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Auto online kaufen? Diese 6 Betrugsmaschen solltest du kennen!

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Pixabay.com / geralt
geschrieben von Marinela Potor

Du möchtest dein Auto online kaufen? Das ist einerseits bequem. Andererseits lauern hier auch zunehmend mehr Betrüger:innen. Insbesondere nach den folgenden sechs Betrugsmaschen solltest du Ausschau halten. 

Auto online kaufen: Kriminelle lauern

Was noch vor einigen Jahren undenkbar schien, etabliert sich mittlerweile als bequeme Alternative: ein Auto online kaufen. Das gilt nicht nur für Neuwagen, sondern auch für den Gebrauchtwagenhandel. Schließlich kann man so viel einfacher vergleichen, die besseren Angebote finden und spart sich zudem zahlreiche Besuche beim Händler vor Ort.

Doch wer ein gebrauchtes Auto im Internet findet, sollte wachsam sein. Denn weil mehr Menschen ihr Auto online suchen, tummeln sich hier auch mehr Kriminelle. Insbesondere die folgenden sechs Betrugsmaschen sind besonders beliebt, um Käufer:innen von Gebrauchtwagen übers Ohr zu hauen.

1. Treffen im Dunkeln

Manchmal versuchen Verkäufer:innen Schäden am Auto zu verdecken, um so einen höheren Preis verlangen zu können. Mit geschickter Beleuchtung, ausgewählten Winkeln oder zur Not auch Bildbearbeitung ist dies im Netz kein Problem.

Als Käufer:in kann man dies natürlich schwer vorab einschätzen und sich daher häufig erst vor Ort bei der Besichtigung des Autos ein genaues Bild machen. Um das zu vermeiden, vereinbaren Verkäufer:innen mit unlauteren Absichten gerne ein Treffen am späten Nachmittag oder Abend, wenn es schon dunkler ist und man möglicherweise Schäden nicht mehr so genau erkennen kann.

Das sollte dich stutzig machen und ist ein erstes Warnsignal dafür, dass eventuell etwas nicht stimmt. Besonders pfiffige Betrüger:innen vereinbaren ein Treffen am Morgen oder Nachmittag, sodass es nicht verdächtig ist.

Kurz vor dem Treffen kommt dann aber der Anruf. Es gab einen Notfall, man muss die Übergabe auf später am Tag verschieben. Es kann natürlich sein, dass dies auch ehrlichen Verkäufer:innen passiert. Dann sollte es aber kein Problem sein, die Übergabe auf den nächsten Tag zu verschieben.

2. Sicherheitsberichte fehlen

Normalerweise haben ehrliche Verkäufer:innen kein Problem damit, dir die Sicherheitsberichte ihres Fahrzeugs zu zeigen. Schließlich beweisen die Papiere über die Hauptuntersuchungen, dass das Fahrzeug alle gesetzlich erforderlichen Untersuchungen durchlaufen hat und den Sicherheitsanforderungen in Deutschland entspricht.

Alle Autos, die mindestens drei Jahre im Gebrauch sind, müssen alle 24 Monate zur Untersuchung. Wenn hier also Untersuchungen ausgelassen wurden oder dir faule Ausreden angeboten werden, warum es keine Sicherheitsberichte gibt, solltest du lieber die Finger von dem Auto lassen.

3. Fehlende Dokumente

Wer sein Auto online kaufen möchte, sollte neben Sicherheitsberichten auch unbedingt weitere Dokumente verlangen, wie etwa das Fahrzeughandbuch oder die Servicegeschichte. Werden dir diese Dokumente aus irgendeinem Grund nicht vorgelegt, ist das häufig ein Hinweis auf einen Betrug.

Achte zudem darauf, dass die Servicehistorie vollständig ist. Fehlen hier Passagen, kann es sein, dass jemand, versucht etwas zu vertuschen.

Weitere Warnhinweise können sein:

  • Rechtschreibfehler in den amtlichen Dokumenten. Steht hier etwa „Gelendewagen“ statt „Geländewagen“ ist Vorsicht geboten.
  • Achte ebenfalls darauf, dass die Behörden in den Zulassungspapieren auf Vorder- und Rückseite übereinstimmen. Gibt es hier Diskrepanzen, kann es sein, dass jemand versucht hat, die Dokumente zu fälschen. Möglicherweise handelt es sich dann um ein gestohlenes Fahrzeug.

4. Extrem günstiger Preis

Manche Preise sind tatsächlich zu gut, um wahr zu sein. Wenn du dein Traumauto im Internet zu einem unerhört günstigen Preis siehst, kann dies ein erster Hinweis darauf sein, dass hier getrickst wird.

Insbesondere, wenn das Fahrzeug im guten Zustand ist und wenige Kilometer auf dem Tacho sein, sollte dich das stutzig machen. Entweder wird hier ein massiver Schaden am Auto vertuscht oder es handelt sich dabei um ein gestohlenes Fahrzeug.

Polizeistellen warnen immer wieder davor, keine gestohlenen Autos online zu kaufen. Extrem niedrige Preise können eine erste Warnung sein. Denn wer will schon einen guten Gebrauchtwagen unter Marktwert verkaufen?

5. Übergabe an seltsamen Orten

Jedes Mal, wenn eine Übergabe nicht an der Wohnanschrift der Verkäufer:innen stattfindet, ist das ein Warnsignal. Wer will schließlich mitten auf der Straße Verkäufe mit hohen Summen abwickeln? In der Regel nur solche Menschen, die illegale Absichten haben.

Stelle also sicher, dass die Übergabe am Wohnsitz stattfindet. Lasse dir den Ausweis der Verkäufer:innen zeigen und prüfe ebenfalls, ob die Angaben mit dem Namen an der Haustür übereinstimmen.

6. Frühe Vorauszahlungen

Wer beim Autoverkauf etwas Illegales vorhat, wird alles versuchen, um auf zwielichtige Art und Weise an dein Geld zu kommen. Häufig wirst du auch schon sehr früh im Verkaufsgespräch um eine Vorauszahlung gebeten.

Wenn du zudem dein Geld international überweisen oder nur über Onlineportale wie etwa Paypal bezahlen sollst, ist das verdächtig. Achte darum darauf, dass du per Kreditkarte oder Scheck zahlen kannst, was im Zweifelsfall mehr Sicherheit bietet.

Auto online kaufen: Notfalls mit Polizei drohen

Wenn du dein gebrauchtes Auto online von einer Privatperson kaufen möchtest, ist Vorsicht geboten. Während es selbstverständlich viele ehrliche Verkäufer:innen gibt, solltest du dennoch besonders wachsam sein und auf Warnsignale achten.

Wenn du den Verdacht hegst, dass etwas bei deinem Kauf nicht mit rechten Dingen zugeht, drohe mit der Polizei. Lasse die Verkäufer:innen wissen, dass du das angebotene Fahrzeug telefonisch bei der Polizei prüfen wirst. Findet dann der Verkauf plötzlich nicht mehr statt, kannst du davon ausgehen, dass es sich um einen Betrug gehandelt hat.

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Über den Autor

Marinela Potor

Marinela Potor ist Journalistin mit einer Leidenschaft für alles, was mobil ist. Sie selbst pendelt regelmäßig vorwiegend zwischen Europa, Südamerika und den USA hin und her und berichtet über Mobilitäts- und Technologietrends aus der ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Chefredakteurin von Mobility Mag.

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