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Nach Rekord-Bußgeld: Neue Datenschutzrichtlinien bei WhatsApp

Marcel
von Marcel
pixabay.com / Alfredo Rivera

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Nach einem Rekord-Bußgeld in Höhe von 225 Millionen Euro sieht sich WhatsApp dazu gezwungen, seine Datenschutzrichtlinien zu aktualisieren. Sie sollen künftig verständlicher sein und Nutzer:innen genauer erklären, was mit ihren Daten passiert.

Als WhatsApp bereits Anfang des Jahres eine Datenschutzreform ankündigte, war das Geschrei groß. Denn viele Nutzer:innen befürchteten, dass die Sicherheit ihrer Daten auf dem Spiel stünde. Im Netz waren zudem zahlreiche Falschmeldungen im Umlauf.

Nutzer:innen, die die neuen Bedingungen nicht akzeptieren wollten, sollten zunächst den Zugriff auf den Messenger-Dienst verlieren. Doch soweit kam es nicht. Nach immenser Kritik verschob der Messenger-Dienst das Inkrafttreten der Richtlinien auf den 15. Mai 2021. Nutzer:innen sollten zudem nicht ausgeschlossen werde.

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WhatsApp will die Änderung nun jedoch noch einmal aktualisieren. Der Anlass ist allerdings ein anderer. 

225 Millionen Euro Bußgeld wegen unzureichender Aufklärung

Der Hintergrund der Änderung: Die irische Datenschutzkommission Data Protection Commissioner (DPC) hat WhatsApp im September 2021 ein Bußgeld in Höhe von 225 Millionen Euro auferlegt. Der Grund: Der Messenger-Dienst habe seine Nutzer:innen nicht ausreichend über die Verwendung ihrer Daten informiert.

Jetzt greift der Meta-Tochterkonzern durch. In den kommenden Tagen sollen alle Nutzer:innen in Europa eine Benachrichtigung erhalten. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel soll darin allerdings kein Wort über das Bußgeld verloren werden.

Stattdessen will der Messenger-Dienst seine User über die „Anweisung der irischen Behörde“ informieren und seine Datenschutzrichtlinien für alle Menschen in Europa aktualisiert. Oben drauf gibt es einen Link zu den aktuellen Bestimmungen.

Ziel des Unternehmens sei es, die Richtlinien entsprechend der Kritik der irischen Datenschutzbehörde für WhatsApp-User verständlicher zu machen.

Neue WhatsApp Datenschutzrichtlinien: Keine konkreten Änderungen 

Das Wichtigste: Für die Nutzer:innen ändert sich im Prinzip zunächst einmal nichts. Die Daten werden weiterhin wie bereits vor der Reform verarbeitet. Eine Änderung dessen sei auch nicht das Ziel gewesen. 

Der Inhalt ist also gleichgeblieben. Die einzige große inhaltliche Veränderung betrifft die Länge des Dokuments. Denn die neuen Richtlinien umfassen in der englischsprachigen Version nun rund 11.000 Wörter. Das sind circa 4.000 Wörter mehr als in der ursprünglichen Fassung vom 2. Januar 2021. 

Zudem fällt auf, dass WhatsApp mithilfe von farblichen Markierungen, Tabellen und einem frischeren Layout versucht, die Richtlinie etwas übersichtlicher zu gestalten. Davon dürften aber nur die Nutzer:innen profitieren, die sich überhaupt erst darauf einlassen, den kompletten Text zu lesen. Und das werden vermutlich die wenigsten sein.

Um ein Kommunikationsdesaster wie Anfang 2021 zu vermeiden, betont das Unternehmen zudem, dass niemand den neuen WhatsApp Datenschutzrichtlinien aktiv zustimmen muss, um den Dienst weiterhin zu nutzen.

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Marcel hat von Oktober 2021 bis Januar 2022 als freier Autor für BASIC thinking geschrieben.