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Aufgaben, Fähigkeiten, Alltag: Was macht eigentlich ein Domainhändler?

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geschrieben von Christian Erxleben

Die Digitalisierung verändert unsere Arbeitswelt von Grund auf. Deshalb entstehen neue Berufsbilder. Doch was versteckt sich hinter den Bezeichnungen? Das möchten wir in „Und was machst du so?“ greifbar machen. Heute: Walter Temmer und der Beruf des Domainhändler.

Der Start in den Tag als Domainhändler

Walter, du arbeitest als selbstständiger Domainhändler. Beschreibe uns doch einmal in vier Sätzen, wie du deinen Beruf neuen Freunden erklärst.

Durch die Digitalisierung ist die Nachfrage nach Internet-Adressen sehr gestiegen. Als Domainhändler kaufe ich Internet-Adressen und verkaufe sie dann an Unternehmen oder Privatpersonen.


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Dabei geht es wie in jeder Branche darum, günstig einzukaufen und teuer zu verkaufen. Nachdem ich eine Domain gekauft habe, suche ich nach geeigneten Käufern, biete ihnen die Domain an und verkaufe sie dann natürlich auch.

Wie sieht ein normaler Tag in deinem Beruf aus?

Der Vorteil in diesem Job ist natürlich, dass du arbeiten kannst wann du willst und von wo du willst. Der Job ist rein leistungsorientiert. Wenn du schon Domains in deinem Portfolio hast, dann schaust du, ob es neue Kunden dafür gibt und kontaktierst sie. Ansonsten schaue ich natürlich, ob es interessante Domains gibt, die ich erwerben und registrieren kann.

Und womit startest du in den Tag?

Ich habe keine feste Morgenroutine, aber in der Regel arbeite ich erst einmal meine Mails und Kundenanfragen ab.

Walter Temmer, Domainhändler

Walter Temmer, Domainhändler.

Die Aufgaben als Domainhändler

Welche Aufgaben fallen in deinen Bereich?

Als Domainhändler musst du schauen, dass du gute Domains findest. Dann musst du die richtigen Kunden finden, an die du deine Domains dann weiterverkaufst.

Die Aufgaben eines Domainhändlers unterscheiden sich kaum von denen, die auch andere Händler haben. Als Domainhändler muss ich auch meine Kunden beraten, denn im Endeffekt sind Domains auch Wertanlagen.

Dadurch, dass ich nicht angestellt bin, kann ich mein Aufgaben selbst bestimmen. Die Selbstständigkeit bietet eben den Vorteil, dass ich entscheide, ob ich nun mehr Beratung übernehme, mehr in den Vertrieb gehe oder lieber mehr Zeit in den Ankauf der Domains investiere. Ich kann mich also in alle Bereiche eines Domainhändlers einsetzen.

Wie definierst und interpretierst du deinen Job als Domainhändler persönlich?

Ich vergleiche meinen Beruf gerne mit dem eines Immobilienhändlers. Als Domainhändler bin ich sozusagen der Immobilienhändler des Internets – nicht der Immobilienmakler.

Im Gegensatz zu einem Makler streiche ich nämlich die Differenz zwischen dem Verkaufspreis und dem Einkaufspreis meiner Domains selbst ein und kassiere nicht bloß nur eine kleine Vermittlungsprovision. Der Kern ist hier eben auch, dass du günstig einkaufen und teuer verkaufen musst.

Die Aufgaben und die Abläufe in der Immobilien- und der Domainbranche sind sich sehr ähnlich. Wir sorgen dafür, das Unternehmen im Internet eine Top-Lage haben – und damit auch mehr Kunden gewinnen können.

Spaß und Dankbarkeit in deinem Beruf

Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Für mich ist ein wichtiger Vorteil meines Jobs, dass ich mir die Zeit selbst einteilen kann. Außerdem kann ich von überall aus arbeiten – zum Beispiel auch an Urlaubsorten. Ich kann also im Urlaub Geld verdienen, während andere dort nur Geld ausgeben. Der Beruf Domainhändler ist kein Alltagsjob und das macht es auch so spannend.

Wofür bist du besonders dankbar?

Ich bin ein totaler Fan der Digitalisierung aber nicht unbedingt von Technik. Ich bin froh, dass ich als Domainhändler wenig mit technischen Abläufen zu tun habe. Als Domainhändler musst du in dieser Hinsicht nur wissen, wie ein PC eingeschaltet wird.


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Und wie wird man jetzt ein Domainhändler?

Insbesondere in der Digital-Branche gibt es häufig nicht mehr die klassische Ausbildung. Wie bist du zu deiner Stelle gekommen?

Angefangen hat alles Anfang meiner Zwanziger. Damals begann gerade das Zeitalter des Internets und ich bin auf eine Seite aufmerksam geworden, die freigewordene Domains angeboten hat.

Ich habe dann immer versucht, über unterschiedlichste Anbieter für Domainregistrierungen die guten freigewordenen Domains zu registrieren, war aber fast immer zu langsam. Irgendwann habe ich dann den Typen, der mir fast immer zuvorgekommen ist, um Tipps gebeten, wie ich mehr Erfolg haben kann.

Ich habe dann auch einiges von ihm gelernt, wurde aber bald noch erfolgreicher mit dem Handel und der Vermarktung von Domains. Heute bin ich Experte in dem Gebiet und handle mit Domains, die für fünf- bis sechsstellige Summen verkauft werden.

Welchen Tipp würdest du einem Neueinsteiger oder interessierten Quereinsteiger geben, der auch Domainhändler werden will?

Viele stellen mir die Frage, wann der richtige Zeitpunkt ist, um in das Geschäft einzusteigen. Darauf gibt es eine ganz einfache Antwort: Der richtige Zeitpunkt, um erfolgreich zu werden, ist immer genau jetzt.

Es gibt fast kein Risiko, da du ja auch kaum etwas investieren musst, um loszulegen. Du kannst in diesem Business fast unmöglich mehr verlieren, als du investiert hast. Suche einprägsame Domains, die für Kunden interessant sein können, und biete sie ihnen einfach an!

Vielen Dank, Walter!

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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