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Google möchte Androidnutzer über Browser und Suchmaschinen befragen

geschrieben von Felix Baumann

Durch die Regelungen und Verordnungen innerhalb der Europäischen Union gelangen in letzter Zeit zunehmend Landesregierungen und Technologiekonzerne aneinander. Das kam auch beim weltweit größten Suchmaschinenanbieter Google immer wieder vor. Zuletzt musste man im Juli 2018 eine Rekordstrafe in Höhe von 4,34 Milliarden Euro an die EU bezahlen, da man seine Vormachtstellung beim mobilen Betriebssystem Android schamlos ausnutzte.

Konkret geht es darum, dass Hersteller von Android-Smartphones grundsätzlich immer die Google Apps mitliefern müssen, um unter anderem auch den Zugang zum Play Store zu ermöglichen. So ist logischerweise der Marktanteil des Google Assistent und des eigenen Browsers Chrome in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen. Denn wenn die beiden Apps einmal auf dem Gerät landen, dann lassen sich diese ohne Root nur noch deaktivieren. Eine Deinstallation ist nicht möglich.

Die Google-Apps sind standardmäßig immer mit dabei.

Die im letzten Jahr ausgesprochene Strafe dürfte Google wohl kaum wehgetan haben. Trotzdem hat der Konzern die Kritik zur Kenntnis genommen und in den letzten Monaten versucht ein neues Geschäftsmodell für Android zu entwickeln. Der erste vorgeschlagene Ansatz umfasste eine Wahlmöglichkeit für Hersteller. Diejenigen, die weiterhin ihre Geräte mit der Google Suche und Google Chrome ausliefern, können Android weiterhin kostenfrei nutzen. Die Alternative ist ein Betriebssystem ohne die Google-Pflicht, für das dann aber Lizenzgebühren anfallen.

Jetzt kommt ein weiterer Vorstoß. In den nächsten Monaten sollen Nutzer in Europa aktiv nach ihren Wünschen befragt werden. Wie Googles Vizepräsident für globale Angelegenheiten Kent Walker mitteilte, sollen die Nutzer über alternative Browser und Suchmaschinen informiert und anschließend zu dem jeweiligen Favoriten befragt werden. Diese neue Umfrage soll noch auf unbekannten Weg in den nächsten Monaten gestartet werden.

[mg_blockquote cite=“Kent Walker“]In fact, a typical Android phone user will usually install around 50 additional apps on their phone … Now we’ll also do more to ensure that Android phone owners know about the wide choice of browsers and search engines available to download to their phones.[/mg_blockquote]

Über welche Alternativen Google während der Befragung informiert, ist noch unklar. Ich persönlich finde den Ansatz beim Endkunden deutlich besser und hoffe, dass sich dahin gehend Android zum Besseren verändert. Aktuell nutze ich auf meinem Gerät Firefox, da dieser mir auch mobil Add-ons anbietet, sowie weitere Anpassungen ohne Probleme möglich sind.

Für die Androidnutzer unter uns: Findet ihr die bereits vorinstallierten Google-Apps in Ordnung oder würdet ihr euch auch mehr Freiheiten in diesem Bereich wünschen? Währt ihr im Gegenzug auch bereit mehr für euer Endgerät zu bezahlen? Welche Browser und Suchmaschinen verwendet ihr? Schreibt uns gerne auf Twitter, Facebook oder in den Kommentaren zu diesem Artikel.

Quelle: The Verge

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Über den Autor

Felix Baumann

Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei Basic Thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in Basic Thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.

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