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Netflix veröffentlicht Zahlen zu erfolgreichsten Produktionen aller Zeiten

Bridgerton, erfolgreichste Netflix-Produktionen
Screenshot / YouTube
geschrieben von Christian Erxleben

Netflix ist nicht gerade als Unternehmen bekannt, dass mit Zahlen und Daten öffentlich hausieren geht. Umso überraschender ist es, dass der Streaming-Dienst jetzt verraten hat, welche Serien und Filme sich im Kampf um den Titel „erfolgreichste Netflix-Produktionen aller Zeiten“ durchsetzen.

Netflix stellt erfolgreichste Netflix-Produktionen aller Zeiten vor

Mit über 200 Millionen Abonnent:innen ist Netflix der größte Streaming-Dienst der Welt – und das bleibt vermutlich vorerst auch so. Nichtsdestotrotz rückt sich Netflix nicht gerade selbst in den Vordergrund. Insbesondere mit detaillierten Zahlen und Fakten hält sich das Unternehmen bedeckt.

Zwar gibt Netflix in unregelmäßigen Abständen einige Einblicke in die erfolgreichsten Serien und Filme des Tages oder des Jahres. Informationen zur Untermauerung oder zur Entstehung dieser Rankings fehlen jedoch in der Regel.


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Das hat sich jetzt geändert. Auf der Code Conference des Tech-Magazins The Verge hat der Netflix Co-CEO und Content-Chef Ted Sarandos erstmals detaillierte Einblicke in das Zahlenwerk des Streaming-Dienstes gegeben.

Demnach ist Bridgerton die erfolgreichste Netflix-Serie aller Zeiten und Bird Box ist der erfolgreichste Netflix-Film aller Zeiten.

Erfolgreichste Netflix-Produktionen: Diese Filme und Serien haben die meisten Menschen gesehen

Dabei gibt Ted Sarandos nebenbei noch einen interessanten Einblick in die unterschiedlichen Mess- und Bewertungssysteme, die Netflix (und auch andere Streaming-Dienste) zur Bewertung von Erfolg verwenden.

So basiert das erste Ranking beispielsweise auf der Anzahl der Accounts, die eine neue Serie oder einen neuen Film innerhalb der ersten 28 Tage nach der Veröffentlichung auf Netflix mindestens zwei Minuten geschaut haben.

Daraus ergeben sich dementsprechend zwei Rankings.

Diese Netflix-Serien haben die meisten Menschen gesehen

  • Bridgerton (Staffel 1) von 82 Millionen Accounts
  • Lupin (Teil 1) von 76 Millionen Accounts
  • The Witcher (Staffel 1) von 76 Millionen Accounts
  • Sex/Life (Staffel 1) von 67 Millionen Accounts
  • Stranger Things (Staffel 3) von 67 Millionen Accounts
  • Haus des Geldes (Staffel 4) von 65 Millionen Accounts
  • Tiger King (Staffel 1) von 64 Millionen Accounts
  • The Queen’s Gambit von 62 Millionen Accounts
  • Sweet Tooth (Staffel 1) von 60 Millionen Accounts
  • Emily in Paris (Staffel 1) von 58 Millionen Accounts

Diese Netflix-Filme haben die meisten Menschen gesehen

  • Extraction von 99 Millionen Accounts
  • Bird Box von 89 Millionen Accounts
  • Spenser Confidential von 85 Millionen Accounts
  • 6 Underground von 83 Millionen Accounts
  • Murder Mystery von 83 Millionen Accounts
  • The Old Guard von 78 Millionen Accounts
  • Enola Holmes von 77 Millionen Accounts
  • Project Power von 75 Millionen Accounts
  • Army of the Dead von 75 Millionen Accounts
  • Fatherhood von 74 Millionen Accounts

Erfolgreichste Netflix-Produktionen: Diese Filme und Serien wurden am längsten geschaut

Doch wie bereits angedeutet, verwendet selbst Netflix unterschiedliche Metriken, um die Erfolge (und Misserfolge) von neuen Inhalten zu messen.

Zwar ist es interessant, welche Filme und Serien mindestens zwei Minuten angeschaut worden sind. Allerdings lässt sich aus dieser Zahl kein Rückschluss daraus ziehen, ob die Nutzer:innen die Inhalte tatsächlich bis zum Ende geschaut haben.

Aus diesem Grund hat Ted Sarandos zugleich noch eine zweite Statistik veröffentlicht. Dieses Ranking basiert wiederum auf den Filmen und Serien, die innerhalb der ersten 28 Tage nach der Veröffentlichung auf Netflix die höchste Sehdauer aufweisen.

Tatsächlich kommt es beim Blick auf die Ergebnisse zu leichten Verschiebungen innerhalb des Rankings. Das fällt insbesondere bei den Serien auf. Das lässt den Rückschluss zu, dass eine angefangene Serie ab und an nicht zu Ende geschaut wird.

Diese Netflix-Serien haben die höchste Sehdauer

  • Briderton (Staffel 1) mit 625 Millionen Stunden
  • Haus des Geldes (Staffel 4) mit 619 Millionen Stunden
  • Stranger Things (Staffel 3) mit 582 Millionen Stunden
  • The Witcher (Staffel 1) mit 541 Millionen Stunden
  • 13 Reasons Why (Staffel 2) mit 496 Millionen Stunden
  • 13 Reasons Why (Staffel 1) mit 476 Millionen Stunden
  • You (Staffel 2) mit 457 Millionen Stunden
  • Stranger Things (Staffel 2) mit 427 Millionen Stunden
  • Haus des Geldes (Staffel 3) mit 426 Millionen Stunden
  • Ginny & Georgia (Staffel 1) mit 381 Millionen Stunden

Diese Netflix-Filme haben die höchste Sehdauer

  • Bird Box mit 282 Millionen Stunden
  • Extraction mit 231 Millionen Stunden
  • The Irishman mit 215 Millionen Stunden
  • The Kissing Booth 2 mit 209 Millionen Stunden
  • 6 Underground mit 205 Millionen Stunden
  • Spenser Confidential mit 197 Millionen Stunden
  • Enola Holmes mit 190 Millionen Stunden
  • Army of the Dead mit 187 Millionen Stunden
  • The Old Guard mit 186 Millionen Stunden
  • Murder Mystery mit 170 Millionen Stunden

Fazit

Die Einblicke, die Ted Sarandos als Content-Chef bei Netflix gegeben hat, offenbaren eine Problematik der digitalen Welt: Es gibt nicht die eine richtige Methode, um Erfolg zu messen. Kommt es auf die Anzahl der User an? Sind die Abrufzahlen und Aufrufe entscheidend oder geht es um die Verweildauer?

All jene Fragen sind nicht nur für Streaming-Dienste relevant, sondern beispielsweise auch für Publisher. Letztendlich gibt es keine richtige und keine falsche Antwort. Es kommt auf die Intention an.

Aus diesem Grund ist es auch nicht sonderlich verwunderlich, dass die Öffentlichkeit und vor allem die Schauspieler:innen noch andere Zahlen von Netflix wollen. So wäre es beispielsweise auch spannend zu wissen, welcher Film von Anfang bis zum Ende geschaut worden ist.

Ebenso ist von Interesse wie viele Menschen tatsächlich einen Film oder eine Serie geschaut haben. Schließlich sagt die Anzahl der Accounts zunächst einmal wenig über die Anzahl der tatsächlichen Zuschauer:innen aus. Doch was diese Fragestellungen angeht, hüllt sich Netflix offiziell noch in Schweigen.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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