Social Media Wirtschaft

Gott, wie nervig ist dieser LinkedIn-Spam eigentlich?

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LinkedIn ist ein tolles Business-Netzwerk mit einem großen Problem. (Foto: Pixabay.com / TheDigitalArtist)
geschrieben von Christian Erxleben

Kaum ein Netzwerk hat im vergangenen Jahr einen so steilen Aufstieg hingelegt, wie LinkedIn. Das kleine, deutsche Xing habe längst keine Daseinsberechtigung mehr. Doch Xing hat auch seine Vorteile – und dazu zählt das Fehlen des penetranten LinkedIn-Spam. Ein Kommentar.

Mein überaus geschätzter Kollege Philip Bolognesi kommentiert in seiner Kolumne „Einer geht noch“ in regelmäßigen Abständen kuriose Entwicklungen und erstaunliche Phänomene aus dem Bereich des digitalen Marketings.

Mit einer solchen Erscheinung möchte ich mich heute auch kommentierend in aller Kürze beschäftigen. Von daher lieber Philip hoffe ich, dass dir dieses Thema nicht auch unter den Nägeln brennt. Aber ich halte es einfach nicht mehr aus! Dieser nie endende LinkedIn-Spam raubt mir den letzten Nerv.


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LinkedIn ist großartig, aber …

Ja, werter Leser, du siehst richtig. Dieser kleine Kommentar richtet sich gegen das liebste Netzwerk der deutschen und internationalen Business-Szene: LinkedIn.

Und ich stimme durchaus in zahlreiche Lobeshymnen ein. Während die deutsche Konkurrenz bei Xing noch immer am App-Design bastelt und Probleme damit hat, den Nutzern des Abmelden aus Newslettern und Abonnements zu ermöglichen, ist LinkedIn anders.

Das Unternehmen aus dem kalifornischen Mountain View bietet die wichtigsten Informationen in der richtigen Aufmachung zum richtigen Preis. Und auch gegenüber Publishern und Autoren zeigt sich LinkedIn erfreulich offenherzig.

Wer auf LinkedIn erfolgreich sein möchte, bekommt vom Netzwerk selbst die wichtigsten Eckpfeiler erklärt und erhält zudem unkompliziert Zugriff auf sämtliche Publisher-Tools.

… dieser LinkedIn-Spam nervt einfach!

Das klingt zunächst einmal großartig – und das ist es auch. Wenn es da nicht diesen einen kleinen Fleck auf der weißen Weste des Netzwerks gäbe. Und dieser Fleck ist eine Mischung aus Rotwein, Motoröl und den Resten des Junggesellenabschieds: einfach nicht auszuwaschen. Die Rede ist natürlich vom LinkedIn-Spam.

LinkedIn, LinkedIn-Kontaktanfrage, LinkedIn-Spam

Ein besonders offensives Beispiel für LinkedIn-Spam aus meinem Postfach.

Eben jene Kontaktanfrage steht stellvertretend für Dutzende wenn nicht sogar Hunderte Anfragen, die in sehr regelmäßigen Abständen eintrudeln. Die Anfrage ist aber umso bezeichnender, da der Bittsteller keinen Hehl um seine Intention macht: den Abverkauf.

So ist es mir in diesem Fall immerhin möglich, den Schädling rechtzeitig auszulöschen. Schlimmer ist es da, wenn sich der LinkedIn-Spam erst hinter einer normalen Anfrage versteckt. Schließlich sind wir alle daran interessiert, unser Netzwerk zu erweitern.

Sobald dann jedoch schon wenige Minuten nach der Verknüpfung drei Nachrichten im Postfach liegen, weiß ich auch: Es war mal wieder ein Fehler.

LinkedIn-Kontaktanfragen sind kein Vertriebskanal!

Und genau an dieser Stelle wird Xing plötzlich für mich attraktiv. Ja, auch hier gibt es übereifrige Sales-Menschen. Doch die Anzahl ist deutlich geringer, was wohl auch an der sprachlichen Barriere liegt. Halleluja!

Denn auf LinkedIn kommen die Anfragen ja nicht nur aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, sondern auch aus Indien, Pakistan und natürlich den USA. Das multipliziert den Nerv-Faktor gleich enorm. Dadurch wiederum vergeht der Spaß an LinkedIn.

Weil ich weiß, dass es nicht nur mir so geht: Liebe Vertriebler, bitte respektiert endlich, dass LinkedIn ein Business- und kein Verkaufsnetzwerk ist. Wenn sich nach einem längeren Gespräch die Chance ergibt, das eigene Angebot zu bewerben: Perfekt!

Und wenn nicht: Dann lasst bitte die Brechstange zu Hause und hört auf, andere Menschen zu penetrieren.


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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

15 Kommentare

  • Langweilig.
    LinkedIn Bashing, bzw. das Bashing der Tatsache dass auf LinkedIn Nachrichten mit der Intention zu verkaufen versendet werden, scheint ja gerade mächtig in zu sein.
    Das macht es aber auch nicht spannender.

    Wenn LinkedIn ein Business Netzwerk ist, dann ist es vorrangig ein Vertriebsnetzwerk. Das Vertrieb wesentlich geschickter geschehen sollte als auf die platte Art, dass ist nichts Neues. Erfolgreich verkauft hat auch in der Vergangenheit nur die Person, die es verstanden hat Mehrwert zu liefern und eine Beziehung aufzubauen.

    Wie wäre es denn Mal mit einem Beitrag dazu, wie Vertrieb (auch über LinkedIn) erfolgreich funktioniert? Das wäre dann nicht langweilig sondern zielführend.

  • Das Phänomen ist auf xing doch exakt das Gleiche, und das schon seit Jahren. Und wenn man Facebook in beruflichem Kontext genutzt hat, insbesondere englischsprachig, ebenfalls. LinkedIn erlaubt es immerhin, solche Anfragen zu melden.

    • Das man die Benachrichtigungen, die man von LinkedIn erhält, als auch, wer einen wie kontaktieren kann, im Profil recht einfach verwalten kann, ist schon bekannt?

  • Ich finde den Artikel leider nicht sehr zielführend. Wie im „richtigen“ Leben gilt für mich eine einfache Regel für das Netzwerken auch auf XING und LinkedIn: ich vernetze mich nur mit Menschen, wo es ein gemeinsames Interesse bzw. einen guten Grund gibt.

    Das sind in erster Linie Menschen, mit denen ich bereits zu tun habe: die ich getroffen, gesprochen oder mit denen ich auf anderen Kanälen kommuniziert habe – und dabei den Kontakt „qualifiziert“ habe.

    Anfragen von mir bisher unbekannten Menschen lehne ich ab, sofern nicht ein guter, triftiger Grund in der Kontaktanfrage steht oder ich einen solchen aufgrund des Profils des anderen zumindest erahnen kann.

    Von „Vorratsnetzwerken“ halte ich gar nichts. Denn mein Netzwerk definiert sich nicht über die Anzahl meiner Kontakte. Auch nicht über die Anzahl der Leute, die ich „kenne“. Es definiert sich über die Menschen, die *mich* kennen *und* auf eine Nachricht von mir reagieren, weil sie mir ein gewissen Grundvertrauen entgegen bringen.

    Insofern: natürlich wird LinkedIn als Business-Netzwerk sehr stark für Vertrieb and Akquise (auch Personalakquise, aka Recruiting) genutzt – get over it! Es liegt an jedem selbst, sich ein sinnvolles Netzwerk aufzubauen.

    Mir ist lieber, die Vertriebsabsicht kommt klar in der Kontaktanfrage raus. Dann kann ich entscheiden, ob ich die Anfrage annehme, oder eben nicht. Und übrigens, man kann eine Vernetzung auch wieder auflösen! 😉

  • Dies ist kein LinkedIn-Spam, das sind „Salespfosten“ die LinkedIn als Outbound Kanal fehlinterpretieren und missbrauchen.

    Ich habe mir in den letzten zwei Jahren ein tolles Netzwerk aufgebaut und es pulsiert dort ein fachlicher Austausch. Da LinkedIn immer attraktiver wird, kommen natürlich auch die nervenden Salespeople auf den Schirm, die man zum Glück blocken und wieder aus dem Netzwerk schmeißen kann.

    Dass XING im Vergleich angenehmer ist, weil weniger aufdringliche Leute auftauchen, liegt daran, dass XING ein Kommunikationsverweigerer ist und keine Kommunikation groß stattfinden kann.

    Wir alle sollten nach den Prinzipien von Social Selling und echtem Networking agieren und langfristig auf LinkedIn unser Wissen teilen und uns gegenseitig empfehlen. Und nicht in diese Salespraktiken selbst verfallen, sei es noch zu verlockend, weil man glaubt doch seinen idealen Kunden vor der Nase zu haben.

    Lasst uns social media positiv nutzen. LinkedIn ist da derzeit sehr angenehm, fokussiert und ohne Polemik.

    Happy Networking

  • Ähm *bullshit* sorry – „Xing Events“ sammelt enorm viele Daten/Werbemails auch ohne Xing Profil! und ist bei meiner GenZ überhaupt nicht beliebt.

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