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Newsletter sind der neue Shit: Warum Facebook und Twitter jetzt einsteigen

Maria Gramsch
Facebook will auch ein Stück vom Newsletter-Kuchen. (Foto: Unsplash.com / Alex Haney)

Facebook arbeitet an einem Newsletter-Tool für unabhängige Autorinnen und Autoren. Das berichtet die New York Times. Nach Twitter ist es nun schon der zweite große Tech-Player, der sich in dem Feld ausbreiten will. Sind Newsletter der neue heiße Scheiß?

Die Software befinde sich noch in den Kinderschuhen, könnte aber schon im Sommer an den Start gehen. Sie soll eng mit Facebook verknüpft sein und Nutzerinnen und Nutzern helfen, mehr Follower zu generieren und Abonnenten-Listen zu kuratieren.

Auch die Möglichkeit, kostenpflichtige Abonnements anzubieten, soll Bestandteil der neuen Plattform werden. Damit wird das neue Newsletter-Tool von Facebook selbstverständlich auch für (deutsche) Publisher sehr interessant.

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Facebook springt auf den Newsletter-Zug auf

Erst am Dienstag hat Twitter den Kauf des niederländischen Newsletter-Diensts Revue bekanntgegeben. Das ausgegebene Ziel: Twitter soll ein besseres Zuhause für Autorinnen und Autoren werden.

Es ist also eigentlich kein Wunder, dass die Nachricht von Facebooks Newsletter-Bemühungen nicht lange auf sich warten ließ.

Was macht Newsletter für Facebook, Twitter und Co. so attraktiv?

Newsletter werden immer beliebter – und damit sind nicht nur die gemeint, die ihre Leserinnen und Leser über Schnäppchen und Angebote informieren. Auch elektronische Post, die im wahrsten Sinne des Wortes News – also Nachrichten – enthält, ist auf dem Vormarsch.

Eine Umfrage der Hamburger PR-Agentur Frau Wenk ergab zum Beispiel, dass Newsletter die wichtigste Informationsquelle für Entscheiderinnen und Entscheider sind.

53 Prozent der Befragten informieren sich über E-Mail-Newsletter, 2019 lag die Zahl noch bei 35 Prozent. Zum Vergleich: Das Business-Netzwerk Linkedin folgt erst auf Platz drei mit 40 Prozent. Der Stern von Twitter fällt von 26 auf fünf Prozent.

Vorreiter Substack

Natürlich sind die Ideen von Facebook und Twitter für ein Newsletter-Tool nicht neu – Vorreiter ist die Newsletter-Plattform Substack. Die Venture-Capital-Firma Andreessen Horowitz, die unter anderem auch in Skype, Twitter und Clubhouse investiert hat, nennt das Unternehmen „die führende Abo-Plattform für unabhängige Autoren von Newslettern“.

Substack gibt es seit 2017, im März 2020 hat das Unternehmen einen Guide veröffentlicht, wie Autorinnen und Autoren auf der Plattform Geld verdienen können.

Die Rechnung mutet einfach an: Wer mit Substack im Jahr 50.000 US-Dollar verdienen möchte, braucht 10.000 Abonnentinnen und Abonnenten. Ein jährlicher Abo-Preis von 50 US-Dollar sei gängig und in der Regel entschieden sich rund zehn Prozent der Leserinnen und Leser zu zahlen.

Facebook agiert nicht aus Nächstenliebe

Natürlich sind die großen Tech-Player immer auf der Suche, um auf neuen Wegen an Nutzerdaten und so auch an Geld zu kommen.

Oder wie Tim Cook es bei der Eröffnungs-Keynote der EU-Datenschutzkonferenz CPDP so schön zusammengefasst hat: In vielen Fällen seien die Menschen überhaupt keine Kunden mehr, sondern das Produkt, das Unternehmen an Werbungtreibende verkaufen.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.