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3 unangenehme Chef-Typen und wie du mit ihnen umgehst

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Wie verhält sich dein Chef gegenüber seinen Mitarbeitern? (Foto: Pexels.com / Andrea Piacquadio)
geschrieben von Christian Erxleben

Besonders wenn die Hierarchien in den Unternehmen flacher werden, bekommen mehr Mitarbeiter den Führungsstil von Geschäftsführern und leitenden Persönlichkeiten mit. Deshalb stellen wir dir drei häufige Chef-Typen vor und zeigen dir, wie du mit ihnen umgehst.

Es ist nicht leicht, eine Führungskraft zu sein. Denn während viele Mitarbeiter und Außenstehende nur das möglicherweise etwas höhere Gehalt sehen, vergessen eben jene Personen, dass mit jeder höheren Position auch Verantwortung einhergeht.

Das beginnt beispielsweise damit, dass du als Führungskraft plötzlich für mehrere Mitarbeiter verantwortlich bist. Es ist deine Aufgabe, dass sie ihre Arbeit zufriedenstellend erfüllen und dabei noch als Team zusammenarbeiten.

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Zugleich bist du auch Ansprechpartner bei persönlichen oder zwischenmenschlichen Problemen – auf der Arbeit und auch im Privatleben. Aus diesem Grund haben auch viele Führungskräfte – vor allem zu Beginn – Probleme damit, am Feierabend auszuschalten.

Wer beispielsweise längere Zeit in den Urlaub fährt oder krankheitsbedingt ausfällt, macht sich Sorgen darüber, ob die eigenen Mitarbeiter auch ohne Führung ihre Aufgaben erledigen. Zum Teil wächst auch die Angst, welche ungeahnten Ereignisse eintreten könnten.

3 unangenehme Chef-Typen – und wie du mit ihnen umgehst

All jene Sorgen und Gedanken sind eigentlich ein Zeichen dafür, dass du eine gute Führungskraft hast.

Als Mitarbeiter solltest du dir viel mehr Gedanken machen, wenn du einen unangenehmen Chef-Typen im Unternehmen hast. Doch selbst dafür gibt es Lösungen. Du musst nur erkennen, mit welchen Chef-Typen du es zu tun hast. Für den Umgang mit deinen Vorgesetzten geben wir dir in diesem Artikel einige Tipps.

1. Der Aufbürder

Das Delegieren von Aufgaben gehört zu den wichtigsten Aufgaben von Führungskräften. Schließlich sind sie gerade nicht mehr in der Position, jede anfallende Tätigkeit selbst zu erledigen. Deshalb ist es sogar eher bedenklich, wenn Vorgesetzte zwanghaft an Aufgaben festhalten und nicht loslassen können.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass dein Chef immer wieder neue Aufgaben für dich hat, wenn du eine andere gerade abgeschlossen hast. Und natürlich sagen dir nur die wenigsten Vorgesetzten, dass es an der Zeit ist, nach Hause zu gehen oder den PC auszumachen.

Um mit diesem Chef-Typen umzugehen, musst du selbstbewusst agieren. Du musst die Angst überwinden, Nein zu sagen. Den tatsächlich ist es häufig genau das, was diese Führungskräfte suchen: Mitarbeiter mit Durchsetzungskraft, die wissen, wo ihre Grenzen sind.

Deshalb solltest du für dich persönlich Grenzen ziehen: Mach nicht jeden Tag ungefragt Überstunden, halte deine Pausen ein und gehe auch einmal früher ins Wochenende, wenn du über die Woche viel gearbeitet hast. Diese Fähigkeiten werden dir eher als Stärke denn als Schwäche ausgelegt.

2. Der Egoist

Das entscheidende Merkmal des Egoisten haben wir dir eigentlich schon beim Aufbürder vorgestellt: Er schafft es nicht, sich von (alten) Zuständigkeiten zu trennen und hat sprichwörtlich seine Finger überall im Spiel.

Das wiederum sorgt dafür, dass die Belastung für die Führungsperson selbst steigt. Zugleich entmündigen Vorgesetzte auf diese Art und Weise ihre Mitarbeiter, weil sie ihnen keine eigenverantwortlichen Entscheidungen zutrauen.

Wenn es also darum geht, weniger Dinge selbst zu machen, profitieren eigentlich sogar beide Seiten davon. Das gilt jedoch nicht nur für die Verteilung von Aufgaben, sondern beispielsweise auch für die Redeanteile in Besprechungen oder die Herangehensweise an neue Herausforderungen.

Doch wie kannst du als Angestellter diesen Chef-Typen nun ändern? Das ist tatsächlich sehr schwer und hängt auch von der Persönlichkeit deines Vorgesetzten ab. Schließlich wissen viele Führungskräfte auch, dass sie sich noch zu viel aufbürden. Ändern können sie daran trotzdem nichts.

Die effektivste Methode ist in diesem Fall das persönliche Gespräch. Äußere deine Gefühle und Gedanken und bringe berechtigte Kritik an. Ob sich dadurch etwas ändert, muss letztendlich dein Chef selbst entscheiden.

3. Der Manipulator

Früher oder später wird vermutlich jeder Angestellte in seiner Karriere mit diesem Chef-Typen konfrontiert. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er Intrigen innerhalb des Unternehmens oder einer Abteilung bewusst schürt.

Das geschieht beispielsweise dadurch, dass verschiedenen Mitarbeitern „hinter dem Rücken“ Gerüchte erzählt werden. Wenn dann der Zusammenhalt im Team nicht stimmt, sorgen diese (unausgesprochenen) Differenzen oft für Streit und Missgunst.

Deshalb ist es für dich als Mitarbeiter zunächst einmal wichtig, das persönliche Gespräch mit deinen Kollegen zu suchen. Denkt dein Kollege wirklich schlecht über dich? Warum? Und wie lässt sich das ändern?

Stellt sich heraus, dass es tatsächlich keine Probleme gibt, steckt vermutlich dein Chef dahinter. Dann gibt es für dich eigentlich nur eine sinnvolle Lösung: Suche dir einen neuen Job oder versuche dich in eine Abteilung versetzen zu lassen, in der du mit einer anderen Führungskraft zusammenarbeitest.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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