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Pokémon Go lebt – und feiert erfolgreichstes Jahr aller Zeiten

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Im Jahr 2020 hat Pokémon Go mehr als eine Milliarde US-Dollar eingespielt (Foto: Unsplash.com / Kamil S)
geschrieben von Christian Erxleben

Im Jahr 2016 hat Pokémon Go einen wahren Hype ausgelöst. Danach wurde es um das Augmented-Reality-Game deutlich ruhiger. Doch was bedeutet das? Nichts! Pokémon Go 2020 ist ein Synonym für Erfolg, denn niemals generierte das Spiel mehr Einnahmen. Eine Analyse.

Es fühlt sich wie eine Ewigkeit an und doch war es ein epischer Tag: Am 6. Juli 2016 fiel bei uns in Deutschland der Startschuss für Pokémon Go. Und es war nicht nur irgendein Startschuss, sondern der Startschuss für eines der erfolgreichsten Mobile Games aller Zeiten.

Bis zum 19. Juli 2016 hatten sich bereits zehn Millionen Spieler registriert. Diesen Rekord sollte erst das ebenfalls gehypte, jedoch mit deutlich weniger Erfolg gesegnete Spiel Super Mario Run ablösen.


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Pokémon Go 2020: Erstmals eine Milliarde US-Dollar Umsatz

Und auch beim Spiele-Entwickler Niantic klingelten die Kassen. Alleine im ersten Monat hatte das Spiel 207 Millionen US-Dollar eingespielt. Bis zum Ende des Jahres 2020 ist es keinem Mobile Game – auch nicht Fortnite – gelungen, innerhalb einer Monatsfrist mehr Umsatz zu generieren.

Auf das gesamte Jahr betrachtet, war jedoch das Veröffentlichungsjahr 2016 trotz des Startbonus nicht das erfolgreichste Jahr für Pokémon Go. Das zeigt ein Blick auf die Daten von Sensor Tower:

  • 2016: 0,83 Milliarden US-Dollar
  • 2017: 0,59 Milliarden US-Dollar
  • 2018: 0,83 Milliarden US-Dollar
  • 2019: 0,90 Milliarden US-Dollar
  • 2020: 1,00 Milliarden US-Dollar

Das Interessante dabei: Die Zahlen für das Jahr 2020 inkludieren ausschließlich die Monate Januar bis Oktober. Sollte das Spiel seine Einnahmen stabil halten, könnte für Pokémon Go 2020 am Ende des Jahres eine noch höhere Rekordsumme von 1,2 Milliarden US-Dollar zu Buche stehen.

Niantic reagiert auf Corona-Bestimmungen

Für viele Menschen mag der Erfolg von Pokémon Go im Jahr 2020 überraschend kommen. Schließlich haben die verhängten Ausgangsbeschränkungen in Deutschland und vielen anderen Ländern rund um den Globus dafür gesorgt, dass die Spieler sich eben nicht allzu viel bewegen können.

Auch Multiplayer-Events wie beispielsweise Raids waren den Großteil des Jahres unmöglich. Schließlich waren größere Menschenansammlungen zu fast jedem Zeitpunkt verboten.

Um seine Spieler nicht an die Konkurrenz zu verlieren, hat Spiele-Entwickler Niantic eine Reihe neuer Features implementiert. Diese haben es den Fans von Pokémon Go ermöglicht, auch aus den eigenen vier Wänden Spaß zu haben und im Spiel voranzukommen.

Deutsche Pokémon-Go-Spieler zählen zu den Top-Spendern

Ein weiterer spannender Fakt zu fünf Jahren Pokémon Go: Deutsche Spieler zählen zu den spendabelsten der kompletten Welt. Seit dem Start im Jahr 2016 haben Deutsche umgerechnet 240 Millionen US-Dollar in das Spiel investiert. Das bedeutet im internationalen Vergleich den dritten Platz.

Nur japanische Spieler mit Ausgaben in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar und US-amerikanische Spieler mit Ausgaben in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar haben mehr Geld investiert.

Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die USA ziemlich genau vier Mal so viele Einwohner besitzt. Und Japan ist das Mutterland von Nintendo und Pokémon. Eine größere und vor allem begeisterte Fan-Base gibt es wohl rund um den Globus nicht.

Fazit zu Pokémon Go 2020

Pokémon Go hat auch im Jahr 2020 wieder einmal eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es nach wie vor zu den beliebtesten Apps der Welt zählt und seine Spieler auch im fünften Jahr noch in den Bann zieht.

Das verdeutlicht eine letzte Zahl: Während des Pokémon-Go-Fests im Jahr 2020 generierte Niantic am 25. und 26. Juli zusammen 17,5 Millionen US-Dollar. Der Tageshöchstwert vom 25. Juli 2020 (8,9 Millionen US-Dollar) wird nur vom 29. Juli 2016 überboten. Damals waren es 13,3 Millionen US-Dollar an einem Tag.

Eines steht also fest: Nicht einmal Ausgangsbeschränkungen sorgen dafür, dass diese Goldader von Niantic versiegt.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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