BT

Forscher:innen entwickeln Algorithmus zur Vorhersage von Terrorismus

geschrieben von Felix Baumann

Algorithmen zeigen schon heute, inwieweit Technologie unseren Alltag bereichern kann. Live-Auskünfte in Verkehrsverbünden, die App für die schnellste Route zur Großmutter nach Cloppenburg oder aber eine schöne Zusammenstellung der Bilder des letzten Jahres, einige Dinge möchte man am liebsten gar nicht mehr aus seinem Alltag streichen. Forscher:innen demonstrieren nun, dass sich auch Terrorangriffe voraussagen lassen könnten.

Dabei hat der von den Wissenschaftler:innen untersuchte Algorithmus auch einige Schwächen und kann nicht alle Arten von Angriffen abdecken. Ereignisse, die sporadisch auftreten, bleiben weiterhin schwer vorherzusagen, in Regionen, in denen Terrorismus häufiger auftritt, könnte der Computer aber einen Unterschied ausmachen.

[mg_blockquote cite=“Definition des Begriffes ‚Terrorismus‘ in der Studie“]We define terrorism as politically motivated attacks outside legitimate warfare (i.e., targeting noncombatants) perpetrated by non-state actors to communicate to a wider audience.[/mg_blockquote]

Dabei bezieht der Algorithmus einige Faktoren ein. Neben der Nähe zu internationalen Grenzen spielt auch die Bevölkerungsdichte eine Rolle. Denn gerade in weniger besiedelten Gebieten kommt es häufiger zu Angriffen, was auch der Präsenz von Sicherheitskräften geschuldet ist.

Ebenfalls in diesem Kontext interessant ist, dass in Gebieten mit starkem Terrorismus (beispielsweise Südostasien) die Wahrscheinlichkeit einer Folgeattacke nach einem Angriff in den folgenden 200 Wochen steigt. In sichereren Gebieten (beispielsweise Russland) steigt die Wahrscheinlichkeit die nächsten 400 Wochen.

Mit Daten lassen sich bereits heute viele Vorhersagen treffen

All diese Faktoren sorgen dafür, dass der Computer weiteren Terrorattacken im Weg stehen könnte. Wird nämlich für ein Gebiet ein hohes Risiko berechnet, könnten Sicherheitskräfte dort wachsamer sein und mehr Präsenz zeigen. Trotzdem bleibt abzuwarten, inwieweit die Forschungsergebnisse Leben retten können.

Eigene Meinung

Dass Maschinen unser Leben erleichtern und auch für deutlich mehr Sicherheit sorgen können, ist schon länger bekannt. Wichtig bei solchen Forschungen ist nur, dass sich die Ergebnisse auch in der Praxis wiederholen lassen. Denn meist zeigt die Überwachung per Technologie auch einige Schwächen, ein jüngeres Beispiel ist die Gesichtserkennung am Bahnhof Berlin Südkreuz.

Via The Next Web

Werbung

Über den Autor

Felix Baumann

Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei Basic Thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in Basic Thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.