Der Autoreifen der Zukunft ist flexibel, umweltfreundlich und spricht

Felix Baumann
Bild: Imthaz Ahamed

Wenn wir über die Zukunft und das Thema Innovation sprechen, dann kommen den wenigsten wohl Autoreifen in den Sinn. Das ist verständlich, da wir uns um die runden Gummiobjekte kaum Gedanken machen und nur 2 Mal im Jahr (nämlich zum Reifenwechsel) das Augenmerk auf diese fällt. Die neusten Fortschritte in dem Bereich der Reifenherstellung und -wartung können sich dabei aber durchaus sehen lassen.

Nehmen wir zum Beispiel den Worst Case: ein platter Reifen. Heute ist ein Anruf beim Abschleppdienst notwendig, um die Felgen vor weiteren Beschädigungen zu schützen. Ausnahme bilden sogenannte Reifen mit Notlaufeigenschaften, die noch eine Fahrt bis in die nächste (nähergelegene) Werkstatt ermöglichen. In Zukunft könnten Reifen sich bei einem kleinen Loch selbst reparieren. Continental führt hierzu schon erste Versuche durch, in denen bei der Erkennung eines Lochs eine Flüssigkeit freigesetzt wird, die dieses von innen verschließt. Aktuell müssen aber Autofahrer trotzdem im Anschluss ziemlich bald in eine Werkstatt.

Der französische Hersteller Michelin geht einen anderen Weg. Mit den Reifen „Uptis“ soll die Befüllung mit Luft der Vergangenheit angehören. Die Räder bestehen dann aus flexiblen Materialien, die keinerlei Luftdruck von innen mehr benötigen. Auch das Problem mit dem Reifenprofil wird möglicherweise bald gelöst. Hier könnten 3-D-Drucker zum Einsatz kommen, die die Mindesttiefe in kürzester Zeit wiederherstellen.

[mg_blockquote cite=“Michelin CEO Florent Menegaux“]Long-term, our researchers will have to turn upside-down everything we know.[/mg_blockquote]

Bisher bestehen Reifen aus Gummi (Kautschuk), der ziemlich komplex in der Herstellung ist. Da das Material nicht wirklich umweltfreundlich ist und auch nur sehr schwer recycelt werden kann, möchte Michelin 80 Prozent des Gemisches mit nachhaltigen Rohstoffen ersetzten. Continental geht pragmatisch an die Sache ran und will ein nicht sehr beliebtes Gewächs verwenden: den Löwenzahn.

Der Löwenzahn wird nicht von allen gemocht (Bild: Wendy Morris)

Das aus dem Löwenzahn (und aus bis zu 1.200 weiterne Pflanzen) entstehende Material heißt Taraxagum und soll in den nächsten 5 bis 10 Jahren die Marktreife erlangen. Die Herstellung ist einfacher und die Umwelt wird weniger belastet.

Zu guter Letzt kommen wir noch zu den „sprechenden Reifen“. Schon heute ist es wichtig, dass ein Fahrzeug mitteilen kann, sofern innerhalb des Reifens ein nicht mehr ausreichender Luftdruck vorhanden ist. In Zukunft könnte das aber noch ein Stück weiter gehen. Der Reifen könnte beispielsweise mitteilen, wenn Straßenschäden, Glatteis, Schnee oder sonstige Gefahren drohen. Zum anderen soll der Reifen in Zukunft auch Ruhe geben. Mit neuen Materialien könnte uns dann ein noch leiseres Fahrvergnügen bevorstehen.

Quelle: cnbc

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.