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Who’s in town? Diese App zeigt allen Instagrammern, wo du warst

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Who's in town zeigt dir an, wo deine Instagram-Follower sich herumtreiben. (Foto: Screenshot / YouTube)
geschrieben von Vivien Stellmach

Wer teilt seinen Standort auf Instagram nicht gerne mit seinen Freunden? Natürlich ist das verlockend, wenn wir an einem besonderen Ort sind. Eine neue App zeigt aber, wie leichtsinnig wir mit unseren Daten umgehen: Who’s in town deckt auf, wo du dich überall herumtreibst.

Who’s in town sammelt nur Standortdaten, die ein Nutzer in der Vergangenheit selbst geteilt hat. Theoretisch kann man die Aufenthalte der Person, für die man sich interessiert, also auch alleine zusammentragen.

Das alleine klingt schon gruselig genug, wenn man einmal darüber nachdenkt, was wir als mitteilungsfreudige Nutzer so alles auf Instagram preisgeben.


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Es macht sich natürlich hoffentlich niemand ernsthaft diese Arbeit. Doch selbst wenn jemand wirklich Interesse daran hat, die Aufenthalte einer Person nachzuverfolgen, kann er das mit Who’s in town nun ganz einfach tun.

Who’s in town weiß, wo du warst

Die App stellt nämlich alle Standorte, die du jemals bei Instagram in einem Post oder in deinen Stories angegeben hast, auf einer interaktiven Karte zusammen. Und die können alle deine Follower sehen, ohne dass du davon weißt.

Die Daten lassen sich dann chronologisch und zeitlich eingeschränkt sortieren. Du kannst dir beispielsweise nur die Aufenthaltsorte einer Person aus der letzten Stunde anzeigen lassen – warum auch immer du das tun solltest.

Einzeln sieht eine Standort-Markierung vielleicht wenig spannend aus. Im Rahmen einer ganzen Chronologie kann sie aber ganz schön viel über eine Person verraten – vor allem, wenn sie Instagram regelmäßig nutzt. Lieblingsbars und -cafés lassen sich so beispielsweise ganz einfach ausmachen.

So spionierst du deine Freunde aus

Die App ist im Apple Store und im Google Play Store erhältlich. Sie kostet pro Monat 6,99 US-Dollar. Ein Jahresabonnement ist für 69,99 US-Dollar erhältlich. Wenn du die App verwenden möchtest, musst du zudem auch deine eigenen Instagram-Daten preisgeben.

Wenn du Who’s in town dann mit deinem Instagram-Account verbindest, erhältst du eine interaktive Karte, auf denen alle Orte der Personen angezeigt werden, denen du folgst.

Du kannst auch nur eine Person auswählen, deren Standorte du auf der Karte sehen möchtest.

„Die Datenmenge ist verrückt“, sagte Erick Barto in einem Interview gegenüber dem US-amerikanischen Technik-Magazin Wired. Er ist der Entwickler der App. „Es ist, als würde man einfach jeden Ort einer Story oder eines Posts notieren, aber permanent.“

Who’s in town zeigt uns, wie leichtsinnig wir sind

Barto möchte mit seiner App vor allem zeigen, wie leichtsinnig wir persönliche Daten auf Instagram preisgeben – und wie Dritte sie möglicherweise missbrauchen können, um uns auszuspionieren.

„Die Leute merken nicht, was sie teilen“, sagt Barto. „Sie gehen fälschlicherweise davon aus, dass diese Informationen nur an wenige Personen gehen. Aber sie sind öffentlich.“

Datenschützer sehen das übrigens ähnlich. Auch Jason Polakis, Sicherheitsforscher und Assistenzprofessor an der Universität von Illinois in Chicago, sagte gegenüber Wired: „Diese Funktion ist aus Sicht des Datenschutzes problematisch, da langfristige aggregierte Daten auf verschiedene Weise missbraucht werden können.“

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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin bei BASIC thinking. Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

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