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Tik-Tok-Verbot in den USA kommt: Donald Trump spricht Machtwort

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Noch am 1. August 2020 will US-Präsident Donald Trump Tik Tok in den USA offiziell verbieten. (Foto: Unsplash.com / visuals)
geschrieben von Christian Erxleben

Paukenschlag am Wochenende: Der US-amerikanische Präsident Donald Trump teilte in der Nacht auf den 1. August 2020 anwesenden Journalisten mit, dass er noch am Samstag ein Tik-Tok-Verbot in den USA per Dekret durchsetzen wird.

„Was Tik Tok betrifft, so verbannen wir es aus den Vereinigten Staaten.“ Mit diesen Worten besiegelte der US-amerikanische Präsident Donald Trump am Freitagabend vor US-amerikanischen Journalisten in seiner Air Force One das Aus der Social-Video-Plattform Tik Tok in den USA.

Tik-Tok-Verbot per Dekret

„Ich werde morgen ein Dokument unterzeichnen“, ergänzte Donald Trump ebenfalls noch am Freitagabend. Heute – also am 1. August 2020 – will der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika per Dekret ein Tik-Tok-Verbot durchsetzen.


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Eben jenes Tik-Tok-Verbot tritt laut den Aussagen von Donald Trump dann auch „sofort“ ein. Oder anders ausgedrückt: Noch im Laufe des Samstags könnte die beliebte Social-Video-Plattform aus den App Stores von Apple und Google fliegen.

Angst um nationale Sicherheit

Die Untersuchungen rund um ein mögliches Verbot laufen seit Anfang Juli 2020 in den USA. Als Grund für die Ermittlung wird die Begründung angeführt, dass Tik Toks chinesischer Mutterkonzern Bytedance persönliche Nutzer-Daten – auch von US-Amerikanern – an die chinesische Regierung weitergibt.

Letztendlich geht es folglich um die nationale Sicherheit der US-amerikanischen Bürgerinnen und Bürger. Tik Tok hatte seinerseits stets beteuert, keine Daten weiterzuleiten. Ob und inwiefern das wahr ist, muss – wie bei allen sozialen Netzwerken – zumindest angezweifelt werden.

Ausgliederung des US-Geschäfts von Tik Tok keine Option

Mit der Entscheidung von Donald Trump ist damit auch die letzte Hoffnung von Tik Tok und Bytedance vom Tisch. So gab es noch am Freitag vor dem Statement des Präsidenten das Gerücht, dass Bytedance sein US-Geschäft verkaufen könnte.

Als potenzieller Verkäufer hatten Experten den US-amerikanischen Software-Konzern Microsoft gehandelt. Doch wenig später bestätigte Donald Trump sein radikales Vorgehen und erteilte einer Übernahme vor den anwesenden Journalisten eine Absage.

Wer vom Tik-Tok-Verbot in den USA profitiert

Ob die nationale Sicherheit nun der entscheidende und tatsächliche Grund für das Tik-Tok-Verbot in den USA war, wird vermutlich für immer unklar bleiben. Fest steht jedoch, dass zwei US-amerikanische Konzerne stark von der Entscheidung profitieren.

Schließlich stammen mit Snapchat und Facebook zwei direkte Konkurrenten aus den Vereinigten Staaten. Dementsprechend positiv reagierten die Anleger auf die Aussagen von Donald Trump. Die Aktienkurse von Snapchat (plus 4,97 Prozent) und Facebook (plus 7,42 Prozent) schossen am Freitag in die Höhe.

Das politische Tik-Tok-Verbot spielt den beiden Unternehmen in die Karten. Schließlich betrachtet vor allem Facebook-Chef Mark Zuckerberg Tik Tok als ernsthaften Konkurrenten für sein eigenes Imperium.

So war erst in der letzten Juliwoche bekannt geworden, dass Facebook offenbar mit Hunderttausenden US-Dollar versucht hat, große Creator von Tik Tok zur Facebook-Tochter Instagram zu lotsen. Mit einem offiziellen Tik-Tok-Verbot in den USA kommen die Influencer von alleine.

Somit ist es Facebook – wenn auch unbeabsichtigt – wieder einmal gelungen, einen potenziell gefährlichen Mitstreiter frühzeitig aus dem Verkehr zu ziehen. Und dass von seiner Entscheidung jetzt zwei US-amerikanische Konzerne profitieren, freut sicherlich auch Donald Trump.


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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Sein Weg zu BASIC thinking führte über die Nürnberger Nachrichten, Focus Online und die INTERNET WORLD Business. Beruflich und privat liebt und lebt er Social Media.

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