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Mundaun: Warum der Horror-Gaming-Trend aus der Schweiz in den USA gerade abgeht

Mundaun, Videospiel, Gaming, Horror
Screenshot / YouTube
geschrieben von Marinela Potor

Die USA sind eine der größten Tech-Nationen dieser Welt. Doch wie stehen eigentlich die Amerikaner selbst zu all dem? Welche Trends begeistern sie, welche gehen völlig an ihnen vorbei? Genau darüber berichtet Marinela Potor – direkt aus den USA – im BASIC thinking US-Update. Diesmal spricht sie darüber, warum das Horror-Game Mundaun gerade so abgeht. 

Halloween ist wahrscheinlich einer der beliebtesten „Feiertage“ in den USA. So steht der ganze Monat Oktober im Zeichen des Unheimlichen. Das fängt bei der Dekoration der Häuser an, geht über Kostümwettbewerbe und reicht bis zur Ausstrahlung von Horrorfilmen in allen Kinos.

Doch in diesem Jahr dominierte vor allem ein Horror-Trend das Land: Mundaun, das Videospiel aus der Schweiz.


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Mundaun: Schweizer Horror vom Feinsten

Wer sich ein wenig in der Videospielszene auskennt, ist wahrscheinlich wenig überrascht, dass gerade Horrorspiele rund um Halloween beliebt sind. Klassiker wie „Dead Space“ oder „Resident Evil“ werden zu dieser Zeit rauf und runter gespielt.

Doch in diesem Jahr hat es den US-Gamern vor allem Mundaun angetan, ein spukiges Videospiel aus der Schweiz. Entwickelt wurde es zunächst vom Schweizer Künstler und Entwickler Michel Ziegler. Mundaun ist ein echter Ort im Kanton Graubünden und so ist die Landschaft des Spiels auch von der Schweiz inspiriert.

Das Videospiel sticht entsprechend allein schon durch die Szenerie und vor allem das Design heraus. Die Grafiken sind im Stil einer Bleistift-Zeichnung und alles ist in Sepia-Tönen gehalten. Bereits diese Elemente geben Mundaun einen unheimlichen Look, der sich von anderen aktuellen Horrorspielen sichtlich abhebt.

Hinzu kommt die Landschaft, irgendwo im Schweizer Nirgendwo. Und wer Filme wie „The Wicker Man“ (alte Version von 1973) und „Midsommar“ kennt, weiß, wie furchteinflößend diese Szenerie des „friedlichen“ Dorfes sein kann, sobald man unter die angeblich idyllische Oberfläche schaut.

Mistgabeln statt Hightech

Tatsächlich erinnert das Spiel von der Handlung her an alte Horrorfilme. Mundaun beginnt damit, wie ein Mann ein Dorf niederbrennt und sein Enkel herausfinden will, was genau passiert ist.

Spieler:innen werden von Strohfiguren angegriffen und können sich lediglich mit Waffen wie Mistgabeln verteidigen. In diesem Sinne unterscheidet sich Mundaun auch von der neuesten Version von Resident Evil Village, bei der ein ähnliches Szenario vorliegt, Gamer sich aber mit kraftvollen Waffen verteidigen können.

Es ist tatsächlich überraschend, dass die vermeintlich einfache Welt mit nicht allzu mächtigen Gegnern und sehr primitiven Waffen gerade in den USA so abgeht. Doch Mundaun überzeugt genau aus dem gleichen Grund, aus dem ältere Horrorfilme teilweise unheimlicher sind als moderne Hightech-Produktionen.

Mundaun trifft Nerv der Zeit

Es ist die Atmosphäre, die im Horrorspiel ein sehr unheimliches Gefühl erzeugt. Denn Zombies oder Geister, die man sehen kann, sind nicht so furchteinflößend wie eine unheimliche Stimmung, die sich nicht ganz erklären lässt.

Auch die Tatsache, dass man selbst kein:e Superheld:in mit Superwaffen ist, macht es noch erschreckender. Je länger man spielt, desto intensiver wird dieses Gefühl.

Möglicherweise erinnert es einige auch an Gefühle des Eingesperrtseins rund um die Pandemie und den Lockdown. Oder möglicherweise sind einfach das Design und die Idee erfrischend anders.

Jedenfalls scheint Mundaun in den USA einen Nerv zu treffen und ist somit das perfekte Horrorspiel für dieses Jahr. Mundaun gibt es für PC, PlayStation 4, PS5, Xbox One, Xbox Series X/S, und Nintendo Switch.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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