Social Media Wirtschaft

Miete dir jetzt das Büro, in dem Instagram und Twitter groß geworden sind

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Screenshot / Twitter
geschrieben von Christian Erxleben

Es gibt Orte, die scheinbar den Erfolg mit sich bringen. Dazu gehört auch das ehemalige Twitter- und Instagram-Büro in der South Park Street 164 in San Francisco. Eben jene knapp 600 Quadratmeter große Bürofläche steht jetzt wieder zur Miete zur Verfügung.

Ein unscheinbares, graues Haus in San Francisco

Erik Berlin arbeitet als Software-Entwickler bei Twitter in San Francisco. Auf einem Spaziergang durch seine Heimatstadt entdeckte der Mitarbeiter des Kurznachrichtendienstes ein leerstehendes Haus.

Von außen betrachtet, ist die Immobilie nicht sonderlich attraktiv. Das betongraue Gebäude ist gerade einmal ein Stockwerk hoch, verfügt über kleine, marmorierte Glasfenster und ist von hängenden Stromleitungen umgeben.

Das „glücklichste Start-up Büro in San Francisco“

Doch der unscheinbare Eindruck täuscht gewaltig. Schließlich weißt das Gebäude in der South Park Street 164 in San Francisco eine wahrlich beeindruckende Geschichte auf.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass Erik Berlin das Office in der Nähe des Südstrands von San Francisco als das „glücklichste Start-up-Büro in San Francisco“ bezeichnet.

Twitter und Instagram: Büro mit Historie

Falls du dich nun fragst, warum wir so viel Wirbel um eine leerstehende Bürofläche machen, wollen wir dich nicht länger auf die sprichwörtliche Folter spannen: Das Office in der South Park Street ist das ehemalige Twitter- und Instagram-Büro.

Twitter-Büro von 2006 bis 2008

Zunächst bezog Twitter die Räumlichkeiten direkt nach der Gründung im Jahr 2006 für rund 24 Monate. Zur Zeit der Ausgliederung von Twitter aus der Muttergesellschaft Obvious, die die Räume eigentlich angemietet hatte, beschäftigte der Kurznachrichtendienst gerade einmal acht Mitarbeiter:innen.

Fast die Hälfte des Teams bestand also aus den drei Gründern Jack Dorsey, Biz Stone und Evan Williams.

Instagram-Büro zwischen 2010 und 2012

Doch damit nicht genug. Auch Kevin Systrom und Mike Krieger wählten die Räumlichkeiten in der South Park Street 164, um ihre Software „Burbn“ auf die nächste Ebene zu heben.

Die ursprüngliche Check-in-Software wurde von den beiden Gründern 2010 noch um eine Upload-Funktion für Fotos ergänzt, sodass sie ihr Werk unter dem Namen „Instagram“ am 6. Oktober 2010 im Apple App Store veröffentlichten.

Die weitere Geschichte ist bekannt: Im April 2012 übernahm Facebook die Geschäfte von Instagram für eine Milliarde US-Dollar. Damals hatte die Foto-Plattform gerade einem zwölf Mitarbeiter:innen und kein tragbares Geschäftsmodell.

Die Miete liegt bei 27.500 US-Dollar im Monat

Wer jetzt noch vom Erfindergeist des leerstehenden Büroraums begeistert ist, kann sich auf 6.400 Fuß an Fläche (umgerechnet knapp 600 Quadratmeter) freuen.

Die Räumlichkeiten beinhalten vier Büroräume, drei Konferenz- und Meeting-Zimmer und zwei abgetrennte Telefonzellen. Dabei kommen die typischen stilistischen Merkmale eines Start-up-Büros – Gemeinschaftstische und große Fenster – zum Einsatz.

Die Mietkosten für das ehemalige Twitter- und Instagram-Büro betragen monatlich 27.500 US-Dollar (23.775 Euro). Der Quadratmeterpreis liegt laut den Vermietern von Veracity Commercial Partners und Business Insider bei 55 US-Dollar (47,50 Euro).

Das ist im Vergleich zu anderen Offices in San Francisco verhältnismäßig günstig. So lagen die Büro-Preise laut Sfgate im April 2021 trotz Pandemie bei 75,32 US-Dollar pro Quadratmeter.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben ist seit Ende 2017 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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