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Tinder-Folgen: So wirkt sich Online-Dating auf deine Persönlichkeit aus

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Wer viel Zeit auf Tinder verbringt, beginnt, an seinem Selbstbild zu zweifeln. (Foto: Unsplash.com / Mika Baumeister)
geschrieben von Christian Erxleben

Durch die Kontakt-Beschränkungen während der Corona-Pandemie hat das Online-Dating einen Aufschwung erlebt. Doch gibt es auch so etwas wie negative Tinder-Folgen? Wie wirkt sich die Suche nach der Liebe auf unsere Persönlichkeit aus? Das hat eine Studie untersucht.

Nur weil wir uns nicht mehr unbeschränkt und unbegrenzt mit neuen Menschen treffen konnten und können, bedeutet das nicht, dass unser Bedürfnis nach Nähe und Zuneigung nicht mehr vorhanden ist.

Ganz im Gegenteil sogar: Durch den Lockdown und die teilweise immer noch geltenden Kontakt-Beschränkungen fühlen sich viele Menschen alleine gelassen. Schließlich ist es immer noch nicht erstrebenswert, beliebig viele Freunde und Familienmitglieder zu sehen – schon gar nicht kurz hintereinander.


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Deswegen ist es auch nicht sonderlich überraschend, dass Online-Dating-Dienste wie Tinder und Lovoo durch die globale Corona-Pandemie einen ungeahnten Zuspruch erfahren haben.

Tinder-Folgen: Wie verändert Online-Dating unsere Persönlichkeit?

Doch gibt es eigentlich auch so etwas wie negative Tinder-Folgen? Welche Auswirkungen hat häufiges Online-Dating auf unsere Persönlichkeit? Wie verändert sich unsere Wahrnehmung? Genau das hat Philipp Lange innerhalb seines Wirtschaftspsychologie-Studiums an der SRH Fernhochschule in einer Studie untersucht.

Dafür hat Lange per Zufallsauswahl insgesamt 162 weibliche Tinder-Nutzerinnen mit der Tendenz zur Beziehungssuche im Zeitraum zwischen dem 10. und 27. November 2019 in insgesamt 231 Interviews befragt.

Die Ergebnisse offenbaren einige erschreckende Tinder-Folgen: So nehmen 84,8 Prozent der Nutzerinnen das Online-Dating nicht als hilfreich wahr. Im Gegenteil: Das Online-Dating hat sich negativ auf das eigene Selbstbild ausgewirkt.

Je mehr Stunden am Tag die Nutzerinnen auf Tinder unterwegs waren und ja mehr persönliche Dates sie hatten, desto stärker traten depressive Erscheinungen und emotionale Probleme wie Melancholie und Labilität auf.

Wie lassen sich die Ergebnisse einordnen?

Selbstverständlich ist die Studie nicht für Deutschland oder gar die globale Tinder-Community repräsentativ. Trotzdem fallen die Ergebnisse so deutlich aus, dass wir uns mit ihnen zumindest ernsthaft auseinandersetzen müssen.

Als Nutzer sollten wir uns fragen: Verbringen wir zu viel Zeit mit dem Online-Dating? Haben wir noch Spaß daran oder versuchen wir krampfhaft, einen Partner zu finden?

Wenn du eine oder sogar beide Fragen mit einem „Ja“ beantwortest, solltest du dringend deine digitalen Dating-Aktivitäten zurückfahren. Einerseits ist es wichtig, auch alleine sein zu können. Andererseits triffst du deinen Partner fürs Leben vermutlich dann, wenn du eigentlich gar nicht nach ihm suchst.


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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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