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Atmotube Pro im Test: ein tragbarer Luftqualitätsmesser

geschrieben von Nicole Scott

Der Atmotube Pro misst die flüchtigen organischen Verbindungen (Volatile Organic Compounds, VOCs) sowie den Feinstaub (Particulate Matter, PM) in der Luft. Ein Luftqualitätsmesser eignet sich aber nicht nur für Leute, die in der versmogten Großstadt leben. Möbel, billige Laminatböden und Teppiche sind nur ein paar Beispiele für Alltagsgegenstände, die Schadstoffe in die Atemluft abgeben können.

Design

Der Atmotube Pro ist 8,6 cm lang, 5 cm breit, 2,3 cm dick und wiegt etwa 105 g (inklusive Karabinerhaken). Das Gerät kann VOCs, PM1-Schadstoffe (mit einem Durchmesser von weniger als 1 Mikrometer), PM2,5-Schadstoffe (Feinstaub) und PM10-Schadstoffe (grobe Staubpartikel) sowie Feuchtigkeit, Temperatur, Luftdruck und Höhe messen. Das Gehäuse besteht aus Polycarbonat-Kunststoff und Aluminium. Das Gerät verbindet sich per Bluetooth Low Energy (BLE 5.0) mit eurem Smartphone oder Tablet.

Oben befindet sich eine Karabinerhalterung aus Aluminium. Auf der Vorderseite des Atmotube Pro befindet sich eine kleine LED-Leuchte, die je nach Luftqualität in einer bestimmten Farbe leuchten wird. Blau steht für gute Luftqualität, grün für mittlere Luftqualität, gelb für verschmutzte Luft, orange für stark verschmutzte Luft und rot für extrem verschmutzte Luft. Beim Aufladen leuchtet sie außerdem orange und wechselt bei voller Akkuladung zu grün. Ihr aktiviert die LED-Anzeige über den großen runden Knopf direkt unterhalb der Leuchte. An den Seiten des Geräts befinden sich übrigens die Öffnungen, mit deren Hilfe der Atmotube Pro die Luftqualität misst.

Wie genau misst der Atmotube Pro die Luftqualität?

Das Gerät ist mit drei Sensoren ausgestattet: einem laserbasierten PM-Sensor zur Feinstaubmessung, einem MEMS-tVOC-Sensor und einem digitalen Kombisensor für Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftdruck.

Ein winziger Lüfter befördert Luft in mehrere Sensorkammern, damit das Gerät die Luftqualität analysieren kann. Die Daten können entweder in Echtzeit auf euer Smartphone übertragen oder fünf Tage lang im internen Speicher des Atmotube Pro gespeichert werden.

Die Sensoren und der Lüfter benötigen keinerlei Wartung. Der Geräuschpegel des Lüfters liegt außerdem bei nur 20 dB – so laut wie raschelnde Blätter. Außerdem wird er nur während des Messvorgangs eingeschaltet; im 10-Minuten-Modus läuft er also nur eine Minute lang und bleibt dann neun Minuten lang ausgeschaltet.

Der PM-Sensor verwendet zur Messung Laserstreuung und nutzt eine Kontaminationsschutztechnologie, dank der er laut Herstellerangaben bis zu acht Jahre lang funktionsfähig bleiben soll.

Der tVOC-Sensor macht sich bei der Messung die Änderungen der Leitfähigkeit der gassensitiven MOX-Halbleiterschichten zunutze. Kalibriert wurde der Sensor mit einem sauberen Luft- und Gasgemisch. Da sich Gase bei unterschiedlicher Temperatur und Luftfeuchtigkeit anders verhalten, unterstützt zusätzlich der Temperatur- und Luftfeuchtigkeitssensor den tVOC-Sensor bei seiner Messung.

Je länger der Atmotube Pro verwendet wird, desto genauer sind die Messergebnisse; 12 Stunden nach dem ersten Einschalten werden sie jedoch noch genauer.

Akkulaufzeit

Ihr könnt festlegen, wie häufig der Atmotube Pro die Luftqualität messen soll:

Immer ein = 1 Tag
5 Minuten = 4 Tage
10 Minuten = 8 Tage
15 Minuten = 12 Tage

Wenn ihr wollt, könnt ihr eure Daten in die weltweite Luftqualitätskarte eintragen lassen. Eure Daten bleiben anonym, aber ihr könnt diese Option in den Einstellungen deaktivieren.

Preis

Der Atmotube Pro wird beim Verkaufsstart 189 US-Dollar kosten – im Moment könnt ihr ihn hier für 131 US-Dollar vorbestellen. Die Bestellungen werden ab April 2019 verschickt.

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Über den Autor

Nicole Scott

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