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Die Höhle der Löwen: 8 Fragen an den Gründer von Winemaster

Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel, Georg Kofler, Winemaster Bottle
Die "Löwen" (von links) Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel und Georg Kofler nehmen die "Winemaster Bottle" von Hubert Koch (2. von rechts) genau unter die Lupe. (Foto: TV Now / Bernd-Michael Maurer)
geschrieben von Christian Erxleben

In diesem Fragebogen stellen wir Gründern und Teilnehmern der Vox-TV-Gründer-Show „Die Höhle der Löwen“, richtig geraten, Fragen zu ihrem Produkt und ihren Erfindungen mit der Show. Diesmal: Hubert Koch von Winemaster.

Stelle unseren Lesern dein Produkt kurz vor.

Das Produkt, das ich entwickelt habe, ist eine Aromaschutz-Flasche für Weine, da diese in geöffneten Flaschen nicht lange haltbar sind. Man füllt die Weine in meine Aromaschutz-Flasche um, kann der Flasche den Sauerstoff entziehen und so eine Oxidation des Weins verhindern. So können sie länger aufbewahrt werden – und ohne Sorge, dass der Wein schnell ungenießbar wird.


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Die Idee zu Winemaster

Wie bist du auf die Idee zu Winemaster gekommen?

Meine Idee ist schon vor ein paar Jahren entstanden. Ich habe mich immer darüber geärgert, dass Weine aus angebrochenen Flaschen nach wenigen Tagen geschmacklich schon sehr stark abbauen. Es gibt und gab natürlich Lösungen am Markt. Aber keine hat mich wirklich überzeugt.

Entweder waren diese sehr teuer, nicht nachhaltig oder der Wein schmeckte mir dennoch nach ein paar Tagen nicht mehr. Außerdem hat mich immer geärgert, dass so geschützter Wein im Kühlschrank nur stehend aufbewahrt werden darf.

Also habe ich mich auf den Weg gemacht und selbst eine Lösung entwickelt. Daraus ist die Winemaster Aromaschutz-Flasche entstanden.

Der Weg von Winemaster zu DHDL und der Pitch

Wie bist du zu „Die Höhle der Löwen“ gekommen?

Als Produktdesigner war ich in den meisten Fällen nur in „Projekte“ involviert. Da entfällt in der Regel die Suche nach Endkunden. Als ich vor einigen Jahren meinen Weinhandel aufgemacht habe, musste ich mich erst einmal damit vertraut machen, was es bedeutet, Kunden-Akquise zu betreiben.

Durch Zufall sah ich dann im Jahr 2016 die Sendung „Die Höhle der Löwen“. Da war für mich sofort klar: Da will ich rein. Es hat dann allerdings noch einige Jahre gedauert, dieses Ziel wirklich zu erreichen.

Ein gutes Produkt ist nur ein Teil eines Puzzles. Zum Erfolg gehört weit mehr. Ich wusste, ohne die Unterstützung eines Löwen werde ich es kaum schaffen, aus meiner Idee etwas Großes zu machen. Daher bin ich heilfroh, dass ich es in die Sendung geschafft habe.

Kurz vor deinem Pitch: Was ging in dir vor?

Die Vorbereitung war schon eine Tortur. Meine Frau ist fast verzweifelt. Manchmal bin ich mitten in der Nacht, wie von der Tarantel gestochen, aufgesprungen und hatte eine Idee für meinen Auftritt. Auch einige schlaflose Nächte waren dabei.

Wenn man so viel Geld und Energie in ein Projekt investiert, möchte man auch beim Pitch alles richtig machen. Mir war klar, dass eine gute Vorbereitung entscheidend ist, wenn ich vor den Löwen stehe.

Durch intensive Recherche zu meinem Produktumfeld, Markt, Chancen und Risiken, sowie den ganzen Zahlen meines eigenen Business fühlte ich mich sehr gut vorbereitet.

Wie liefen die Verhandlungen?

Die Verhandlungen mit den Löwen waren nicht so hart, wie ich mir das ausgemalt hatte. Am meisten Angst hatte ich vor Georg Kofler. Ich hatte in einer Sendung gesehen, wie er einen Gründer zerfleischt hat, um das in Löwensprache zu übersetzen. Es gab fachliche Diskussionen, aber ich hatte das Gefühl, alle haben der Idee ein gutes Erfolgs-Potenzial zugetraut.

Die nächsten Schritte für Winemaster

Was ist seit der Aufzeichnung passiert?

Es gab viel zu tun, beginnend im Produktmanagement rund um die finale Produktion der Winemaster Aromaschutz-Flasche. Wir wollten bis zur Ausstrahlung des Deals alles bestmöglich vorbereiten.

Das Team von Ralf hat richtig Gas gegeben. Ich hatte manchmal fast das Gefühl, dass ich nicht so schnell hinterher komme – die haben ein irres Tempo vorgegeben.

Kurz vor der Ausstrahlung war die Aufregung groß – trotz der guten Vorbereitung. Telefonate, Meetings bei Zoom und Co.: Eine Hektik, die so gar nicht zu einem Weinhändler passt. Aber ich denke, ich habe gut Schritt halten können.

Die nächsten Schritte für Winemaster?

Nun, meine Winemaster Aromaschutz-Flasche findet sich in einem Markt wieder, der allein in Deutschland eine Größe von ungefähr 45 Millionen Kund:innen hat. Ich sehe eine gute Chance, mit dem richtigen Marketing-Konzept viele dieser Weintrinker von meiner Idee zu überzeugen.

Mit Ralf an meiner Seite möchte ich in Deutschland eine Marktdurchdringung von 2,5 Prozent erreichen. Wenn man sich auf Europa bezieht, wo man mit etwa 70 Millionen zusätzlicher potenzieller Kunden rechnen kann, wäre mein Wunschziel in fünf Jahren einen Marktanteil von einem Prozent zu erreichen.

Der Plan ist, im nächsten und übernächsten Jahr auch für weitere Lebensmittelbereiche clevere Produkte für längere Haltbarkeit nach dem System der Winemaster Aromaschutz-Flasche zu entwickeln.

Wie bewertest du rückblickend die bisherige Erfahrung „Die Höhle der Löwen“ für dich persönlich und für dein Produkt?

Wenn alles zusammenpasst, gibt es keine vergleichbare Plattform, die eine derart große mediale Aufmerksamkeit bietet. Auf allen medialen Kanälen wird über das Format, die Löwen, die Gründer und ihr Produkt berichtet. Mehr Aufmerksamkeit geht nicht.

Persönlich hat mich die sehr gute Zusammenarbeit mit meinem Löwen Ralf Dümmel und seinem Team beeindruckt. Im Moment ist das alles noch etwas surreal. Ich kann manchmal noch gar nicht fassen, was seitdem alles passiert ist. Vielleicht werde ich dazu mit etwas Abstand mehr sagen können.

Vielen Dank für das Gespräch.


→ Winemaster gibt es hier zu kaufen.


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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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