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Tinder Blind Date: Ist beim Online-Dating nun endlich der Charakter gefragt?

Tinder, Online Dating, App
unspleash.com/yogas design
geschrieben von Beatrice Bode

Die Dating App Tinder führt ein neues Feature ein: Blind Date. Ziel der Funktion ist es, dass sich User zunächst miteinander unterhalten, bevor sie andere Profile sehen können. Im Mittelpunkt: Die Generation Z. 

In einem Blog-Eintrag kündigte Tinder die neue Funktion „Blind Date“an. Das Feature soll eine Alternative zum klassischen Links-Rechts-Swipen sein.

Blind Date gibt den Nutzer:innen dabei die Möglichkeit, miteinander zu chatten, bevor sie sich gegenseitig liken und das Profil des jeweils anderen sehen können.


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Die neue In-App-Experience zielt laut Tinder vor allem auf die Bedürfnisse der Generation-Z-User ab. Diese Generation lege besonderen Wert auf Authentizität. Außerdem zeichne sich die Altersgruppe durch eine starke Nostalgie für die 90er Jahre aus. Dazu gehört auch das Dating ohne Smartphone.

Bei Tinders Blind Date kommt die Persönlichkeit zuerst

„Inspiriert von der OG-Art jemanden Neuen kennenzulernen, normalerweise durch eine aufdringliche Tante oder einen wohlmeinenden Freund, gibt Blind Date den Datern von heute eine Möglichkeit, ihre Persönlichkeit mit weniger Druck an die erste Stelle zu rücken und ein Match zu finden, mit dem sie wirklich viben“, beschreibt Tinder die Hintergründe des neuen Features.

In einer Testphase stellte sich zudem heraus, dass Tinder-User, die die Blind Date Funktion verwendeten, 40 Prozent mehr Matches erhielten, als User, die vorher das Profil von Chatpartner:innen einsehen konnten. Das zeige laut Tinder die Bereitschaft der User mit jemandem zu interagieren, den sie ansonsten eventuell übersehen hätten.

Ungewaschene T-Shirts mit Ketchup finden Matches

Tinder-Nutzer:innen, die sich für die Blind Date Funktion entscheiden, müssen zunächst einige Fragen beantworten, die das Eis brechen sollen. Basierend auf Gemeinsamkeiten werden dann passende User miteinander „gepaart.“

Anschließend startet der gemeinsame Chat. Dieser verfügt zudem über einen Timer, der den Usern nur einen kurzen Zeitraum einräumt, um einige Multiple-Choice-Fragen zu beantworten. Dabei müssen die Dater zum Beispiel zugeben, wie oft sie ein T-Shirt tragen würden, ohne es zu waschen oder worauf sie Ketchup auftragen würden.

Wenn die Zeit abgelaufen ist, dürfen die Paare jeweils entscheiden, ob sie sich ein Match geben oder nicht. Sollte es nicht dazu kommen, werden die Nutzer:innen mit neuen Chatpartner:innen verbunden.

Der nostalgische Zauber von Blind Dates

„Es ist etwas ganz Besonderes, die Persönlichkeit einer Person in Gesprächen zu entdecken, ohne die Vorurteile, die man anhand von Fotos haben kann. Das neue Blind Date-Erlebnis bietet eine überraschend unterhaltsame, scherzhafte Art der Interaktion und des Aufbaus von Verbindungen, die für Tinder völlig neu ist,“ so Kyle Miller, Tinders Vizepräsident für Produktinnovation.

Etwa 10,6 Millionen zahlende Nutzer:innen verwendeten die mobile Dating-App Ende 2021. Weltweit gab es im selben Jahr 65 Milliarden Matches. Tinders neues Blind Date Feature ist derzeit vorerst nur in den USA nutzbar. In den nächsten Wochen soll die Funktion allerdings für alle User weltweit verfügbar sein.

Die Frage ist allerdings, ob nicht auch schon vorher jedes Tinder-Date irgendwie ein Blind Date war.

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Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist freie Autorin und Videografin. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Nach einem Zwischenstopp als Content Creator und Reporterin bei Antenne Thüringen landete sie vor einigen Jahren als Cutterin bei der 99pro media GmbH. Vor einiger Zeit hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und ist in die Dominikanische Republik gezogen, um dort als Taucherin die Rettung der Korallenriffe zu unterstützen. Von dort aus schreibt sie nun als freie Autorin für BASIC Thinking.

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