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Wieso Amazon und Google jetzt auf Video-Shopping setzen

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Google launcht mit Shoploop eine neue Plattform zum Video-Shopping. (Foto: Screenshot / Google)
geschrieben von Vivien Stellmach

Amazon und Google richten sich stärker auf Video-Shopping aus. Während der E-Commerce-Riese sein Influencer-Programm um Livestreams erweitert, startet die Suchmaschine mit Shoploop eine neue Plattform zum Stöbern und Kaufen von Produkten. Ist Video-Shopping das große neue Ding?

Amazon hat schon 2017 ein exklusives Affiliate-Programm für Influencer gestartet, mit dem sie eine eigene Storefront mit einer persönlichen URL erhalten. Dort können die digitalen Stars Produkte präsentieren und ihren Followern empfehlen.

Die Influencer erhalten dann prozentuale Anteile an den Verkaufserlösen, sie verdienen also mit jedem qualifizierten Kauf Geld.


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Video-Shopping: Amazon erweitert sein Influencer-Programm

Nun hat Amazon sein Influencer-Programm um eine neue Möglichkeit zum Livestreaming erweitert. Influencer sollen Streams auf der Video-on-Demand-Plattform Amazon Live starten und dadurch Provisionen für den Verkauf von Produkten erhalten können.

Das erinnert ein wenig an das gute alte Teleshopping. Denn tatsächlich sollen Influencer die Livestreams nutzen, um ausführlich über Produkte zu sprechen und sie regelrecht vorzuführen.

Aber warum das Ganze? Wie wir in den vergangenen Jahren gelernt haben, sind Videos das stärkste Format. Sie vermitteln Emotionen am einfachsten. Außerdem lassen sich Informationen leichter im Storytelling-Format präsentieren.

Videos fesseln uns – und das gilt nicht nur auf Instagram und Tik Tok, sondern auch für das Video-Shopping. Zudem haben wir gerade auch vom Teleshopping gelernt, dass es vertrauenswürdiger auf uns wirkt, wenn sympathische Menschen uns Produkte vorstellen.

Der Effekt verstärkt sich natürlich noch, wenn wir diesen Personen auch vertrauen.

Shoploop: Google startet neue Plattform zum Video-Shopping

Google möchte sich das Video-Shopping ebenfalls zu Nutze machen – und zwar mit Shoploop. Auf der neuen Plattform sollen Influencer und Brands Produkte in kurzen Videos vorstellen. Sie haben dann maximal 90 Sekunden Zeit, Interessenten zum Kauf zu motivieren.

Shoploop gibt es erstmal nur als App, eine Desktop-Version ist aber in Arbeit. So oder so tut Google mit der Plattform aber allen einen Gefallen.

Unsere Aufmerksamkeitsspanne im Internet ist schließlich enorm gesunken. Kaum jemand möchte sich ein minutenlanges Video zu einem Produkt ansehen, auf das er vielleicht gerade erst gestoßen ist.

Influencer und Brands laufen also gar nicht erst Gefahr, Zeit für ellenlange Produktvideos zu verschwenden.

Google macht Instagram und Tik Tok Konkurrenz

Ein kluger Schachzug ist die Einführung von Shoploop auch, weil die Plattform ernsthaft mit Instagram und Tik Tok konkurrieren könnte.

Immerhin baut Shoploop laut Gründer Lax Poorjary auf einem neuen Konsumverhalten auf, nach dem wir soziale Netzwerke und Online Shops nutzen, um uns inspirieren zu lassen und Kaufentscheidungen zu treffen.

Mit einem Klick zum Kauf

Wenn Nutzern ein Produkt bei Shoploop gefällt, können sie es zudem einfach speichern oder mit einem Klick im Online Shop des Anbieters kaufen. Die Hemmschwelle zum Kauf ist also sehr gering.

Und es gibt noch einen weiteren Punkt, der das Video-Shopping bei Google attraktiv macht: Nutzer können ihren liebsten Shoploop-Accounts wie bei Instagram folgen und Produkt-Clips mit ihren Freunden teilen.

Google erzeugt also auch noch geschickt ein Gefühl von Gemeinsamkeit beim Online-Shopping.


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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin bei BASIC thinking. Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

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