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Eine kurze Geschichte der Emojis

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Emojis sind aus unserem digitalen Alltag kaum mehr wegzudenken. (Foto: Unsplash.com / iabzd)
geschrieben von Vivien Stellmach

Heute nutzen wir Emojis nicht mehr nur, um in privaten Chats unsere Gefühle auszudrücken, sondern auch, um Kunden im geschäftlichen Bereich besser zu erreichen. Aber wie haben sich die Emojis eigentlich entwickelt? Wir werfen einen Blick auf ihre Geschichte.

Ohne Emojis geht in vielen Chats und Marketing-Formen gar nichts mehr. Mit ihnen können wir auf kreative Art und Weise ausdrücken, wie wir uns fühlen. Außerdem macht es jede Menge Spaß, sie zu benutzen.

Aber wie haben sich die bunten Zeichen eigentlich entwickelt? Die große Anzahl an unterschiedlichen Symbolen, die uns heute auf unseren Smartphones zur Verfügung steht, gibt es schließlich noch gar nicht so viele Jahre.


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Einer der größten App-Entwickler Großbritanniens, das App Institute, hat deshalb in einer illustrierten Zeitlinie festgehalten, wie sie sich entwickelt haben.

Die Geschichte der Emojis: Wie alles begann

Alles hat demnach im Jahr 1862 angefangen, als die New York Times als erste Tageszeitung aus Versehen ein lächelndes typographisches Zeichen verwendet hat. Sie druckten das Symbol nämlich auf eine Rede des damaligen US-Präsidenten Abraham Lincoln.

Das erste Mal, dass jemand ein typographisches Symbol mit Absicht verwendete, war anschließend erst rund 20 Jahre später. Puck, ein US-amerikanisches Satire-Magazin, nutzte in der Ausgabe vom 30. März 1881 einige weitere Typographen für Gefühle von Glück, Melancholie, Gleichgültigkeit und Staunen.

100 Jahre später: Shigetaka Kurita erfindet die Emojis

So sahen also die Anfänge der typographischen Symbole aus. Mehr als Hundert Jahre später beginnt aber erst die eigentliche Geschichte der Emojis. Shigetaka Kurita, der 1998 ein Mitarbeiter eines großen japanischen Mobilfunkherstellers war, entwarf nämlich die ersten einfarbigen Bilderbuchstaben.

Er orientierte sich dafür an der bunten Manga-Szene und kreierte ein ganzes Set aus insgesamt 176 Bilderbuchstaben. Darunter befanden sich nicht nur Emojis für menschliche Gefühle, sondern auch verschiedene Objekte wie etwa ein Regenschirm.

Kuritas Emojis sind allerdings die erste Zeit nur in Japan, Korea und Co. erhältlich. Es dauert mehr als ein Jahrzehnt, bis sie die ganze Welt erobern.

Raus in die weite Welt

Im Oktober 2010 war es dann endlich soweit: Die sechste Version des Unicode, also dem Standard für digitale Codierung, kam nun auch mit Hunderten Emojis. iPhones von Apple und Smartphones von Google unterstützten die Symbole ebenso wie Plattformen wie Facebook und Twitter.

Mit jedem neuen Unicode kamen mal mehr, mal weniger neue Emojis hinzu. 2015 brachte der Unicode 8.0 dann auch Symbole mit fünf verschiedenen Hautfarben hervor.

Menschen verschiedener Herkünfte konnten sich ab sofort noch intensiver mit den kleinen Emojis identifizieren und ihren Nachrichten einen persönlicheren Stil verleihen.

Seitdem haben sich die bunten Zeichen immer weiter verändert und gerade in persönlichen und kontroversen Dingen detailliert weiterentwickelt. So ist aus dem ursprünglich echten Pistolen-Emoji eines für eine Wasserspritzpistole geworden.

Und im November 2016 erschienen auch Zeichen für gläubige Menschen mit einem Kopftuch.

Emoji-Verkehr auf Facebook, Revolution durch Apple

In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Digitalisierung natürlich nochmal deutlich stärker und schneller entwickelt als zuvor. Das hat sich auch auf die Beliebtheit der Emojis ausgewirkt.

Am World Emoji Day, dem 17. Juli 2017, machte Facebook öffentlich, dass wir rund 60 Millionen von ihnen täglich auf der Plattform verwenden. Im Messenger waren es mit fünf Milliarden sogar noch viel mehr.

Im November des selben Jahres sorgte Apple für eine weitere Revolution: Das neue Betriebssystem iOS 11 schenkte uns animierte Emojis – die sogenannten Animojis. Mithilfe der damals neuen Gesichtserkennung konnten wir nun auch selbst animierte Nachrichten verschicken.

Übrigens hat Apple in Sachen Entwicklung auch danach weitergemacht. Zum zehnten Jubiläumstag der Apple-Emojis im Jahr 2018 hat der Konzern sage und schreibe 158 neue Symbole veröffentlicht.

Und mit dem neuen Unicode 12.0 kamen im März 2019 auch schon wieder 59 neue Zeichen hinzu. Darunter waren geschlechtsneutrale Paare und viele kulturelle Zeichen.

Und wo stehen wir heute?

Inzwischen hat das Jahr 2020 natürlich vieles verändert. Die Corona-Krise hat einige passende Emojis hervorgebracht. So gibt es zum Beispiel jetzt Gesichter mit einer Mund-Nasen-Maske.

Es scheint fast so, als würde es inzwischen für fast jede mögliche Situation das passende Symbol geben – und falls nicht, wird es eben gebaut.

Auch in Zukunft wird sich das bestimmt nicht ändern – im Gegenteil. Die Emojis schenken uns schließlich die Möglichkeit, auch im digitalen Raum Emotionen zu zeigen. Und diese sind nun einmal elementar wichtig für unsere Kommunikation – sei es privat oder beruflich.


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Über den Autor

Vivien Stellmach

Vivien Stellmach ist seit Mai 2019 Redakteurin bei BASIC thinking. Nebenbei schreibt sie als freie Autorin über alternative Musik für das VISIONS Magazin. Sie liebt Fußball, steht seit ihrem siebten Lebensjahr selbst auf dem Rasen und hält zum SV Werder Bremen.

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