offen. (Foto: pixabay.vom / natureaddict)
geschrieben von Philip Bolognesi

Instagram entwickelt aktuell offenbar ein kollaboratives Sub-Netzwerk für Schulen. Die sogenannten „School Stories“ sollen Schüler miteinander vernetzen und fernab von Lehrern und Eltern den Austausch fördern. Um mögliches Mobbing einzudämmen, soll es Moderatoren für die Stories geben. Aber von wem?

Entdeckt wurde das Feature, über das Techcrunch berichtet, im Instagram-Code von der Studentin Jane Manchun Wong, die bereits in der Vergangenheit einige größere Social-Media-Leaks aufgespürt hatte.

Demnach geht es bei den School Stories um Instagram Stories, die nur von Schülern beziehungsweise Studenten der jeweiligen Schule oder Universität genutzt werden können.

Dieses neue Format beruht offensichtlich auf der Idee eines Sub-Netzwerks für Instagram, das seit kurzer Zeit vereinzelt in den USA getestet wird. Eine offizielle Bestätigung seitens des soziales Netzwerks gibt es noch nicht. Auf Anfrage von Techcrunch wollte sich Instagram nicht zum Feature äußern.

Instagram nutzt bei diesem Feature Daten wie den Standort oder die Follower, um festzustellen, ob jemand möglicherweise zu einem Universitäts-Netzwerk passt. Die Nutzer haben dabei die Möglichkeit, ihren Jahrgang, belegte Kurse, Studentenverbindungen oder Vereine anzugeben.

School Stories: Moderierte Vernetzung

Wie an Universitäten sollen die School Stories den Austausch zwischen den Schülern verbessern. Eltern und Lehrkräfte sollen nicht Mitglied dieses Unter-Netzwerks von Instagram werden.

Doch um Mobbing und soziale Ausgrenzung auf ein Minimum zu reduzieren, sieht Instagram wohl vor, den Dialog unter den Schülern moderieren zu lassen. Dies lässt sich aus dem Quellcode der Instagram-App herauslesen.

Ebenso entdeckte die Studentin Wong weitere Optionen, die darauf hindeuten, dass Nutzer die Stories leichter teilen können.  Videos innerhalb einer Story sollen demnach auch außerhalb des Netzwerks weitergegeben werden.

Attraktiv ist dieses Feature insbesondere für Influencer und Marken. So erreichen die Stories und ihre Clips ein relativ überschaubares, dafür aber segmentiertes beziehungsweise spitzeres Publikum.

Welches Ziel verfolgt Instagram mit den School Stories?

Fraglich ist allerdings, wer den Chat innerhalb der School Stories moderieren soll – und ob dies in einem erträglichen Umgang überhaupt überprüf- und realisierbar ist. Ebenso stellt sich die Frage, welche Inhalte die Schüler in diesem Unter-Netzwerk des Foto-Dienstes posten werden.

Es würde wohl viel Personal und zeitlichen Aufwand benötigen, School Stories manuell zu überprüfen. Naheliegender wäre es, diese Story vom Umfang zu reduzieren und für eine einzelne Klasse umzusetzen.

In einer Art virtuellen Klassenzimmer lassen sich unter Umständen Lerninhalte diskutieren und die School Story trägt somit zu einem positiven Lerneffekt bei.

Unübersehbar geht der Trend eindeutig zu Netzwerken, die gruppen- und interessensorientiert ausgerichtet sind. Und dies ist nicht nur im Sinne der User, sondern kommt auch Werbungtreibenden sehr gelegen.

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Über den Autor

Philip Bolognesi

Philip Bolognesi arbeitet seit Anfang September in der Redaktion von BASIC thinking. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover. Er ist begeisterter Tischtennisspieler, Fitness-Fan, Typ-1-Diabetiker und permanent auf der Suche nach interessanten Themen aus den Bereichen Social Media, Marketing und Ernährung.

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