Marketing Wirtschaft

Apple erlaubt Werbung in Push-Nachrichten – unter einer Bedingung

iPhone, Apple. App Store, Werbung in Push-Benachrichtigungen
Wenn wir wollen, erhalten wir nun auch Werbung in Push-Benachrichtigungen auf iPhone und iPad. (Foto: Pixabay.com / PhotoMIX-Company)
geschrieben von Vivien Stellmach

Apple hat die Richtlinien für seinen App Store aktualisiert. Demnach dürfen Entwickler nun auch auf dem iPhone Werbung in Push-Nachrichten verschicken – wenn der Nutzer zustimmt. iPhone und iPad sollen also nicht automatisch von Werbung überflutet werden.

Obwohl Apple selbst immer wieder Werbung in Push-Nachrichten verschickte, war anderen App-Entwicklern bislang jede Art von direkter Werbung und direktem Marketing untersagt. Dafür wurde das Unternehmen aus Cupertino natürlich kritisiert. Und deshalb hat Apple seine Regelung nun geändert.

Apple hat seinen App-Store-Richtlinien nämlich ein Update verpasst. Ab sofort werden App-Entwickler, die werbliche Push-Nachrichten auf das iPhone oder iPad verschicken, nicht mehr aus dem App Store geschmissen. Werbung und Marketing sind jetzt erlaubt – aber nur, wenn der Nutzer auch zustimmt.


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Neue Richtlinien für den App Store: Werbung in Push-Nachrichten ist erlaubt

Entwickler dürfen nun also Werbung mit Push-Benachrichtigungen in die Benachrichtigungszentrale senden. Dafür müssen sie bei Nutzern vorher in der App ihr Einverständnis einholen.

Um Missbrauch zu vermeiden, müssen Entwickler auch eine einfache Möglichkeit anbieten, die Einwilligung zu widerrufen. Ansonsten behält Apple sich das Recht vor, Entwicklern die Nutzungserlaubnis für den App Store wieder zu entziehen.

Nutzer behalten die Kontrolle

Aus Nutzersicht verändert sich erst einmal nicht viel. Apple gibt uns schließlich Kontrolle darüber, von welchen Apps wir Werbung in Push-Nachrichten erhalten wollen und von welchen nicht.

Für Entwickler dürfte die Möglichkeit, werbliche Push-Nachrichten zu verschicken, aber eine sehr positive Änderung darstellen. Wenn sie ihre App-Nutzer dazu motivieren können, die Werbung zu erlauben, eröffnet sich ihnen schließlich eine neue Möglichkeit zum Marketing.

Nun ist es an den Entwicklern, herauszufinden, welche werblichen Inhalte sie an App-Nutzer ausspielen können, ohne sie gleich zu nerven. Die Werbung sollte Mehrwert bieten und an die Bedürfnisse der Nutzer angepasst sein.

Sonst könnten die Unternehmen durch die Werbung in Push-Nachrichten schnell das Gegenteil von dem erreichen, wofür sie eigentlich gedacht sind: Produkte zu bewerben und das Unternehmen dahinter interessant zu machen.

„Sign in with Apple“ wird zur Voraussetzung

Die Erlaubnis zu werblichen Push-Benachrichtigungen ist aber nicht die einzige Änderung. Apple führt nämlich auch einen eigenen Sign-in-Button ein.

Konkret müssen Apps, bei denen sich ein Nutzer mit seinem Facebook- oder Google-Account einloggen kann, spätestens bis zum 30. April 2020 auch über einen Button verfügen, über den Nutzer sich mit einem Apple-Account anmelden können.

Das Einloggen via Apple bringt laut eigenen Angaben einen entscheidenden Vorteil: Apple erstellt für jede App nämlich eine eigene E-Mail-Adresse. Das heißt, Entwickler erhalten keine persönlichen Daten. Die Privatsphäre des Nutzers ist somit geschützt.

Zudem will Apple Dating- und Wahrsage-Apps noch strenger prüfen, nämlich nach denselben Standards wie übliche Spam-Anwendungen. So will das Unternehmen Apps, die qualitativ minderwertig sind, effektiver ablehnen beziehungsweise aus dem App Store schmeißen.

Und darüber hinaus verbietet Apple ab sofort Anwendungen, die Kriminellen etwa dabei helfen können, vor der Polizei zu fliehen.

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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach war von Mai 2019 bis November 2020 Redakteurin bei BASIC thinking.

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