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Instagram verbannt und sperrt Like- und Follow-Apps

Christian Erxleben
(Foto: Pexels / Lisa Fotios)

Automatisches Wachstum ohne etwas dafür zu unternehmen: Das versprechen zahlreiche (dubiose) Like- und Follow-Apps auf Instagram. Damit ist jetzt Schluss. Instagram löscht die falschen Interaktionen und sperrt uneinsichtige Accounts.

Die Welt könnte so schön sein. Dein Instagram-Account wächst Tag für Tag um einige Follower, deine Bilder erhalten stetig mehr Likes und Interaktionen und nach außen hin wirkt es, als wärst du äußerst aktiv auf Instagram unterwegs.

Doch in Wirklichkeit ist das alles nur Augenwischerei. Denn alle Interaktionen und Aktivitäten stammen nicht von dir persönlich. Nein, denn du hast einem Dritt-Anbieter (Third Party) die Zugriffsrechte für deinen Instagram-Account gegeben. Diese können nun für dich automatisiert Bilder liken und kommentieren oder Accounts folgen und entfolgen.

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Instagram sperrt Like- und Follow-Apps aus

Doch damit ist nun Schluss. Ab sofort entfernt Instagram automatisch „unglaubwürdige Likes, Follows und Kommentare von Accounts, die Third-Party-Apps nutzen, um ihre Reichweite zu steigern“, erklärt Instagram in einem Blog-Beitrag.

Möglich wird dies durch Algorithmen und Machine Learning. Auf diese Weise sollen die Verhaltensmuster und Automatisierungen automatisch erkannt und beendet werden. Der Grund dafür ist einfach. Solche Like- und Follow-Apps verstoßen gegen die Geschäftsbedingungen von Instagram.

Für mehr Sicherheit und Glaubwürdigkeit auf Instagram

Alle Accounts, die bislang auf Third-Party-Apps gesetzt haben, erhalten in den nächsten Tagen eine private Nachricht. Darin informiert sie Instagram über den bevorstehenden Lösch-Prozess und den Verstoß gegen die Richtlinien.

Außerdem fordert Instagram die Nutzer dazu auf, ihr Passwort sofort zu ändern. Die Like- und Follow-Apps haben in der Regel Zugriff auf die Zugangsdaten und Passwörter, sodass diese theoretisch missbraucht oder bei einem Hack der Anwendung gestohlen werden können.

Da manche Nutzer ihre Daten unbewusst mit Dritt-Anbietern teilen, solltest du, wenn du in den nächsten Tagen eine Nachricht von Instagram erhältst, dein Passwort zur Sicherheit trotzdem ändern – selbst wenn du derartige Anwendungen nicht nutzt.

Höchststrafe: Account-Sperrung

Wer trotz allen Warnungen und Hinweisen weiterhin Third-Party-Apps nutzt, um auf Instagram künstlich zu wachsen, riskiert viel. Denn diese uneinsichtigen Accounts werden künftig von Instagram von der Plattform verbannt oder zumindest sehr stark in ihren Funktionen eingeschränkt.

Wer das nicht möchte, sollte allerspätestens jetzt auf Like- und Follow-Apps verzichten.

Für Influencer, die auf derartige Methoden setzen, könnte dies das Ende ihrer (kurzen) Karriere bedeuten. Somit sorgt Instagram nicht nur für mehr Sicherheit, sondern gibt den aufstrebenden Influencern und den wichtigen Werbungtreibenden mehr Informationen an die Hand.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.