Technologie Testbericht

Ersatz für die Putzkraft? Der Powerbot VR 7000 von Samsung im Test

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Der Powerbot fällt im Vergleich zu vielen anderen Saugrobotern mit seinem eckigen Saugbereich auf. (Foto: Samsung)
geschrieben von Christian Erxleben

Mit der Powerbot-Serie hat Samsung eine leistungsstarke Reihe an Saugrobotern auf den Markt gebracht. Wir haben das neuste Modell – den Powerbot VR 7000 – einen Monat lang intensiv getestet. Unser Testbericht. 

Du musst noch dringend einen Einkauf tätigen, aber deine Großeltern kommen in weniger als einer Stunde zu Besuch und die Wohnung ist noch nicht gesaugt?

Was früher einen kleinen Kraftakt darstellte, ist inzwischen kein Problem mehr. Dank via App steuerbaren und autonom arbeitenden Saugrobotern reinigt sich die eigene Wohnung fast von selbst.

Besonders aktiv auf diesem Markt ist auch der südkoreanische Elektronik-Konzern Samsung. Dieser hat mit dem Powerbot VR 700 einen Saugroboter der Premiumklasse im Sortiment. Wir haben das Gerät einen Monat lang getestet.

Preis und Lieferumfang

Der Saugroboter aus dem Hause Samsung kommt gut gepolstert in einem großen Paket an. Dieses kommt – positiver Nebeneffekt – völlig ohne Styropor aus und ist zudem sinnvoll aufgebaut, sodass kaum Verpackungsmaterial notwendig ist.

Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Powerbot selbst eine passende Docking-Station zum Laden sowie ein Netzstecker und ein Ladekabel. Der Virtual Guard, der eine unsichtbare Barriere errichtet, in die der Roboter nicht vordringen soll, ist leider nicht enthalten.

Der Kostenpunkt beläuft sich laut unverbindlicher Preisempfehlung des Herstellers auf 949 Euro. Damit bewegt er sich in einer Preisklasse mit dem Roomba 980 von iRobot. Bei Amazon* beispielsweise gibt es jedoch den Saugroboter von Samsung teilweise stark reduziert für knapp 650 Euro.

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Einrichtung

Nach dem Auspacken des Geräts und der Einzelteile steht die Installation an. Diese erfolgt beim Powerbot VR 7000 unkompliziert und in weniger als zwei Minuten.

Ein großer Vorteil: Der Saugroboter kommt dabei grundsätzlich ohne Anmeldung und Registrierung in einer App aus. Es gibt zwar eine mobile Anwendung von Samsung. Deren Nutzung ist jedoch optional.

Alle nötigen Schritte und Aktionen sind ausführlich im beiliegenden Handbuch mit großen Bildern und verständlichem Text  beschrieben. Damit kommen selbst die größten Technik-Muffel wunderbar zurecht.

Design und Wertigkeit

Der Powerbot von Samsung wird seiner Preisklasse optisch auf jeden Fall gerecht. Der Saugroboter erscheint im mattgold-schwarzen Look. Somit passt er sich unauffällig in fast jede Umgebung und die meisten Einrichtungsstile an.

Und auch der Aufbau des Modells selbst überzeugt. Alle herausnehmbaren Teile – von den Bürsten bis hin zum Schmutzbehälter – sind über Klick- und Sperrsysteme leicht zu öffnen und zu schließen. Kleinteile und fragile Konstruktionen sucht man vergebens.

Saugkraft und Entleerung

Einer der wichtigsten Faktoren für den Kauf eines Saugroboters ist seine Saugkraft. In diesem Punkt kann das Modell von Samsung komplett überzeugen. Der Powerbot kommt mit allen getesten Untergründen einwandfrei zurecht und saugt sowohl Staub als auch gröbere Verschmutzungen problemlos auf.

Die Lautstärke fällt selbst im Turbomodus erstaunlicherweise sehr gering aus. Es ist durchaus möglich, sich während der Reinigung im selben Zimmer normal zu unterhalten. Das unterscheidet den Powerbot von zahlreichen Konkurrenz-Produkten.

Und auch die Laufzeit lässt sich sehen. Diese liegt laut Herstellerangaben im intensiven Turbomodus bei 30 Minuten und in der normalen Reinigung bei 60 Minuten. In unseren Tests kam der Saugroboter selbst im Turbomodus problemlos auf Laufzeiten von über einer Stunde.

Reinigung im Test

Wie bereits angesprochen, ist die Saugleistung des Powerbots im Gesamteindruck sehr gut.

Das liegt auch daran, dass der Samsung-Saugroboter im Gegensatz zu vielen anderen Geräten nicht rund ist, sondern über einen eckigen Saugbereich verfügt. Damit gelangt der Powerbot auch in die Ecken, an denen viele der kleinen Helferchen sonst gerne scheitern.

Hinzu kommt, dass die Gegenstands- und vor allem Ecken-Erkennung besser als bei vielen Konkurrenten ausfällt.

Dafür weisen die Bürsten und der Zyklon-Antrieb eine Schwachstelle auf. Diese bezieht sich jedoch nicht auf die grundsätzliche Funktionalität.

Vielmehr geht es um lange Haare. Diese wickeln sich schon nach wenigen Saugvorgängen um die Bürsten des Powerbots und bleiben in den Rillen stecken. Lösen lassen sie sich diese nur noch via Schere oder Messer.

Ebenso anfällig zeigt sich der Zyklon. Dieser zieht die Haare ein. Das wiederum sorgt dafür, dass der Antrieb schneller verstopft, die Partikel-Trennung nicht mehr so gut funktioniert und die Reinigungsleistung nachlässt.

Hindernisse und spezielle Funktionen

Eine sehr hilfreiche Funktion des Powerbot VR 7000 ist die Punktreinigung via Fernbedienung. In diesem Fall navigiert der Nutzer den Roboter mittels eines Laserpointers an die entsprechende Stelle in der Wohnung.

Auf diese Art und Weise können schnell Bereiche gereinigt werden, die weit von der Ladestation entfernt sind, ohne dass der Saugroboter herumgetragen werden muss, wovon Samsung grundsätzlich abrät.

Eher durchschnittlich ist jedoch leider die Erkennung von Treppen. An diese fährt der Powerbot mit verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit heran und bremst abrupt ab. Ohne zusätzliche Absicherung wäre der Saugroboter in einem unserer Tests deshalb eine Treppe hinab gestürzt.

Wer über eine Wohnung mit einem Durchbruch oder eine steilen Treppe nach der Eingangstür verfügt, sollte sich deshalb unbedingt einen Virtual Guard zusätzlich bestellen. Sonst könnte nach der Rückkehr eine böse Überraschung warten.

Fazit zum Powerbot VR 7000

Grundsätzlich fällt unser Fazit zum Powerbot VR 7000 sehr positiv aus. Der eckige Saugaufsatz, die geringe Lautstärke, die gute Ecken- und Hindernis-Erkennung sowie die hervorragende Reinigungsleistung sprechen für das Modell von Samsung.

Haushalte, in denen des Öfteren längere Haare von Menschen oder Tieren herumliegen, sollten bei der Wahl des Saugroboters jedoch womöglich auf andere Geräte wie den Roomba 980 von iRobot zurückgreifen.

Ansonsten können die Haare schnell dafür sorgen, dass die Reinigungsleistung schneller als nötig nachlässt. Das wäre bei einem Preis von rund 950 Euro sehr schade.

Apropos Preis: Dieser ist bei den Schwächen mit Haaren und der Treppen-Erkennung – die zumindest in unserem Test aufgefallen sind – etwas zu hoch. Den reduzierten Preis von 650 Euro, der ab und an bei Amazon aufgerufen wird, ist der Powerbot VR 7000 jedoch zu 100 Prozent wert.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

4 Kommentare

  • Hallo,
    Ich interessiere mich schon länger für saugrobtoren.
    Leider sind meine Räume alle mit Tür schwellen (ca.1-2cm) verbunden. Kann der Saugrobtor solche Schwellen hoch- runterfahren? Gruß Sebastian

    • Hallo Sebastian,

      es kommt ein wenig auf die Art der Türschwellen an. Hier bei uns im Test hatten wir durchaus gab es auch Türschwellen mit einer Höhe von ein bis zwei Zentimetern. Diese hat der Powerbot problemlos gemeistert.

      Liebe Grüße
      Christian

      • Hallo, danke für die schnelle Antwort. Was meinst du mit „kommt auf die Art der Türschwellen an“? Also bei mir sind die Türschwellen aus Holz.

        • Hallo Sebastian,

          unsere Türschwellen sind eher leicht ansteigend. Es geht also nicht sofort zwei Zentimeter hoch, sondern mit einer gewissen schrägen Steigung. (Ich hoffe, dass ist verständlich.)

          Liebe Grüße
          Christian

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