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E-Bike im Winter fahren? Lies erst diese 7 Tipps!

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Pixabay.com / jhenning_beauty_of_nature
geschrieben von Marinela Potor

Von Schnee über Nebel bis Eis: Ein E-Bike im Winter zu fahren, ist eine Herausforderung. Wir haben daher sieben Tipps zusammengestellt, damit du auch in der dunklen Jahreszeit sicher unterwegs bist. 

Deutschland fährt E-Bike! So machen E-Bikes laut Zweirad-Industrie-Verband rund 39 Prozent aller neu verkauften Zweiräder in Deutschland aus. Besonders beliebt sind E-Bikes natürlich bei gutem Wetter. Doch kannst du dein E-Bike auch im Winter fahren?

Durchaus! Dennoch solltest du vorab einige Dinge beachten, damit du auch bei Schnee, Eis und ungemütlichem Wetter sicher unterwegs bist.

1. Die richtige Kleidung wählen

Wenn du bei niedrigen Temperaturen E-Bike fährst, kann es schnell kalt werden. Und genau darum verzichten viele in den Wintermonaten auch lieber ganz aufs Fahren. Doch das muss nicht sein, wenn du dich entsprechend gut anziehst. „Gut“ heißt: Zwiebelschichten.

Fange mit einer Thermoschicht an. Darüber kann dann eine Fleece-Jacke oder ein wärmerer Pullover kommen und zum Schluss die Jacke. So kannst du gegebenenfalls auch mal eine Schicht ausziehen, wenn dir beim Strampeln warm wird. Und wenn du mit dem E-Bike im Winter zur Arbeit fährst, ist das Umziehen auch leichter.

Zusatztipp: Bei nassem Wetter kann eine Regen- oder Schneehose über deiner normalen Hose sehr praktisch sein. So bleibst du warm und trocken und machst deine Kleidung nicht dreckig.

2. E-Bike mit „Winterreifen“ ausstatten

Gerade weil du mit dem E-Bike etwas schneller unterwegs bist, ist im Winter die Rutschgefahr größer. Daher solltest du unbedingt sicherstellen, dass du rutschfeste Reifen hast.

Es gibt nämlich auch für E-Bikes Reifen mit wintertauglichem Profil. Lass dich dazu am besten bei einem E-Bike-Händler deines Vertrauens oder einer Radwerkstatt beraten. Eine besonders praktische Lösung bietet die Firma Retyre. Diese Winterreifen lassen sich mit einer Art Reißverschluss einfach über die Sommerreifen überziehen.

Wenn du in deiner Region regelmäßig mit Eis und Schnee rechnen musst, kann sich auch die Investition in Spike-Reifen lohnen. Achtung! In Deutschland sind Spikes an E-Bikes (anders als bei Autos) erlaubt. Das gilt aber nur für die motorunterstützten Pedelecs mit bis zu 25 Kilometern pro Stunde.

3. Beim E-Bike fahren im Winter die Luft herauslassen

Es ist empfehlenswert, beim E-Bike fahren im Winter den Luftdruck der Reifen etwas zu reduzieren. Wenn du etwas Luft aus den Reifen ablässt, erhöht sich die Auflagefläche der Reifen auf dem Boden und sie greifen dadurch etwas besser.

4. Den Sattel etwas senken

Es kann auch hilfreich sein, deinen Sattel etwas zu senken. Ein niedrigerer Sitz macht es einfacher, deine Füße auf den Boden zu stemmen und so im Notfall schneller wieder die Kontrolle zu bekommen.

5. Auf geringere Akku-Leistung achten

Im Winter haben Akkus eine geringere Leistungsfähigkeit. Es empfiehlt sich daher, wenn möglich, die Akkus erst kurz vor der Fahrt einzusetzen und vorher bei Raumtemperatur aufzubewahren. Wenn du dein Fahrrad unterwegs eine Weile abstellst, empfiehlt es sich auch hier, den Akku zu entnehmen und innen aufzubewahren.

Es gibt übrigens auch spezielle Isolierschichten für Akkus. Diese Tubes kannst du einfach über den Akku ziehen, sodass er auch während der Fahrt nicht so schnell an Leistung verliert.

6. Das Bike nach der Fahrt säubern

Im Winter werden E-Bikes durch Schnee, Nässe und Salz besonders schmutzig. All diese Substanzen sorgen dafür, dass sich dein E-Bike schneller abnutzt. Achte daher darauf, dein Fahrzeug regelmäßig zu säubern – am besten direkt nach jeder Fahrt. Stell sicher, dass das E-Bike danach trocknen kann.

Zum generellen Witterungsschutz kannst du auch ein Sprühwachs für Lack und Metall verwenden. Ein Kontaktspray wiederum wirkt an den elektrischen Schnittstellen wasserabweisend.

7. Vorsichtig fahren

E-Bike im Winter fahren macht durchaus Spaß. Sei dennoch vorsichtig. Insbesondere bei neuem Terrain oder unbekannten Wetterbedingungen kann man sich selbst schnell überschätzen und so das Unfallrisiko erhöhen – sowohl für sich als auch für andere Verkehrsteilnehmende.

Bei den kurzen Tagen solltest du besonders darauf achten, dass nicht nur die Beleuchtung am E-Bike funktioniert, sondern dass du ebenfalls reflektierende Kleidung trägst, um besser von anderen Verkehrsteilnehmenden gesehen werden zu können.

Fazit: E-Bike fahren im Winter mit Vorbereitung kein Problem

Sobald du einmal anfängst, dein E-Bike auch im Winter zu fahren, wirst du schnell merken, dass das sehr viel Freude bringt. Mit der richtigen Kleidung kommt keine Kälte auf und es tut im Winter, den wir meist drinnen verbringen, besonders gut, hin und wieder auch an der frischen Luft zu sein.

Tatsächlich empfinden viele das E-Bike-Fahren im Winter sogar angenehmer als im Sommer, weil man sich hier ums Schwitzen keine Sorgen machen muss. Wenn du dein Fahrzeug winterfest ausstattest und auf die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen achtest, spricht nichts dagegen, dein E-Bike auch im Winter zu fahren.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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