Social Media

Was es mit Rezos Social-Media-Tool auf sich hat

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Der Youtuber Rezo bringt ein eigenes kostenloses Social-Media-Analyse-Tool heraus. (Foto: Screenshot / YouTube)
geschrieben von Philip Bolognesi

Das kam überraschend: YouTuber Rezo, der jüngst neben der CDU auch die Presse in seinem Video bearbeitet hatte, veröffentlicht nun eine Website, die sich als Monitoring-Tool nutzen lässt. Insbesondere für Influencer und Agenturen sind die Auswertungen interessant.

Mit seinem YouTube-Video „Die Zerstörung der CDU“ hat Rezo im Jahr 2019 ordentlich Wind aufgewirbelt. Und auch seine Gedanken zur Presse machten ihn in der breiten Masse der Öffentlichkeit bekannt und lösten gesellschaftliche Debatten aus.

Jetzt geht der studierte Informatiker unter die Entwickler und veröffentlichte nun mit seinem Team eine eigens programmierte Website für Social-Media-Charts und -Statistiken.


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In seinem Video berichtet Rezo, dass der fast zwei Jahre an diesem Tool gearbeitet hätte. Die komplette deutschsprachige Social-Media-Welt würde laut seiner Aussage dadurch abgebildet werden. Die Nutzung von Nindo ist dabei kostenlos und für alle frei zugänglich. Für Unternehmen und Agenturen gibt es zudem eine kostenpflichtige Version mit wichtigen Features.

Rezo fehlen bei anderen Monitoring-Tools wesentliche Features

Laut eigener Aussage kommt das Tool dabei mit einigen Funktionen daher, die es so noch nicht gibt. So zeigt das Tool von Rezo komprimiert reichweitenstarke Social-Media-Kanäle aus dem deutschsprachigen Raum an und wirft einen guten Blick auf Profile – fein geordnet nach Plattformen.

So lassen sich die Zahlen der Accounts nach Youtube, Instagram, Twitter, Twitch und auch Tiktok darstellen: Welcher Tik-Tok-Account verbuchte zuletzt die größten Abonnenten-Zuwächse? Wie viele Videos mit welcher durchschnittlichen Dauer veröffentlichte im letzten Monat mein Partnerunternehmen Und wie schneidet mein Konkurrent bei Twitter ab?

Auf diese Fragen gibt es nun kostenfreie Antworten. Ebenso kann sich der Nutzer virale Posts auflisten lassen, die im zurückliegenden Monat besonders hervorstachen.

Auch interessant: Unter „Nächste Meilensteine“ findet sich eine Liste deutscher Accounts, die in naher Zukunft eine Hundertausender-Grenze an Fans und Followern überschreiten werden. Doch der Umfang ist dabei insgesamt begrenzt und fokussiert sich auf Accounts mit einer relevanten Reichweite. Und das bedeutet: mindestens 100.000 Abonnenten auf YouTube sowie 10.000 Abonnenten auf Instagram, Twitch oder Twitter.

Der grundlegende Antrieb für Rezo für die Entwicklung seines Tools war, dass die meisten Monitoring-Tools nur die blanken Follower-Zahlen darstellten. Über Abrufzahlen einzelner Videos oder steigende Follower-Zahlen innerhalb eines bestimmten Zeitraums war nichts bekannt. Auch über die aktuelle Aktivität der Fans geben viele Tools keinerlei Auskunft.

Die Stärke von Nindo ist seine Einfachheit

Insbesondere (Influencer-) Agenturen griffen bislang auf selbst entwickelte Tools zurück oder erweiterten bestehende Datenbanken und Software-Lösungen für die eigenen Zwecke.

Die Website von Rezo und seinem Team ist dabei nicht nur einfach gehalten, übersichtlich und spukt für die meisten Anwender relevante Daten aus – es ist vor allem auch für Laien zugänglich.

Auch zu den Werbeeinnahmen eines YouTube-Kanals, die für viele Agenturen und Influencer enorm wichtig sind, gibt das Tool Auskunft. Selbst wenn diese nur geschätzt werden, da eventuelle Kooperationen mit Werbeträgern nicht berücksichtigt werden können, gibt Nindo jedoch eine erste grobe Richtung vor.

Für wen ist das Tool von Rezo geeignet?

Grundsätzlich ist Nindo für jeden Nutzer interessant, der sich im Bereich Online- und speziell Influencer-Marketing bewegt. Für Unternehmen, die ganz exakte Statistiken und Filter benötigen, um für ihre eigene Kampagne passende Influencer zu identifizieren, bietet Rezo eine Pro-Variante an.

Kunden können damit nach Faktoren wie Abonnenten, bespieltes Genre, Geschlecht sowie Views filtern. Darüber hinaus summiert Nindo Daten zur Demographie der Zielgruppe des jeweiligen Social-Media-Kanals.

Neben speziellen Agenturen konzentriert sich Nindo mit seinem kommenden kostenpflichtigen Tool auch auf Spielehersteller. Deshalb gibt es dann für die größten 40 Games auch eigene Tags, um so passende Zielgruppen ansprechen zu können.


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Über den Autor

Philip Bolognesi

Philip Bolognesi arbeitet seit Anfang September 2018 in der Redaktion von BASIC thinking. Er hat Kommunikationswissenschaften studiert und ist zertifizierter Social-Media-Manager. Zuvor hat er als freiberuflicher Online-Redakteur für CrispyContent (Serviceplan Berlin) gearbeitet und mittelständische Unternehmen in ihrer Online-Kommunikation beraten. Ihn trifft man häufig im Coworking-Space Hafven in Hannover. Er ist begeisterter Tischtennisspieler, Fitness-Fan und permanent auf der Suche nach interessanten Themen aus den Bereichen Social Media, Marketing und Ernährung.

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