Apple, iPhone, iOS, Smartphone, Apple Mail-App

Massive Sicherheitslücke bei Apples Mail-App gefährdet alle Nutzer

Christian Erxleben
Alle Apple-Nutzer sollten die Mail-App vorerst löschen oder die Synchronisation deaktivieren. (Foto: Unsplash.com / Sara Kurfeß)

Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik hat zwei schwerwiegende Sicherheitslücken in der Mail-App von Apple gefunden. Diese ermöglichen es Angreifern, fremde iPhones und iPads zu kompromittieren. Alle Apple-Nutzer sollten ihre Accounts sofort deaktivieren.

Die hauseigene Mail-App von Apple ist von zwei schwerwiegenden Sicherheitslücken betroffen. Das hat das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik – kurz BSI – herausgefunden.

Sicherheitslücken in Mail-App von Apple gefährden alle Nutzer

Konkret betreffen die beiden Sicherheitslücken alle iPhones und iPads. Außerdem sind auch alle Betriebssysteme von der aktuellsten Version iOS 13 bis hin zur Version iOS 6 betroffen. Folglich gibt es kaum einen Nutzer, der aktuell nicht potenziell gefährdet ist.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück Apple AirPods gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Konsequenzen für Mail-App-Nutzer von iOS 13

Dabei gibt es lediglich Unterschiede in der Beschaffenheit der Sicherheitslücken. Nutzer mit dem Betriebssystem iOS 13 auf ihren Endgeräten sind am stärksten betroffen. Hier genügt es, eine schädliche E-Mail zu empfangen.

Dann erhalten die Angreifer bereits Zugriff auf das entsprechende iPhone oder iPad und können das Gerät manipulieren. Ob neben der Mail-Anwendung auch andere Apps betroffen sind, prüft das BSI derzeit noch.

Konsequenzen für Mail-App-Nutzer mit iOS 12 oder älteren Betriebssystemen

Nutzer mit dem Betriebssystem iOS 12 oder einer älteren Variante müssen eine schädliche E-Mail zumindest öffnen, um den Angreifern den Zugriff zu ermöglichen.

Apple Mail-App löschen oder Synchronisation deaktivieren: So schützt du dich

Da es zum aktuellen Zeitpunkt noch keinen Patch seitens Apple für die beiden schwerwiegenden Sicherheitslücken in der Mail-App gibt, haben die Nutzer zwei Optionen.

  1. Sie löschen die Mail-App vorerst von ihrem iPhone oder iPad.
  2. Sie deaktivieren die Synchronisation für alle verknüpften E-Mail-Accounts.

Mail-App-Synchronisation deaktivieren: So klappt es

Wenn du dich also dafür entscheidest, die Anwendung nicht sofort zu löschen, musst du folgende Schritte verfolgen.

  1. Öffne die „Einstellungen“ an deinem iPhone oder iPad.
  2. Klicke „Passwörter & Accounts“ an.
  3. Wähle nacheinander jeden deiner E-Mail-Accounts aus.
  4. Lege den blauen Schalter neben „Mail“ um. Sobald du jetzt ins Menü zurückkehrst, steht unter dem Account „Inaktiv“ in der Liste.
  5. Außerdem solltest du den „Datenabgleich“ am Ende des Menüs vorerst pausieren.

Solange es noch keinen Patch oder ein neues Update seitens Apple gibt, sollten alle Nutzer ihre Mail-Accounts löschen oder die Synchronisation deaktivieren. Das gilt sowohl für private als auch für berufliche Accounts.

Apple beschwichtigt

Apple selbst derweil kommt zu dem Ergebnis, dass die Sicherheitslücken keine ernstzunehmende Gefahr für Nutzer darstellen. Das teilte das Unternehmen dem Wirtschaftsmagazin Bloomberg in einer Stellungnahme mit.

Zwar nehme man alle identifizierten Sicherheitslücken ernst. In diesem Fall sieht der Technologie-Konzern aus dem kalifornischen Cupertino keinen konkreten Handlungsbedarf. Die Probleme sollen mit dem Update auf iOS 13.4.5 behoben werden.

Google lässt dich jetzt selbst bestimmen, welche Quellen du in der Suche häufiger siehst. Mit zwei schnellen Klicks kannst du BASIC thinking kostenlos als bevorzugte Quelle hinzufügen und damit unabhängigen Tech-Journalismus unterstützen. Vielen Dank!

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Assistant im Center Management (m/w/d) in Wat...
ECE in Bremen
Head of Quality – Energy Systems
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Software Project Manager (m/f/d)
Clarios Germany GmbH & Co. KG in Hannover
Mitarbeiter Systembetreuung / Digitalisierung...
Rask Brandenburg GmbH in Wismar
Praktikant:in (m/w/d) Marketing / Social Medi...
ifp consulting GmbH & Co.KG in Garching bei München,...
Digital & Growth Marketing Manager (m/w/d...
Patronus Group in Berlin
Online Marketing Manager (m/w/d)
ZENNER International GmbH & Co. KG in Saarbrücken
Marketing Manger (m/w/d) – Social Media &...
Acura Zahnärzte GmbH in Frankfurt am Main
Teile diesen Artikel
Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig.