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Mit diesen 8 Tipps steigerst du deine Verkaufschancen auf Amazon

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Unsplash.com / Varun Gaba
geschrieben von Marinela Potor

Gute Amazon-Produktbilder steigern deine Verkaufschancen erheblich. Wir geben acht Tipps, mit denen du deine Verkaufsbilder optimieren und somit letztendlich mehr Sales über Amazon erzielen kannst.

Wer Produkte auf Amazon verkauft, hat viel Konkurrenz. Derzeit tummeln sich rund 1,5 Millionen aktive Seller auf Amazon. Gute Amazon-Produktbilder sind daher eine Möglichkeit, um hier herauszustechen.

Wir haben deshalb acht Tipps zusammengetragen, um deine Verkaufsbilder beim Online-Händler optimieren und somit deine Verkaufschancen zu steigern.

Amazon-Produktbilder: Die Grundlagen

Bevor es an das Verbessern deiner Amazon-Produktbilder geht, solltest du sicherstellen, dass du die grundlegenden Voraussetzungen für Verkaufsbilder erfüllst.

Amazon hat dazu konkrete Standards, an die du dich halten solltest. Andernfalls riskierst du, dass die Amazon-Suchmaschine deine Produkte niedriger einstuft und du somit im Ranking sinkst.

Zu den allgemeinen Standards gehören unter anderem folgende Punkte:

  • Die Amazon-Produktbilder müssen Fotos der angebotenen Ware zeigen.
  • Illustrierungen oder Zeichnungen sind nicht erlaubt.
  • Das Foto muss scharf, gut beleuchtet und in realistischen Farben sein.
  • Auf dem Foto sollten keine verwirrenden zusätzlichen Objekte zu sehen sein.
  • Der Hintergrund muss pures Weiß (RGB 255,255,255) sein.
  • Das Produkt sollte vollständig zu sehen sein.
  • Pornografische oder beleidigende Inhalte sind nicht erlaubt.

Die Bilder sollten zudem entweder als JPEG, PNG, GIF oder TIFF hochgeladen werden. Amazon bevorzugt jedoch JPEG-Dateien. Achte ebenfalls darauf, dass der spezifische Code des Produktes im Dateinamen des Fotos erhalten ist.

Neben diesen Basics können dir die folgenden acht Tipps helfen, mit deinen Amazon-Verkaufsbildern noch mehr herauszustechen.

1. Achte auf hohe Auflösung

Die Auflösung der Produktbilder sollte mindestens bei 1.000 mal 1.000 Pixeln liegen. Ab einer Auflösung von mindestens 1.600 mal 1.600 Pixeln wird der Zoom aktiviert. Die höchste erlaubte Fotogröße ist 10.000 mal 10.000 Pixel.

Grundsätzlich ist eine höhere Auflösung zu bevorzugen. Denn es gilt: Je größer das Foto, desto besser können Interessierte die Produktdetails erkennen. Im Zweifelsfall kann genau das den Ausschlag zum Kauf geben.

2. Fülle alle Bilder aus

Amazon bietet für die meisten Produkte bis zu sieben sichtbare Bilderrahmen. Wenn du ein Video hochlädst, füllt das die siebte Stelle aus. Doch du kannst auch mehr Fotos hochladen – und genau das könnte deine Verkaufschancen erhöhen.

Achte in erster Linie darauf, dass die sieben Rahmen mit den wichtigsten Produktbildern ausgefüllt sind. Denn diese sehen Interessierte auf den ersten Blick. Weitere Fotos tauchen erst auf, wenn ein User auf ein Produkt klickt und durch die Produktbilder scrollt.

Viele Seller bemühen sich deshalb gar nicht erst darum, mehr als sieben Fotos hochzuladen. Doch genau das kann eine Chance sein, mit mehr Amazon-Produktbildern deine Verkaufschancen zu steigern.

Du hast damit nämlich die Chance, deine Ware in Nahaufnahme zu präsentieren oder auch in einem größeren Kontext. Ansprechende, hochwertige Lifestyle-Fotos können darüber hinaus beim Verkauf helfen. Wer sich vorstellen kann, wie ein Produkt in den Alltag integriert werden kann, kauft es auch eher.

3. Maße visualisieren

Wenn die Maße für dein Produkt relevant sind, empfiehlt es sich, diese nicht nur in die Produktbeschreibung einzufügen, sondern zusätzlich zu visualisieren.

Das ist ein Zusatzdienst für Shopper, der aber dabei helfen kann, sich ein Produkt im eigenen Haus besser vorstellen zu können. Genau diese Visualisierung kann letztlich den Ausschlag zum Kauf geben.

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Maße auf Produktfotos helfen beim Einkaufen. (Foto: Screenshot / Amazon)

4. Amazon-Produktbilder sollten so hochwertig wie möglich sein

Das klingt wie eine Binsenweisheit. Doch tatsächlich achten viele Seller gar nicht so sehr auf die Qualität ihrer Produktbilder. Denn es sind vor allem die Beschreibung und die Keywörter sowie andere Faktoren wie Bewertungen, die den Suchalgorithmus von Amazon beeinflussen.

Genau das kann aber eine Chance, insbesondere auch für kleinere Shops sein, sich gegenüber der Konkurrenz hervorzutun.

Denn insbesondere beim Einkaufen auf mobilen Geräten, sehen User zuerst die Bilder, und nicht die Beschreibung. Oftmals fällt genau hier schon die Entscheidung, ob sich jemand das Produkt genauer anschaut oder weitersucht.

Die Amazon-Produktbilder sind also auf mobilen Geräten der erste Eindruck. Wer hier herausstechen kann, hat bessere Verkaufschancen.

5. Passe Lifestyle-Fotos an die Zielgruppe an

Das ist ein Tipp, der nicht nur bei Amazon-Produktbildern mit der Conversion helfen kann, sondern generell auf Social Media oder in Online-Shops. Denn je mehr eine Person sich von einem Produkt angesprochen fühlt, desto eher erfolgt der Kauf.

Wer beispielsweise Küchenware an eine Zielgruppe mit überdurchschnittlich hohem Einkommen verkauft, sollte diese eher in einer Luxusküche inszenieren. Das entspricht nämlich eher dem Lifestyle der Zielgruppe.

Wer dagegen Küchenware an Haushalte mit Durchschnittseinkommen verkauft, sollte vermutlich die Kücheneinrichtung entsprechend anpassen. Andernfalls könnten sich potenzielle Käufer:innen abgeschreckt fühlen.

6. Überlade die Fotos nicht mit Text

Infografiken oder Erklärungen zu Amazon-Produktfotos können sehr hilfreich sein. Doch man sollte es auch nicht übertreiben. Zu viel Text kann vom eigentlichen Produkt ablenken. Es empfiehlt sich auf weniger Text zu setzen und die Bilder für sich sprechen zu lassen.

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Bei Text im Foto gilt für Amazon: Weniger ist mehr. (Foto: Screenshot / Amazon)

7. Rechtschreibfehler vermeiden

Wer Texte in seine Amazon-Produktbilder einbaut, sollte unbedingt Rechtschreibfehler vermeiden. Insbesondere bei Fotos mit wenig Text fallen Fehler schneller auf. Rechtschreibfehler wirken zudem unprofessionell und mindern das Vertrauen.

8. Filter weglassen

Anders als bei Instagram geht es bei Amazon darum, die Produkte so realistisch wie möglich zu bebildern. Filter haben hierbei eher einen negativen Effekt. Sie erschweren es, das Produkt wirklich wahrnehmen zu können. Gleichzeitig mögen sich User fragen, ob etwas mit dem Produkt nicht stimmt und dies mit Filtern versteckt werden soll.

Sollte dann außerdem bei der Bestellung das Produkt anders aussehen als auf den Fotos, könnte dies wiederum zu Rücksendungen und negativen Bewertungen führen. Achte bei den Fotos daher auf gute, aber natürliche Beleuchtung und vermeide unrealistisch wirkende Filter.

Fazit: Amazon-Produktbilder können entscheidender Kauffaktor sein

Es ist richtig, dass die Amazon-Produktbilder für den Algorithmus nur eine untergeordnete Rolle spielen. Doch landen Interessierte erstmal auf der Produktseite, können genau diese Fotos den Ausschlag zum Kauf geben.

Wer hier also auf eine große Auswahl an hochwertigen Bildern achtet und das Produkt so ansprechend wie möglich darstellt, hat damit bessere Verkaufschancen.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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