Social Media Wirtschaft

Elon Musk: Der (gefährliche) Börsen-Guru der Online-Community

Elon Musk, Elon Musk Smile, Elon Musk Laughing
Elon Musk macht Aktionäre glücklich. (Foto: Screenshot / YouTube)
geschrieben von Christian Erxleben

Elon Musk ist vieles: Chef von Tesla und SpaceX, der reichste Mensch der Welt, angehender Klimaretter – und jetzt auch noch ein Börsen-Guru mit Heldenpotenzial für kleine Anleger. Denn: Was Musk empfiehlt, wird gekauft – Gewinne sind quasi vorprogrammiert.

Elon Musk hat auf Twitter mehr als 43 Millionen Abonnenten. Dementsprechend viele Nutzer sehen seine Posts und dementsprechend hoch ist auch die Tragweite seiner Aussagen auf dem Kurznachrichtendienst.

Elon Musk empfiehlt Unternehmen – und die Börsenkurse explodieren

Ob sich der Chef von Tesla seiner Macht bewusst ist, wissen wir natürlich nicht. Fest steht jedoch, dass Musk regelmäßig – absichtlich oder unabsichtlich – Unternehmen auf seinem Twitter-Account lobend hervorhebt.


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Das hat dann zur Konsequenz, dass um diese Firmen ein spontaner Hype entsteht. Dieser spiegelt sich vor allem an der Börse wider. Die Aktienkurse der genannten Unternehmen steigen. Das passiert sogar dann, wenn die Firma nicht einmal an der Börse notiert ist.

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Alleine im Januar 2021 hat Elon Musk mit drei Tweets zu nächtlicher Stunde die (Aktien-)Kurse von zwei Unternehmen und einer Kryptowährung explodieren lassen. Dass das nicht immer ohne Konsequenzen für die Anleger abläuft, wird dabei auch deutlich.

1. Signal

Los ging es am 7. Januar 2021 mit zwei Wörtern: „Use Signal“, schrieb Musk in einem Tweet.

Dabei bezog sich der Tesla-Chef auf die Diskussion rund um die inzwischen in den Mai 2021 verschobenen Updates der Datenschutz-Bestimmungen bei WhatsApp. Musk wollte seinen Nutzern also nur den Messenger Signal als Alternative ans Herz legen. Das macht übrigens auch Edward Snowden.

Daraufhin suchten Anleger bei ihren Brokern panisch nach Signal-Aktien – und investierten eifrig. Der Kurs stieg von 60 Cent am 6. Januar 2021 auf 38,70 Euro am 8. Januar 2021.

Das Problem daran: Die betroffene Aktie „Signal Advance“ ist ein kleiner Experte für Medizintechnik. Der Messenger, den eigentlich alle Anleger kaufen wollten, ist nicht auf dem Börsenparkett vertreten. Das hob der Messenger Signal auch nochmal explizit in einem Tweet hervor.

2. Etsy

Weiter ging es dann am 26. Januar 2021. In einem entsprechenden Tweet schreibt Elon Musk, dass er „Etsy liebt“. Er habe dort etwas Handgestricktes für seinen Hund gekauft und sei absolut begeistert.

Die Reaktion der Anleger lies erneut nicht lange auf sich warten. War die Aktie des DIY-Marktplatzes bei Börsenschluss am 26. Januar 2021 noch 208 US-Dollar wert, schnellte der Kurs zur Eröffnung auf über 225 US-Dollar.

Allerdings war der Hype nur von kurzer Dauer. Die Investoren nahmen die Gewinne innerhalb der ersten Stunden am 27. Januar 2021 schon wieder mit, sodass sich der Aktienkurs seitdem sogar unter dem ursprünglichen Niveau bewegt.

3. Dogecoin

Und weil alter guten Dinge bekanntlich drei sind, legte Elon Musk am späten Abend des 28. Januar 2021 nochmal nach. Er postete auf Twitter ein Foto eines Hundes im roten Pullover.

Der Laie erkennt dabei natürlich nicht sofort ein Muster. Allerdings wussten die Fans und Follower von Elon Musk sofort, dass es um die digitale Kryptowährung Dogecoin ging. Der Wert der Münze wuchs innerhalb einer Tagesfrist um mehr als 420 Prozent.

Auf Twitter fragten Nutzer panisch nach, wie man (möglichst schnell) in Dogecoin investieren kann.

Das finanzielle Risiko trägt der Anleger

Alleine diese Reaktion zeigt, dass das Investment in Aktien keinesfalls frei von Risiko ist. Das gleiche gilt auch für Kryptowährungen. Im schlimmsten Fall droht den Anlegern der Totalverlust.

Deshalb sollten insbesondere junge Investoren vorsichtig mit digitalen Hypes umgehen. Wer die Funktionsweise des Marktes nicht einschätzen kann, sollte sich zuerst ausführlich über die Mechaniken der Börse informieren und nicht blind Hunderte oder Tausende Euro aufs Spiel setzen.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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