Google, Logo

Zu viel Macht? Darum schaut das Bundeskartellamt jetzt Google auf die Finger

Marinela Potor
Bundeskartellamt leitet Verfahren gegen Google ein. (Foto: Unsplash.com / Alex Dudar)

Ist Google zu mächtig? Das will das Bundeskartellamt nun prüfen. Dazu hat das Bundeskartellamt zwei Verfahren gegen Google eingeleitet. Das steckt dahinter.

Das „Bundeskartellamt prüft marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb und Konditionen zur Datenverarbeitung.“ Unter diesem Titel hat das Bundeskartellamt am heutigen Dienstag gleich zwei Verfahren gegen Google eingeleitet.

Die Verfahren richten sich gegen Google Germany, Google Ireland und den Mutterkonzern Alphabet.

UPDATE Newsletter BASIC thinking

Du willst nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 Vordenker bekommen jeden Tag die wichtigsten News direkt in die Inbox und sichern sich ihren Vorsprung.

Nur für kurze Zeit: Anmelden und mit etwas Glück 50€ Amazon-Guthaben gewinnen!

Mit deiner Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzerklärung. Beim Gewinnspiel gelten die AGB.

Damit will die Behörde zum einen prüfen, ob Google als Digitalkonzern zu mächtig ist und einen Wettbewerbsvorteil hat. Im zweiten Verfahren geht es um die Frage, ob die Daten, die Google von seinen Nutzer:innen sammelt, zu einem unfairen Vorteil gegenüber Konkurrenten führen.

Bundeskartellamt vs. Google: Das sind die Vorwürfe

Das Kartellamt basiert seine Vorwürfe auf die neuen Vorschriften zu Digitalkonzernen, die seit Januar 2021 gelten.

Demnach kann die Behörde Tech-Unternehmen wettbewerbsgefährdende Praktiken verbieten, wenn die jeweiligen Unternehmen eine „überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb“ haben.

Zu viel Marktmacht bei Google?

Ob dies bei Google vorliegt, will das Bundeskartellamt in dem ersten Verfahren klären, sagt Präsident Andreas Mundt.

Aufgrund der Vielzahl an digitalen Diensten wie der Suchmaschine, YouTube, Maps, dem Betriebssystem Android oder dem Browser Chrome kommt bei Google eine überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb in Betracht.

Im zweiten Verfahren geht es um die Datenmacht von Google.

Wie viel Wahl haben User wirklich?

Denn schließlich baue das Geschäftsmodell von Google darauf auf, Daten seiner Nutzer:innen nicht nur zu sammeln, sondern diese auch unternehmerisch zu nutzen, zum Beispiel für Werbezwecke.

Das Bundeskartellamt glaubt daher, dass Google hier einen strategischen Vorteil gegenüber der Konkurrenz habe.

„Wir werden uns deshalb die Datenverarbeitungskonditionen sehr genau ansehen. Eine zentrale Frage ist dabei, ob Verbraucherinnen und Verbraucher ausreichende Wahlmöglichkeiten zur Nutzung ihrer Daten durch Google haben, wenn sie Google-Dienste verwenden wollen“, sagt Mundt.

Zwar können Anwender:innen die Privatsphären-Einstellungen sowie die Datensammlung personalisieren.

Doch das Bundeskartellamt will klären, ob die Nutzer:innen damit wirklich genug Auswahlmöglichkeiten haben, ob dies tatsächlich ausreicht und inwiefern diese Auswahl auch für die Datensammel-Aktivitäten von Drittanbietern auf Google-Diensten gilt.

Kein Zwang Google zu nutzen

Nach Facebook und Amazon ist Google nun der dritte große Digitalkonzern, den das Bundeskartellamt unter dem neuen Digitalisierungsgesetz unter die Lupe nimmt.

Google wiederum bestreitet die Vorwürfe. So sagte ein Sprecher, dass Menschen die Google-Angebote nutzten, weil sie hilfreich seien und nicht, weil sie dazu gezwungen würden oder es keine Alternativen gäbe.

„Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland haben bei Online-Diensten eine riesige Auswahl“, heißt es von Google. „Wir geben Menschen einfache Kontroll-Möglichkeiten, wie ihre Informationen verwendet werden, und wir begrenzen die Verwendung von persönlichen Daten.“

Auch interessant:

Du möchtest nicht abgehängt werden, wenn es um KI, Green Tech und die Tech-Themen von Morgen geht? Über 12.000 smarte Leser bekommen jeden Tag UPDATE, unser Tech-Briefing mit den wichtigsten News des Tages – und sichern sich damit ihren Vorsprung. Hier kannst du dich kostenlos anmelden.

STELLENANZEIGEN
Openstack Engineer (m/f/d)
CompuGroup Medical SE & Co. KGaA in Koblenz
Digital Marketing Manager (m/w/d) Social Medi...
Dr. Meyer & Meyer-Peteaux New Media Compa... in Rastede
Content Creator (m/w/d)
Leave PCOS GmbH in Erbach
Trainee Digital Strategy & New Business (...
TERRITORY MEDIA GmbH in München
Social Media Manager (m/w/d)
SIENA Living GmbH & Co . KG in Münster
Social Media Manager:in (gn) – befristet auf ...
Handelsblatt GmbH in Düsseldorf
PR Trainee / Volontariat Social Media und Med...
TÜV-Verband e.V. in Berlin
Sachbearbeitung (m/w/d) Community Management
Dirk Rossmann GmbH in Isernhagen/Altwarmbüchen
Teile diesen Artikel
Folgen:
Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt.