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Apple fragt künftig bei eigenen Apps um Tracking-Zustimmung

Maria Gramsch
Unsplash.com / jamesyarema

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Der Druck auf die großen Tech-Konzerne erhöht sich von allen Seiten – sei es von Wettbewerbshüter:innen oder Datenschützer:innen. Nun hat Apple unter anderem beim Tracking in eigenen Apps eingelenkt. Auch App-Entwickler haben Grund zur Freude.

Erst vor wenigen Wochen hat die US-Kartellbehörde erneut Monopolklage gegen Facebook eingereicht. Das Ziel: Die Zerschlagung des Konzerns mit seinen Töchtern WhatsApp und Instagram.

Und auch für Apple wird die Luft immer dünner. Zuletzt sorgte der Konzern mit seinen neuen Einstellungen für Werbe-Tracking für Wirbel. Nun hat der iPhone-Hersteller aber offenbar eingelenkt.

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Die Kehrtwende beim Apple Tracking

Mit der Einführung von iOS 14 hat Apple auf seinen Geräten eine besondere Neuerung eingeführt. Bei dem Upgrade auf das neue Betriebssystem wurden das Tracking und die Datenübermittlung persönlicher Nutzerdaten stark eingeschränkt.

Apps von Drittanbietern müssen seitdem bei ihren Nutzer:innen nachfragen, ob sie das App-Tracking erlauben oder ablehnen. Das Ziel: Den Nutzer:innen soll so mehr Datenschutz geboten werden.

Doch die Änderung von Apple hatte für viele App-Anbieter einen faden Beigeschmack. Denn während externe Apps um die Zustimmung der Nutzer:innen bitten mussten, hat Apple die Einstellung für eigene Apps nicht übernommen.

Ab iOS 15: Apple bittet in eigenen Apps um Tracking-Erlaubnis

Das könnte sich nun mit der Einführung von iOS 15 aber ändern, wie 9to5mac berichtet.

In der Beta-Version des neuen Betriebssystems erscheint nun beim Öffnen des App Stores ein Pop-up mit der Nachfrage, ob Nutzer:innen das Tracking für personalisierte Werbung in den Apps von Apple zulassen wollen oder nicht.

Bisher war die Zustimmung voreingestellt, eine explizite Nachfrage durch Apple gab es nicht.

Apple Tracking verstößt gegen die DSGVO

Doch nicht nur Drittanbieter von Apps haben Beschwerde gegen Apples Tracking-Einstellungen angeführt.

Bei der Einführung in Frankreich hat der Start-up-Verband France Digital eine Beschwerde bei der Datenschutzbehörde Commission Nationale de l’Informatique et des Libertés eingereicht.

Der Start-up-Verband sah in den Einstellungen einen Verstoß gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Die Begründung: Apple sammelt Daten über seine Nutzer:innen, ohne diese vorher um Zustimmung zu bitten. Der Druck in Sachen DSGVO wurde dem iPhone-Konzern nun wohl zu groß.

Apple passt Umsatzbeteiligung im App Store an

Und auch in Sachen App Store bewegt sich Apple derzeit auf ungewohnten Pfaden der Annäherung. So hat sich der Konzern mit der japanischen Wettbewerbsbehörde Japan Fair Trade Commission (JFTC) geeinigt. Streitpunkt waren hier vor allem die finanziellen Rahmenbedingungen im App Store.

Um die Untersuchung der JFTC beizulegen, musste Apple vor allem Medien-Apps wie Netflix, Amazon und Spotify sowie E-Book-Anbietern finanziell entgegenkommen.

Diese können nun in ihren Apps Links erstellen, damit Nutzer:innen sich kostenpflichtige Accounts anlegen können. Das Neue dabei: Die auf diese Art und Weise abgeschlossenen Abonnements sind dann aber von Apples Umsatzbeteiligung ausgenommen.

Die Neuerungen sollen 2022 weltweit in Kraft treten. Ausgenommen von der Einigung sind hingegen Spiele-Apps. Der Streit mit Entwickler Epic könnte sich also noch weiter hinziehen.

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Maria ist freie Journalistin und technische Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Seit 2021 arbeitet sie als freie Autorin für BASIC thinking. Maria lebt und paddelt in Leipzig und arbeitet hier unter anderem für die Leipziger Produktionsfirma schmidtFilm. Sie hat einen Bachelor in BWL von der DHBW Karlsruhe und einen Master in Journalistik von der Universität Leipzig.