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Apple will bis 2030 ein klimaneutrales iPhone produzieren

Maria Gramsch
Apple will den Personalausweis aufs iPhone bringen. (Foto: Unsplash.com / Youssef Sarhan)

Apple will bis 2030 ein klimaneutrales iPhone verkaufen und dafür die gesamte Lieferkette CO2-neutral gestalten. Dafür investiert der Konzern nun 200 Millionen US-Dollar in einen Umweltfonds. Die Hintergründe.

Bis 2030 will Apple seine komplette Lieferkette klimaneutral gestalten. Dabei sollen 75 Prozent der Emissionen entfallen. Die restlichen 25 Prozent will der iPhone-Konzern unter anderem mit Aufforstung kompensieren.

„Die Natur bietet einige der besten Prozesse, um Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu entfernen. Wälder, Feuchtgebiete und Graslandschaften entziehen der Atmosphäre Kohlenstoff und binden ihn dauerhaft in ihren Böden, Wurzeln und Ästen“, wird Apples Umwelt-Chefin Lisa Jackson in der Mitteilung des Konzerns zitiert.

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Apples Weg zum klimaneutralen iPhone

Apple selbst arbeitet inzwischen dank erneuerbaren Energien seit rund einem Jahr klimaneutral. Das Problem liegt jedoch bei den Produzenten und Zulieferern. Hier entstehen mehr als drei Viertel der gesamten von Apple verursachten CO2-Emissionen.

Apple hat sich zum Ziel gesetzt, jedes Jahr eine Million Tonnen CO2 aus der Atmosphäre zu extrahieren. Das ist laut Apple so viel wie knapp 200.000 Autos verbrauchen.

Bei der Realisierung dieses ambitionierten Klima-Ziels soll ein Umweltfonds helfen. Das Investment beträgt 200 Millionen US-Dollar, die in Kompensationslösungen fließen sollen. Dabei will Apple vor allem die Entwicklung naturbasierter Lösungen beschleunigen.

Unterstützt wird der Konzern aus Cupertino bei seinem Fonds von der US-NPO Conservation International, die sich für den Erhalt der weltweiten Biodiversität einsetzt. Dabei übernimmt Goldman Sachs die Verwaltung des Fonds.

Der Fonds soll natürlich auch Geld abwerfen, sagt Umweltchefin Lisa Jackson: „Andernfalls ist es nur Liebhaberei. Und das ist nett, aber es verändert nicht die Wirtschaft und die Welt.“

Apple nimmt seine Lieferanten in die Pflicht

Inzwischen haben sich laut Lisa Jackson bereits 110 von Apples Zulieferern dem Ziel der Klimaneutralität bis 2030 angeschlossen. Dabei steht vor allem der Umstieg auf erneuerbare Energiequellen im Fokus.

Das ausgesprochene Ziel: Eines Tages will Apple nur noch Produkte verkaufen, die aus recycelten oder nachwachsenden Rohstoffen bestehen. Dazu gehört dann eben auch ein klimaneutrales iPhone.

Hierfür ist besonders die Rückgewinnung der in Smartphones verbauten seltenen Erden wichtig. Daran arbeiten seit dem Jahr 2018 Roboter in Austin und in Rotterdam. Die Roboter Daisy und Dave können alte iPhones zerlegen und so unter anderem Stahl, Wolfram und Metalle der seltenen Erden zurückgewinnen.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.