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Fehleinschätzung! Davor schützt dich der Inkognito-Modus nicht

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Das Geheimagenten-Symbol wiegt uns in Sicherheit. (Foto: Pixabay.com / Nikin)
geschrieben von Christian Erxleben

Wenn Nutzer den Inkognito-Modus in ihrem Browser aktivieren, fühlen sich die meisten von ihnen sehr sicher. Dabei kommt es häufig zu Fehleinschätzungen und Irrtümern. Deswegen erklären wir heute, wovor dich das private Surfen schützt – und wovor nicht.

Der Datenschutz nimmt in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle ein. Immer mehr Internet-Nutzer haben kein Interesse mehr daran, von Werbungtreibenden und sozialen Netzwerken bei jedem Schritt verfolgt zu werden.

Deshalb aktiviert eine steigende Anzahl an Menschen beim Surfen im Internet den Inkognito-Modus. Er gibt den Nutzern ein Gefühl von Sicherheit und Privatsphäre.


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Wovor Nutzer glauben, dass der Inkognito-Modus sie schützt

Doch dabei handelt es sich – zumindest zum Teil – um einen Trugschluss. Das hat eine Studie der University of Chicago in Zusammenarbeit mit der Leibnitz-Universität zu Hannover nun unterstrichen.

In ihrer Arbeit „Your Secrets Are Safe: How Browser’s Explanations Impact Misconceptions About Private Browsing Mode“ haben sich die Wissenschaftler Yuxi Wu, Panya Gupta, Miranda Wei, Yasemin Acar, Sascha Fahl und Blase Ur mit Fehleinschätzungen zum Privaten Surfen beschäftigt.

So glauben beispielsweise 40,2 Prozent der Befragten, dass ihr Aufenthaltsort im privaten Modus geheim bleibt. Immerhin 37 Prozent sind davon überzeugt, dass ihr Surf-Verhalten dadurch vor Arbeitgebern geschützt ist. Und 22,6 Prozent haben die Meinung, dass der Inkognito-Modus sie sogar vor der Regierung schützt.

Wovor der Inkognito-Modus tatsächlich schützt

Dem privaten Surfen werden also Fähigkeiten zugesprochen, die es nicht oder maximal nur teilweise erfüllen kann. Doch wovor schützt der Inkognito-Modus denn nun tatsächlich? Um diese Frage zu beantworten, lohnt sich ein Blick in den Hilfe-Bereich von Google.

Dort steht:

In diesem Modus werden der Browserverlauf und in Formulare eingegebene Informationen nicht von Chrome gespeichert. Cookies und Websitedaten werden gespeichert, solange sie privat surfen. Sobald Sie den Inkognitomodus beenden, werden sie gelöscht.

Das hat zur Folge, dass Werbungtreibende und Website-Betreiber deine Aktivitäten beim Besuch trotzdem analysieren können. Ebenso haben dein Arbeitgeber, dein Internet-Provider und der Netzwerk-Administrator weiterhin die Möglichkeit, dein Verhalten zu verfolgen.

Aufklärung und Information ist wichtig

Die Einschätzungen der Nutzer zum Inkognito-Modus zeigen, dass viele falsche Informationen im Internet kursieren. Das betrifft besonders stark auch den Bereich des Datenschutzes. Deshalb ist es wichtig, dass Browser noch deutlicher über Funktionen und Nicht-Funktionen aufklären.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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