Wirtschaft

Welche ETFs kaufen 2022? Das sind die 10 begehrtesten Fonds

Nachdenklich, nachdenken, Gedanken, Börse, Welche ETFs kaufen 2022, Welche ETFs sollte man kaufen
Pexels.com / Tima Miroshnichenko
geschrieben von Christian Erxleben

Aktien, ETFs und Sparpläne sind in Deutschland so beliebt wie seit 20 Jahren nicht mehr. Aktien kaufen liegt im Trend. Deshalb werfen viele Aktionäre schon jetzt einen Blick auf das kommende Jahr. Sie fragen: Welche ETFs kaufen 2022? Wir zeigen dir in Kooperation mit dem Neobroker Bux die begehrtesten ETFs des Jahres 2021.

12,4 Millionen Anleger in Deutschland

Die Deutschen sind von Natur aus ein eher vorsichtiges Volk. Das spiegelt sich insbesondere auch im Investment-Verhalten der Bundesbürger:innen wider. Der Großteil der Deutschen lagert das eigene Geld noch immer auf dem Sparbuch, dem Giro- oder dem Tagesgeldkonto.

Dort gibt es kaum noch Zinsen. Manche Banken strafen ihre Kund:innen sogar mit (unerlaubten) Minuszinsen ab. Doch es gibt auch Hoffnung. Befeuert durch die Corona-Krise befindet sich die Anzahl der Anleger:innen laut dem Deutschen Aktien-Institut (DAI) auf einem 20-Jahres-Hoch.


Neue Stellenangebote

Performance Marketing Manager (m/w/d) Social Media in Voll- oder Teilzeit
Social DNA in Frankfurt am Main
Editor (m|f|d) – Schwerpunkt Social Media
C3 Creative Code and Content GmbH in Berlin
Senior/Lead Editor Social Media (m|f|d)
C3 Creative Code and Content GmbH in München

Alle Stellenanzeigen


So gibt es laut dem Jahresbericht, der im Februar 2021 erschienen ist, in Deutschland 12,4 Millionen Menschen, die in Aktien, ETFs und Fonds investieren. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Wachstum um 2,7 Millionen Menschen. Insgesamt investieren 17,5 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren.

Welche ETFs kaufen 2022?

Mittlerweile dürfte die Anzahl der Anleger:innen in Deutschland noch weiter gestiegen sein. Einen großen Anteil daran tragen auch Neobroker wie Trade Republic, Smartbroker oder Bux.

Sie vereinfachen den Zugang zur Aktienwelt und digitalisieren den Handel mit Aktien und ETFs. Insbesondere ETFs (Exchange Traded Funds) sind bei Einsteiger:innen besonders beliebt. Dementsprechend stellen sich viele Menschen derzeit die Frage: Welche ETFs kaufen 2022?

Genau diese Frage beantwortet Bux. Der Neobroker hat seit dem 1. Januar 2021 über das gesamte Jahr hinweg das Kaufverhalten der Aktionäre in Deutschland, Österreich, Frankreich, Belgien, Irland (seit dem 1. Juni 2021) und Spanien (seit dem 1. November 2021) analysiert.

Das sind die 10 begehrtesten ETFs 2021

Herausgekommen ist dabei ein Ranking der zehn begehrtesten ETFs von Aktionären aus sechs europäischen Ländern. Entscheidend für die Platzierung ist der Prozentsatz der Menschen, die eine Aktie gekauft haben.

  1. Automation & Robotics ETF (iShares) (ISIN: IE00BYZK4552)
  2. S&P 500 Index ETF (Vanguard) (ISIN: IE00B3XXRP09)
  3. All World Dividend ETF (Vanguard) (ISIN: IE00B8GKDB10)
  4. Healthcare Innovation ETF (iShares) (ISIN: IE00BYZK4776)
  5. Euro Dividend ETF (iShares) (ISIN: IE00B0M62S72)
  6. All World Index ETF (Lyxor) (ISIN: LU1829220216)
  7. All World Socially responsible ETF (Lyxor) (ISIN: LU1792117779)
  8. Cybersecurity and Data Privacy ETF (Rize) (ISIN: IE00BJXRZJ40)
  9. STOXX Europe 50 Index (iShares) (ISIN: IE0008470928)
  10. Nasdaq 100 Index ETF (iShares) (ISIN: DE000A0F5UF5)

Warum ETFs kaufen?

Die Analyse des Anlageverhaltens der Aktionäre in Deutschland und Europa zeigt, dass es primär um mittel- bis langfristige Investments geht. Daytrading oder das schnelle Kaufen und Verkaufen von Aktien sind bei Anleger:innen eher unbeliebt.

Das spiegelt sich auch darin wider, dass der Anteil von ETFs an der investierten Summe deutlich gestiegen ist. Haben ETFs im Jahr 2020 gerade einmal 4,3 Prozent des Vermögens ausgemacht, ist der Wert im Jahr 2021 auf 16,7 Prozent gestiegen. Das entspricht einer Vervierfachung.

Diesen Trend hat auch Nils-Hendrik Höcker erkannt. Er arbeitet als Country Head Germany beim Neobroker Bux und sagt:

Auch im kommenden Jahr werden wir weiter ein verstärktes Interesse an ETFs sehen, da diese Anlageform kostengünstig, diversifiziert und mit wenig Aufwand in der Handhabung verbunden ist – optimal also vor allem für Investitions-Neueinsteiger:innen mit dem Ziel, langfristig Vermögen aufzubauen.

Mit Blick auf die Anlagefelder ergänzt er:

Die Pharmabranche wird durch die intensivierte Forschung weitere Geschäftsfelder erschließen, denn uns allen ist vor Augen geführt worden, wie empfindlich unsere globalisierte Welt auf Krankheitserreger reagieren kann. Des weiteren sehen wir viel Potenzial in den Technologiefeldern wie 5G, Künstliche Intelligenz oder grüner Energie.

Welche ETFs sollte man kaufen?

Zum Abschluss der Analyse wollen wir noch einen detaillierten Blick auf die einzelnen ETFs werfen. Dabei fällt auf, dass insbesondere der Automation & Robotics ETF von iShares bei Anleger:innen sehr beliebt ist.

In Österreich, Frankreich, Deutschland, der Niederlande, Spanien und in ganz Europa gibt es keinen ETF, der mehr gekauft worden ist. Das ist auch nachvollziehbar. Schließlich partizipieren Aktionäre durch diesen ETF an der Digitalisierung und führenden Firmen wie Apple, Nvidia, Microsoft, Qualcomm und Co.

Ebenso beliebt sind ETFs auf führende Indizes wie den MSCI World, den S&P 500, den Euro Stoxx 50 oder den Nasdaq 100. Durch die Replikation der Indizes innerhalb eines ETFs können Anleger:innen Hunderte oder Tausende Unternehmen und ganze Märkte mit nur einem Investment abdecken. Das ist bequem und sicher zugleich.

Fazit

Entgegen des immer noch weit verbreiteten Images, dass Investments an der Börse mit Zockerei gleichzusetzen sind, zeigt das Anlageverhalten der Deutschen und Europäer:innen, dass der Großteil eher auf sichere, diversifizierte und langfristige Formen der Geldanlage setzt, um Vermögen aufzubauen.

Alle genannten Unternehmen und die dazugehörigen Aktien und ETFs stellen explizit keine Anlageempfehlung dar.

Auch interessant:

mittwald

Werbung


Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

Kommentieren