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Shoppable Video Ads: Der Effizienz-Hebel für Influencer und Social Commerce

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Die Shoppable Video Ads auf Instagram könnten eine kleine Ad-Revolution auslösen. (Foto: Unsplash.com / Hello I'm Nik)
geschrieben von Katrin Kolossa

Ein großer Nachteil des Influencer Marketings liegt darin, dass viele Maßnahmen und Kampagnen nicht oder nur im Laufe der Zeit messbar sind. Das ändert sich mit den Shoppable Video Ads auf Instagram schlagartig. Diese vier Gründe sprechen für das neue Ad-Format.

Social Shopping ist schon seit Jahren ein Trend – mal ist das Thema stärker im Fokus der Öffentlichkeit und mal schwächer. Jetzt hat Instagram jedoch eine neue Phase im Influencer Marketing eingeläutet.

Der Grund dafür ist ein neues Werbeformat: die Shoppable Video Ads. Sie heben das gesamte Social Shopping auf eine neue Stufe. Durch die Funktionalität können sowohl Influencer und Influencerinnen als auch Marken ihre Instagram-Advertising-Strategie deutlich effizienter gestalten.


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Wieso das so ist und welche vier Gründe und Vorteile dabei besonders hervorzuheben sind, will ich dir an dieser Stelle einmal verraten.

1. Der Online-Handel boomt – aufgrund von Empfehlungen

Die Corona-Krise hat das Kaufverhalten der Deutschen massiv umgekrempelt – jetzt heißt es immer öfter: „Internet-Shopping statt Ladenbummel“. Kein Wunder. Die E-Commerce-Buden sind 24/7 geöffnet, es gibt eine gigantische Auswahl an Produkten und das Beste: Der ganze Kaufprozess ist komplett virenfrei.

Laut einer Bitkom-Studie ist vor allem bei der jungen Generation der Online-Handel der bevorzugte Einkaufskanal. 81 Prozent der 16- bis 29-Jährigen greifen dabei zum Smartphone.

Die Konsequenz: Der Einkaufsimpuls kommt vor allem in dieser Zielgruppe immer weniger durch die Werbung in klassischen Medien, sondern durch die Empfehlungen von Menschen, denen die User vertrauen. Das sind Freunde, aber auch Lieblings-Influencer.

2. Instagram wird zum Marktplatz

Social Shopping, also Einkauf über Social Media, bietet viel Potenzial und ist auf vielen Plattformen möglich: Instagram, Snapchat, Pinterest, YouTube oder Tiktok – sie alle bieten Shopping-Features an.

Doch Instagram hat den Social Commerce perfektioniert. Ein schlauer Schritt, denn hier tummelt sich der Großteil der Influencer. Sie nutzen den Kanal, um Botschaften für Marken aus den Bereichen Fashion, Fitness Beauty, Interior und Co. in die weite Web-Welt zu schicken.

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Was sie im Netz präsentieren, zieht die Aufmerksamkeit der Fans an. Und von denen gibt es auf Instagram jede Menge: Laut Business Insider sind 65 Prozent der Gen Z täglich auf dieser Plattform unterwegs.

3. Kreativität und Authentizität kommen an erster Stelle

Um die Kauflust weiter zu befeuern, hat Instagram in diesem Jahr Shoppable Video Ads eingeführt. Damit können Fans den Shopping-Trip – von der Inspiration bis zum Kauf – nahtlos und mit nur einem Klick in der App abwickeln.

Neben den Videos erscheinen digitale Produktaufkleber. Einzelheiten wie Titel, Preis und Beschreibung sind smart integriert.

Damit tun sich auch für Influencer ungeahnte Welten auf: Sie können sich voll und ganz dem Storytelling und den kreativen Aspekten ihrer Arbeit widmen und müssen sich nicht mehr darauf konzentrieren, ob jedes Teil von allen Seiten optimal ausgeleuchtet ist.

Kreativität und Authentizität bekommen durch Shoppable Video Ads einen Schub.

Wer also für Produkte eines Sportbekleidungsherstellers wirbt, kann sich im Video auf sein Workout im heimischen Studio konzentrieren oder im schicken Sportdress die Isar entlang joggen und nebenher noch ein paar persönliche Geschichten rund um sein Fitness-Programm verraten.

Die Zeiten plakativer Produktpromotion sind also dank Shoppable Video Ads vorbei. Diese völlig neue Herangehensweise bringt den Botschaftern und ihren Auftraggebern gleich zwei handfeste Vorteile: Sie laden die Marke auf und kurbeln den Absatz an.

4. Die Performance wird besser messbar

Das Beste kommt zum Schluss: Mit Shoppable Video Ads rückt das Influencer Marketing in Sachen Messbarkeit in die Top-Liga auf. Sorgsam gesammelte Kundendaten machen es möglich, denn alle Maßnahmen lassen sich leichter tracken und nachverfolgen.

Plattformen wie Instagram können jetzt endlich die komplette Kette von der Kundengewinnung bis zum Kauf abbilden und damit die Werbewirkung verlässlich nachweisen.

Und: Werbungtreibende müssen nicht mehr warten, bis sie wissen, welches Produkt mit welchem Influencer gut performt. Sie erfahren quasi in Echtzeit, was funktioniert und was nicht.

Schließlich sind Abverkaufszahlen ein unbestechlicher Indikator für Performance. Damit schiebt sich das Influencer Marketing zur wichtigen strategischen Disziplin im Media-Mix nach vorne.

Dank der neuen Messbarkeit dürfte nun auch hier endlich Schluss sein mit dem viel zitierten Bonmot des einstigen US-Kaufhauskönigs John Wanamaker: „Die Hälfte des Geldes, die ich für Werbung ausgebe, ist verschwendet; ich weiß nur nicht, welche.“

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Über den Autor

Katrin Kolossa

Katrin Kolossa ist CEO der Influencer Marketing-Agentur Buzzbird. Ihre Expertise liegt auf den Gebieten Digitale Kommunikation, Business Modelling, Corporate Strategy und Leadership. Nach journalistischen Stationen bei CNN, DER SPIEGEL und Deutsche Welle, hatte sie Managementpositionen bei u.a. Axel Springer, Content Fleet, Wolters Kluwer, DCMN und TLGG inne.

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