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Warum du niemals Spam-Newsletter abbestellen solltest

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Spam-Newsletter abbestellen ist nie eine gute Idee. (Foto: Unsplash.com / Lindsey LaMont)
geschrieben von Marinela Potor

Du siehst in deinem Spam-Ordner einen Newsletter und willst diesen „vorsichtshalber“ abbestellen? Vorsicht! Das könnte unschöne Folgen haben. Wir erklären, warum du dich niemals von einem Spam-Newsletter abmelden solltest. 

Du bist eine Person, die es nicht ausstehen kann, ungelesene E-Mails im Postfach zu haben? Rote Benachrichtigungszahlen bei Facebook sind dir ein Gräuel? Und du löschst sogar die Mails in deinem Spam-Ordner? Dann solltest du bei unlauteren Spam-Newslettern besonders vorsichtig sein.

Doch nicht nur besonders ordnungsliebende Menschen, auch andere Nutzer mögen sich denken: „Ich kann Spam vermeiden, wenn ich Spam-Newsletter abbestelle.“ Das jedoch ist keine gute Idee!


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Eine Antwort ist ein Glücksfall für Spammer

Denn die gutgemeinte Tat, den Spam-Newsletter abzubestellen, könnte sich als Gefahr entpuppen. Sehr häufig verschicken Spammer nämlich E-Mails an Millionen von Adressen.

Dabei haben sie keine Ahnung, ob die Adressen stimmen, ob die Mails wirklich ankommen und ob sie dann noch die Spam-Filter umgehen können. In einer Inbox zu landen oder gar eine Antwort auf eine Spam-Mail zu erhalten, ist daher der ultimative Glücksfall.

Darum verschicken Spammer auch so viele E-Mails. Denn sie hoffen, dass irgendeine davon vom Empfänger geöffnet wird. Und genau hier liegt das Problem beim Abbestellen von Spam-Newslettern.

Jede Interaktion mit einem Spam-Newsletter ist potenzielle Gefahr

Denn mit dem aktiven Abbestellen, schickst du eine Nachricht an die Absender. Damit wissen sie garantiert: Die E-Mail-Adresse funktioniert. Du bestätigst also, dass sie einen Volltreffer gelandet haben.

Gleichzeitig werden sie aufgrund dessen wahrscheinlich weiterhin versuchen dich zu kontaktieren. Denn: Sie vermuten nun ein naives oder Internet-unerfahrenes Opfer. Wer sonst antwortet auf Spam?

Die Spammer könnten dich kontaktieren, um dir unnötige Produkte oder lästige Versicherungen aufzudrängen. Das ist noch der harmloseste Fall.

Gefährlicher wird es, wenn hinter den Spammern waschechte Internetbetrüger stecken, die dir dann über weitere E-Mails Malware auf den Computer schicken wollen.

Wenn du einmal auf ihre Mails reagierst, stehen die Chancen für die Betrüger zudem auch besser, beim nächsten Mal den Spam-Filter zu umgehen. Schließlich könnte dein E-Mail-Programm nun denken, dass dies ein vertrauenswürdiger Kontakt ist, weil du ja geantwortet hast.

Oder – auch das wäre theoretisch denkbar, wenn auch wohl nicht sehr wahrscheinlich – der Link zum Abbestellen des Spam-Newsletters selbst könnte eine Malware-Falle sein, mit der du dir Viren oder einen Trojaner aufs Gerät holst.

Darum solltest du am besten die Finger von sämtlichen Spam-Mails lassen und schon gar nicht darauf antworten, auch wenn du damit nur einen Spam-Newsletter abbestellen willst.

So schützt du dich vor Spam

Die meisten Internetnutzer wissen mittlerweile, dass sie auf verdächtige Links in E-Mails nicht klicken sollten. Doch selbst so harmlose Aktionen, wie einen Spam-Newsletter abbestellen, können schädlich enden.

Was aber, wenn der Newsletter gar nicht im Spam landet, sondern im Posteingang? Dann gelten auch hier die üblichen Regeln.

  • Klicke nie auf Links in E-Mails von Absendern, die du nicht kennst. Dazu gehört eben auch der Link zum Abbestellen. Sogar das Bundeskriminalamt rät: Antworte nicht auf Spam-Mails!
  • Wenn es vermeintlich offizielle Mails von Amazon, Paypal und Co. sind: Logge dich über ein separates Fenster in das jeweilige Konto ein und prüfe, ob du auch hier eine Warnmeldung hast. Falls nicht, ignoriere die E-Mail und markiere sie als „Spam“.
  • Wenn du dich aus irgendwelchen Gründen häufig online mit einer E-Mail-Adresse anmelden musst, lege dir dafür ein gesondertes „Müll-Mail-Konto“ an. Dann kannst du alle Mails hier getrost ignorieren und schützt damit dein reguläres E-Mail-Konto.

Das ist natürlich keine Garantie, dass du keine Spam-Mails mehr bekommst, aber das Risiko ist geringer.

Reguläre Newsletter kannst du weiterhin getrost abbestellen

Wohlgemerkt, der reguläre Newsletter, der bei dir landet, weil du online mal irgendwo deine E-Mail-Adresse angegeben hast, ist damit nicht gemeint.

Diese Nachrichten mögen zwar auch nervig oder unerwünscht sein. Doch sie verursachen keine Schäden auf deinem Gerät und die Absender haben normalerweise keine unlauteren Absichten.

Diese Newsletter kannst du natürlich weiterhin getrost abbestellen. In dem Fall ist das sogar ratsam. Denn damit entrümpelst du dein Postfach, sparst den Absendern Arbeit und machst deinen Internet-Alltag übersichtlicher und stressfreier. Gleichzeitig vermeidest du damit unnötigen E-Mail-Verkehr und schonst damit sogar die Umwelt.

Bist du dir unsicher, ob es ein legitimer Newsletter ist oder nicht, gilt: in den Spam-Ordner schicken und ignorieren. Sicher ist sicher!

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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