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Was sind eigentlich Altcoins?

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Unsplash.com / Executium
geschrieben von Christian Erxleben

Kryptowährungen werden für immer mehr deutsche Anleger:innen spannend. Doch vor einem voreiligen Investment solltest du die Grundlagen kennen. Diese klären wir in „Krypto-Buzzwords unchained“. Heute: Was sind eigentlich Altcoins?

Was sind Altcoins?

Auch wenn viele User beim ersten Hören instinktiv an das Alter denken, hat der Begriff der Altcoins nichts damit zu tun. Vielmehr verbirgt sich dahinter eine Kombination der Wörter „Alternative“ und „Bitcoin“.

Oder anders ausgedrückt: Ein Altcoin ist eine Alternative zum Bitcoin. Somit sind alle Kryptowährungen, die nach der Gründung des Bitcoin im Jahr 2009 auf den Markt gekommen sind, Altcoins.


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Wie viele Altcoins gibt es?

Diese Frage lässt sich konkret nur schwer beantworten. Schließlich entstehen einerseits regelmäßig neue Kryptowährungen wie beispielsweise Chia.

Andererseits verschwinden Kryptowährungen, weil sie schlichtweg nicht mehr gehandelt werden. Als gescheitert gilt eine Kryptowährung übrigens dann, wenn sich das tägliche Handelsvolumen bei unter einem Cent bewegt.

Schätzungen zu Folge gab es jedoch zu Beginn des Jahres 2021 ungefähr 6.000 Alternativen zum Bitcoin.

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Warum gibt es Altcoins überhaupt?

Die Gründe für die Suche nach Herausforderern für den Bitcoin liegt wohl in der Natur des Menschen. Da der Bitcoin mit über 50 Prozent Marktanteil die Kryptowährungen deutlich dominiert, liegt ein Interesse der Alternativen daran, diese Dominanz zu brechen. Das gelingt auch teilweise.

Ein anderer Ansatz für die Gründe neuer Kryptowährungen liegt im Wunsch, Kryptowährungen „besser“ zu machen. So wird der Bitcoin beispielsweise (berechtigterweise) für den hohen Energiebedarf kritisiert, der beim Mining mit dem „Proof of Work“-Konzept entsteht.

Dementsprechend verfolgen Altcoins die unterschiedlichsten Ziele. Manche konzentrieren sich darauf, weniger Energie zu verbrauchen. Andere verstehen sich als reine Wertanlage, die sogar an Börsen gehandelt werden. Und wieder andere Kryptowährungen setzen auf Privatsphäre, Geschwindigkeit oder Spaß.

Welche bekannten Altcoins gibt es?

Wie bereits angedeutet, ist die Liste der Altcoins sehr lang. Dementsprechend schwer fällt es einige Namen herauszugreifen. Trotzdem genügt ein Blick auf die größten Kryptowährungen der Welt, um einige Alternativen zum Bitcoin zu entdecken:

  • Litecoin
  • Ethereum
  • Tether
  • Ripple
  • Bitcoin Cash
  • Cardano
  • Dash
  • Dogecoin
  • Monero

Die bekannteste und größte Alternative zum Bitcoin ist Ethereum. Die Kryptowährung gibt es seit 2015 und kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von knapp 40 Milliarden US-Dollar. Das entspricht elf Prozent.

Zum Vergleich: Bitcoin kommt auf eine Marktkapitalisierung von knapp 200 Milliarden US-Dollar.

Doch der Marktanteil von Ethereum könnte noch weiter steigen. Schließlich stellen die Erfinder aktuell das Konsensmodell vom energie-intensiven „Proof of Work“ auf den „Proof of Stake“ um. Sobald der Prozess abgeschlossen ist, gibt es also eine große Alternative, die in der Theorie zumindest besser für die Umwelt ist.

Wie heißt der älteste Altcoin?

Der erste Altcoin der Geschichte ist der Namecoin. Er wurde im April 2011 eingeführt und setzte sich für mehr Privatsphäre ein, indem die Domains der Nutzenden verschleiert worden sind. Die daraus resultierende Anonymität sollte einen Vorteil zum Bitcoin darstellen.

Tatsächlich existiert der Namecoin auch heute noch. Im Juni 2021 liegt der Kurs ungefähr bei 1,20 US-Dollar. Im Vergleich zu den mehr als 30.000 US-Dollar, die ein Bitcoin kostet, ist das natürlich sehr wenig.

Nichtsdestotrotz kommt der Namecoin noch immer auf eine Marktkapitalisierung von fast 20 Millionen US-Dollar. Das ist – insbesondere mit dem Blick auf das Alter der Kryptowährung – ein beachtlicher Wert.

Fazit

Altcoins an sich sind schwer zu definieren, da sie sich in so vielen Bereichen unterscheiden. Der Grundgedanke, eine bessere Alternative zum Bitcoin zu erschaffen, ist jedoch auch nach einem Jahrzehnt noch sehr löblich. Alleine aufgrund des möglichen Profits wird die Suche nach Alternativen auch nicht enden.

Nichtsdestotrotz gibt es zumindest einen indirekten Zusammenhang zum Bitcoin. Aufgrund der großen Marktdominanz des Bitcoin sind die allermeisten Kryptowährungen abhängig von der Entwicklung des Bitcoin. Steigt der Bitcoin, steigen auch andere Kryptowährungen. Fällt der Bitcoin, fällt auch der Rest.

Natürlich bestätigen Ausnahmen die Regel. Allerdings zeigt sich, dass weite Teile der Gesellschaft Kryptowährungen mit dem Bitcoin gleichstellen. Falls also der Bitcoin an Relevanz verliert, zieht das alle Kryptowährungen vermutlich mit in den Abgrund.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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