Supercomputer, Instagram, Forschungszentrum Jülich

Good News: Supercomputer gegen Klimawandel und Instagram-Jugendschutz

Fabian Peters
Forschungszentrum Jülich/ Sascha Kreklau

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In den „Good News“ präsentieren wir positive Nachrichten der Woche. Den Fokus richten wir dabei auf die Themen Technologie, Social Media, Marketing und Wirtschaft. Unsere Good News diese Woche: Eine Super-Solarzelle, Kampf gegen Fake News, Instagram-Jugendschutz und ein Supercomputer gegen den Klimawandel. 

Supercomputer gegen Klimawandel und Instagram-Jugenschutz

Naturkatastrophen, Skandale und Extremismus: Schlechte Nachrichten rufen bei uns oftmals stärkere Emotionen hervor als gute. Außerdem bleiben sie länger im Gedächtnis. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie eines internationalen Expertenteams, die im Wissenschaftsmagazin PNAS veröffentlicht wurde.

Schlechte Nachrichten sind aber auch gut für das Geschäft. Denn sie erregen mehr Aufmerksamkeit. Mit unseren „Good News“ möchten wir euch deshalb regelmäßig positive Nachrichten aus der jeweils vorherigen Woche präsentieren, die vielleicht untergegangen sind. Das Update für die zweite Juniwoche 2022.

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Ein Supercomputer gegen den Klimawandel

Das Forschungszentrum Jülich erhält den ersten sogenannten Exascale-Computer in Europa. Der Supercomputer mit dem Namen „Jupiter“ soll eine Trillion Rechenoperationen pro Sekunde durchführen können. Zum Vergleich: Das entspricht in etwa der Rechenleistung von fünf Millionen modernen Laptops oder PCs.

Der erste europäische Exascale-Rechner soll dabei vor allem dazu beitragen, wissenschaftliche Fragen zum Klimawandel und zur Bekämpfung von Pandemien zu klären. Die Kosten für den Supercomputer betragen in etwa eine halbe Milliarde Euro. Ab 2023 soll er in einem Gebäude im Forschungszentrum Jülich installiert werden.

Instagram will Minderjährige mit Nudging-Funktion schützen

Instagram will Minderjährige in seinem Netzwerk besser schützen. Dabei helfen soll eine sogenannte „Nudging“-Funktion, die zunächst in den USA, Großbritannien, Irland, Kanada, Australien und Neuseeland eingeführt wird. Ziel sei es laut Instagram-Mutterkonzern Meta, dass Kinder und Jugendliche weniger toxische Inhalte konsumieren.

Außerdem arbeitet die Plattform an einem sogenannten „Take a Break“-Feature. Es soll Kinder und Jugendliche dabei bestärken, mehr Zeit fernab von der App zu verbringen. Instagram selbst äußerte dazu: Die Funktion soll „Teenager ermutigen, etwas Neues zu entdecken, und bestimmte Themen ausschließen, die mit dem Vergleich des Aussehens in Verbindung gebracht werden können.“

Kampf gegen Fake News: 30 Tech-Konzerne erkennen EU-Kodex an

Mit Meta, Google, Twitter und Co. haben sich insgesamt 30 Unternehmen dazu verpflichtet, härter gegen Fake News vorzugehen. Damit erkennen die Konzerne einen aktualisierten Verhaltenskodex der EU offiziell an. Neben den Tech-Unternehmen haben außerdem auch Werbeagenturen das Dokument unterzeichnet.

Sie alle verpflichten sich dabei, vermehrt gegen Fälschungen wie Deepfakes, gefälschte Konten und politische Werbung vorzugehen. Wer sich nicht an die Verpflichtung hält, dem drohen hohe Geldstrafen von bis zu sechs Prozent des weltweiten Umsatzes.

Super-Solarzelle erreicht Wirkungsgrad von knapp 50 Prozent

Forschende vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) haben eine Super-Solarzelle entwickelt, die fast 50 Prozent der Sonnenenergie in Strom umwandeln kann. In Sachen Wirkungsgrad liegt die Zelle damit deutlich über bisherigen Solarpanels, die rund 30 Prozent aufweisen.

Damit erreichten die Forschenden einen neuen Rekord. Der Grund für die höhere Effizienz liegt wiederum im Aufbau der Technologie. Sonnenlicht besteht nämlich aus Wellen, die sich in einem sogenannten Spektralbereich bewegen. Je nach Material und Beschaffenheit der Zellen absorbieren die Panels einen gewissen Spektralbereich und wandeln diesen in Strom um.

Roboter könnten unsere Körper künftig von innen heraus heilen

Forschende der Stanford Universität haben eine Methode entwickelt, mit der Mini-Roboter unseren Körper von innen heraus heilen können. Auch die Abgabe von Medikamenten ist möglich. Der Roboter bewegt sich im Körper durch magnetische Felder fort.

Durch das Generieren eines externen Magnetfelds außerhalb des Körpers, lässt sich der Roboter damit gezielt durch den menschlichen Körper steuern. Dabei sind Manöver sowohl vorwärts als auch rückwärts möglich. Gleiches gilt für die gezielte Abgabe von medizinischen Wirkstoffen an einer bestimmten Stelle.

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).