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Nextmarkets: Löst dieser Neobroker bald Trade Republic ab?

Börse, Aktien, Handeln, Schreibtisch, Kaffee
Nextmarkets ist ein junger Neobroker, der hoch hinaus will. (Foto: Pixabay.com / thf_trader)
geschrieben von Marinela Potor

Nextmarkets ist ein Kölner Start-up, das mit seiner Handels-App anderen Neobrokern wie Trade Republic oder Scalable Capital Konkurrenz machen will. Wir stellen dir das Start-up genauer vor. 

Broker-Apps für Privatanleger werden derzeit heiß gehandelt. Kein Wunder, wenn man sich Erfolge von Unternehmen wie Robinhood, Webull oder auch Trade Republic anschaut.

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Nextmarkets startete mit Börsencoaches für Anleger

Das neueste Beispiel ist Nextmarkets aus Köln.

Ganz so neu ist das Start-up tatsächlich nicht. Immerhin startete Nextmarkets bereits 2014. Dahinter stecken die beiden Brüder Manuel und Dominic Heyden. Ihre Idee war zunächst, Börsencoaches mit interessierten Privatanlegerinnen und Privatanlegern über eine App zu verbinden.

So sollten die Coaches nachmachbare Investitionsstrategien verbreiten.

Doch seitdem hat sich Nextmarkets weiterentwickelt. Nach eigenen Angaben gibt es nun neben den Coaches auch 7.000 Aktien sowie 1.000 ETFs auf der App, die Anlegerinnen und Anleger gebührenfrei handeln können.

Ein weiteres Produkt sind Contracts for Difference, mit dem sich Aktien per Hebel traden lassen. Und schließlich finden sich auch zwölf Prozent physische Aktien im Nextmarkets-Portfolio. Insbesondere der Anteil dieser Aktien verdoppele sich im Moment „von Monat zu Monat“, verriet das Start-up Finance Fwd.

Mit diesem gemischten Produktpaket will sich Nextmarkets von den Mitbewerbern abheben. Kein Wunder, die Konkurrenz ist schließlich groß. Viele Neobroker sind derzeit auf dem Markt und hoffen darauf, das europäische Robinhood zu werden.

Klein, aber wachsend

So hat sich das Kölner Start-up auch schon außerhalb von Deutschland positioniert. Über eine Tochtergesellschaft ist Nextmarkets auf Malta als Wertpapierhandelsbank und Portfolio-Manager lizenziert. Somit kann das Unternehmen seine Produkte in ganz Europa anbieten.

Deshalb ist Nextmarkets bereits in Frankreich, dem Vereinigten Königreich sowie in Österreich aktiv.

Dennoch ist das Start-up im direkten Vergleich noch ein kleiner Player. App-Analyst Airnow schätzt, dass Nextmarkets bislang 213.000 Mal heruntergeladen wurde. Zum Vergleich: Scalable Capital verzeichnet 761.000 Downloads und Trade Republic 1,4 Millionen.

Dennoch hat der kleine Neobroker schon Interesse bei Investoren wecken können. Gerade sammelte das Unternehmen in einer Finanzierungsrunde 30 Millionen US-Dollar ein.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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