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Google Ads: Darum erlaubt Google plötzlich wieder politische Werbung

Marinela Potor
Google will Sperre für politische Anzeigen wieder aufheben. (Foto: Unsplash.com / Rajeshwar Bachu)

Nach den Angriffen auf das US-Kapitol hatten Facebook und Google politische Werbung verboten, um die Verbreitung von Falschmeldungen zu stoppen. Doch nun sind politische Google Ads angeblich wieder erlaubt. Was bedeutet das für die Verbreitung von Fake News?

Die Angriffe auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 haben das Land vorübergehend in den Ausnahmezustand versetzt, allen voran das Internet

Social-Media-Netzwerke wie Parler, die besonders bei rechten politischen Kreisen beliebt sind, wurden zeitweilig ausgeschaltet. Twitter blockierte das Konto des damaligen Noch-Präsidenten Donald Trump. Facebook und Google wiederum beschlossen, politische Anzeigen vorerst nicht mehr zu erlauben.

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Bei Google Ads trat am 13. Januar eine besondere Version der „Sensitive-Events-Richtlinien“ in Kraft, bei der bestimmte politische Werbung nicht mehr als Anzeige geschaltet werden durfte.

Diese Sperre hat Google Ads nun aufgehoben. Das berichtet das Onlinemagazin Axios und beruft sich dabei auf eine E-Mail, die das Magazin erhalten habe. Demnach dürfen ab dem morgigen Mittwoch wieder politische Anzeigen bei Google Ads erscheinen.

Diese Werbung war bei Google Ads verboten

Die Anzeigensperre bezog sich ganz spezifisch auf Anzeigen, die sich auf Kandidaten, die US-Wahl und deren Ausgang, die Amtseinführung von Joe Biden, das Amtsenthebungsverfahren von Trump sowie auf Gewalt rund um die Kapitol-Angriffe bezogen.

Am Montag (22. Februar 2021) schickte Google aber nach Informationen von Axios eine E-Mail an seine Anzeigenkunden heraus, die zeigt: Die Anzeigensperre ist vorbei.

In der E-Mail schreibt Google angeblich, dass ab Mittwoch alle politischen Anzeigen wieder erlaubt seien.

So können Kunden Anzeigen bei Google Ads schalten

Um einen Anzeigenplatz zu kaufen, müssen Kunden ab sofort das „Appeals-Tool“ im Portal von Google Ads nutzen, um ihre Anzeigen überprüfen zu lassen.

Stimmen diese Anzeigen mit den aktuellen Richtlinien überein, werden Prüfer die Anzeige bewilligen und Google spielt dann die Anzeige für Nutzer ab.

Google und Facebook sind die beiden größten digitalen Plattformen für politische Anzeigen. Angesichts ihrer Anzeigensperre, spülten Anzeigenkunden ihre Werbung anderen Plattformen zu, wie etwa auf Smart-TVs. Republikaner schalteten beispielsweise zur Senat-Stichwahl in Georgia Anzeigen bei Hulu.

Sehen wir jetzt weniger Fake News?

Auf diesen Plattformen sind die Kontrollen der Anzeigeninhalte allerdings nicht so strikt wie bei Google und Facebook. In gewisser Hinsicht sind Nutzer besser gegen Falschmeldungen geschützt, wenn die Google und Facebook die Inhalte vorab prüfen.

Andererseits handelt Google nicht ganz selbstlos. Anzeigen zu sperren bringt schließlich auch Einnahmeverluste mit sich.

Facebook hat seine Anzeigensperre bislang noch nicht aufgehoben. Es wird daher spannend zu sehen, wie lange der Google-Konkurrent nun seine Sperre noch aufrecht erhalten wird.

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Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.