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Warum die Textlänge nicht unbedingt ein Ranking-Faktor bei Google ist

Christian Erxleben
Gibt es eine richtige Textlänge für Google? (Foto: Pixabay.com / Pixies)

Wie lange muss ein Text sein, damit er möglichst gute Ergebnisse bei Google erzielt? Diese Frage beschäftigt unzählige Texter und SEO-Experten. Jetzt hat Google-Manager John Mueller klar gemacht: Die Textlänge ist kein Ranking-Faktor – zumindest nicht immer.

In fast jedem Content-Marketing-Manager-Kurs an der IHK in Düsseldorf kommt früher oder später eine Frage auf: Wie lange sollte ein Text im Idealfall sein, um möglichst gute Ergebnisse bei Google zu erzielen.

Eine SEO-Frage, auf die es keine klare Antwort gibt

Eine Antwort auf diese Frage zu geben, ist sehr schwer. Das Problem: Es gibt in diesem Fall keine zu 100 Prozent richtige Aussage. Das WordPress-SEO-Plugin Yoast empfiehlt beispielsweise eine Textlänge von mindestens 300 Wörtern – inklusive Einleitung und weiterführenden Links.

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Und das ergibt grundsätzlich auch in Teilen Sinn. Schließlich braucht es eine bestimmte Wortzahl, um eine Frage in einer gewissen Ausführlichkeit zu beantworten. Denn genau darum geht es Google: Beantwortet ein Text oder eine Seite die Such-Intention eines Nutzers zur vollkommenen Zufriedenheit?

Google-Manager John Mueller äußert sich zur Textlänge

Jetzt hat sich auch Google persönlich zu dieser oft diskutierten SEO-Problematik geäußert. Geschehen ist dies in Form von John Mueller. Er arbeitet als Webmaster Trends Analyst beim Suchmaschinenkonzern aus dem kalifornischen Mountain View.

In einem Thread auf Reddit äußerst sich John Mueller auf Nachfrage eines Nutzers. „Die Wortzahl ist kein Ranking-Faktor. Erspare dir selbst die Mühe“, schreibt der Google-Manager. Der Reddit-Nutzer hatte sich nach einem Tool zur Analyse der Textlänge für alle gerankten Google-Texte erkundigt.

Qualität statt Quantität: Viele Wörter sind nicht besser

Was bedeutet das nun für unseren Alltag? Selbstverständlich kann die Textlänge ein Ranking-Faktor sein. Sie muss es aber eben nicht sein – und es gibt keine pauschale Antwort.

Es gibt Suchanfragen, die sich erfolgreich mit sehr wenigen Wörtern beantworten lassen – beispielsweise welche Kalenderwoche wir aktuell haben. Es gibt jedoch auch Suchanfragen, die Tausende Wörter benötigen. Das betrifft unter anderem Texte zu komplexen Themen wie der Steuererklärung.

Die Essenz ist deshalb klar: Wenn eine potenzielle Frage viel Erklärungsbedarf hat, braucht es längere Texte. Bei simplen Fragestellungen genügen auch kurze Texte. Es geht folglich um die Qualität und nicht darum, möglichst viele Wörter zu verwenden oder den Text künstlich in die Länge zu ziehen.

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Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.