Wirtschaft

3 inspirierende Zitate für Gründer und deren Bedeutung – Teil 2

Zitate Gründer, Gründer, Unternehmen, Start-up
unsplash.com/ eskay lim
geschrieben von Carsten Lexa

Gründer:innen hören häufig Zitate. Doch welche davon helfen wirklich – und in welcher Art und Weise? Vor einiger Zeit habe ich begonnen, Zitate hinsichtlich ihrer Bedeutung zu untersuchen . In dieser Kolumne schaue ich mir weitere Zitate an, diesmal von Kevin Systrom, Freddy Quinn und Arnold Schwarzenegger.

Drei inspirierende Zitate für Gründer und die Bedeutung dahinter

1. Kevin Systrom

Kevin Systrom ist einer der beiden Gründer von Instagram. Er hat sich einmal zu der Frage geäußert, wann man ein Produkt gut verkaufen kann:

Jedes Start-up sollte einen echten und nachgewiesenen Bedarf in der Welt decken. Wenn Sie eine Lösung für ein Problem entwickeln, das viele Menschen haben, ist es so einfach, Ihr Produkt an die Welt zu verkaufen

In diesem Zitat steckt meiner Ansicht nach eine absolut wichtige Aussage. Gründer:innen müssen immer darauf achten, dass es einen Bedarf für ihr Angebot gibt. Allzu oft erlebe ich, dass ich mit Gründer:innen rede, die mir nicht genau sagen können, ob es überhaupt einen Bedarf für ihr Produkt oder ihre Dienstleistung gibt, geschweige denn dann sie mir diesen Bedarf klar benennen können.


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Es wird sich dann herausgeredet mit der Aussage, dass „eigentlich jeder das Produkt“ braucht. Das ist aber Quatsch! Gründer:innen sollten exakt wissen, für wen, im Rahmen welcher Anforderungen und in welcher Situation ihr Produkt oder ihre Dienstleistung eine Lösung bietet.

Wenn das nicht möglich ist, dann ist es gut möglich, dass es vielleicht gar keinen Bedarf gibt. Wenn es stattdessen viele Menschen gibt, die ein bestimmtes Problem, also einen konkreten Bedarf haben und es dafür keine Lösung gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass diese Menschen ein hohes Interesse an dem Angebot der Gründer:innen haben.

2. Freddy Quinn

Wahrscheinlich ist Freddy Quinn nicht mehr vielen bekannt, aber in den 60er- und 70er-Jahren war er ein absoluter Superstar und gehörte zu den erfolgreichsten Schlagerstars in Deutschland (vielleicht hat jemand jetzt den Song „Junge, komm bald wieder“ im Ohr).

Doch was können Gründer:innen von einem „historischen“ Schlagerstar lernen? Freddy Quinn sagte einen Satz, der später in vielen Variationen populär wurde – ich bleibe aber gerne beim Original: „Nichts ist so alt wie der Erfolg von gestern.“ Für mich ein absolutes Highlight am Zitatehimmel.

Oftmals arbeiten Gründer:innen auf einen bestimmten Erfolg hin. Sie machen viel, um den Erfolg zu erreichen und es kommt nicht selten vor, dass sie viele Herausforderungen bestehen und Hürden beseitigen müssen. Da ist es doch nur natürlich, dass man einen Erfolg auskosten möchte, wenn er dann erreicht ist.

Und genau hier liegt aber das Problem, auf das das Zitat von Freddy Quinn hinweist. Denn nach Erreichen eines Erfolges geht es weiter. Stehenbleiben führt dagegen nicht selten zum Tod des eigenen Unternehmens bzw. zur Zerstörung des Erreichten. Wer stehen bleibt, der wird von anderen überholt.

Für Gründer:innen bedeutet das Zitat: wenn ein Erfolg erreicht wurde, dann sollte man sich freuen. Doch der Erfolg ist kein Endpunkt, sondern im Grunde der erste Schritt zum hin zum neuen Ziel. Es klingt vielleicht hart, aber zum Ausruhen kommen Gründer:innen selten, zumindest wenn sie auf Dauer relevant bleiben wollen.

3. Arnold Schwarzenegger

Arnold Schwarzenegger ist wahrscheinlich das Paradebeispiel für einen erfolgreichen Menschen. Er ist nicht nur ein extrem erfolgreicher Bodybuilder und darauf aufbauend Schauspieler, sondern hat auch im Bereich Politik und Nachhaltigkeit und als Immobilienunternehmer Maßstäbe gesetzt.

Er hatte einen guten Rat, den er immer wieder in Vorträgen genannt hat: „Ignore the Naysayers!“ (Ignoriere die Pessimisten/ Neinsager). Und das ist so ein guter Rat, den sollten sich alle Gründer:innen in goldenen Buchstaben ausdrucken und so aufhängen, dass sie ihn immer gut lesen können.

Denn egal mit welcher Idee sie ankommen, egal mit welchen Argumenten sie eine Geschäftsidee unterfüttern und egal welchen Trackrecord sie vorweisen können, es wird immer jemanden geben, der genau weiß, warum etwas nicht funktionieren wird. Und diese Person wird so überzeugend sein, dass Gründer:innen schnell ins Grübeln kommen, ob die Person nicht recht hat.

Zitate für Gründer: Neinsager ignorieren

Ich selbst habe das erlebt, als ich mich als Rechtsanwalt selbständig gemacht und meine eigene Kanzlei für Wirtschaftsrecht eröffnet habe. Selbst als ich erklären konnte, dass es wenig Wettbewerb gab, als ich mein Marketingkonzept fertig hatte und als ich wusste, wo ich meine Mandanten finden würde, wurden die meisten Menschen um mich herum nicht müde mir zu erklären, dass „noch ein Anwalt“ nicht gebraucht werden würde.

Jetzt ist natürlich klar, dass Gründer:innen nicht immer völlig gedankenlos mit dem Kopf durch die Wand gehen sollen. Aber sie sollten nicht vergessen, dass sie sich (hoffentlich) gut überlegt haben, warum sie eine Unternehmen beginnen oder eine Geschäftsidee angehen wollen.

Die „Naysayer“ haben sich das oftmals nicht, nicht so gut oder nicht so lang überlegt. Warum sollten dann Gründer:innen deren Meinung so viel mehr Wert beimessen als der eigenen Meinung und den eigenen Überlegungen?

Ganz wichtig an dieser Stelle: natürlich können Gegenargumente und negative Meinungen hilfreich sein, die eigene Position oder Meinung noch einmal zu hinterfragen. Aber Gründer:innen sollten sich nicht einfach so von einem Weg abbringen lassen, nur weil jemand ganz schnell weiß, dass etwas nicht funktionieren wird.

Pessimisten wissen immer, warum etwas nicht funktionieren wird. Und deshalb erreichen sie nichts. Doch ein/e Gründer:in mit einer Vision kann natürlich scheitern. Aber genauso kann sie oder er erfolgreich sein. Wer dagegen auf die Pessimisten hört, hat gar keine Chance auf Erfolg.

Fazit: Zitate für Gründer

Zitate sind wunderbar geeignet, bestimmte Aussagen auf den Punkt zu bringen. Die drei Zitate von dieser Kolumne begleiten mich seit Jahren. Ich hoffe, sie sind auch für alle Leser:innen hilfreich.

Und wenn du ein Lieblingszitat hast, dann schreibe es mir gerne in die Kommentare und lass mich wissen, was das Zitat für dich bedeutet und warum es dir wichtig ist. Ich freue mich darauf, von dir zu hören.

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Über den Autor

Carsten Lexa

RA Carsten Lexa berät seit über 10 Jahren deutsche und internationale Unternehmen in allen Angelegenheiten wirtschaftsrechtlicher Art, z.B. bei Gründungen, Strukturierungen oder Vertragsgestaltungen aber auch zu rechtlich-strategischen Fragen. Darüber hinaus war er Weltpräsident der G20 Young Entrepreneurs´ Alliance (G20 YEA), Mitglied der B20 Taskforces und Rechtsbeistand der Wirtschaftsjunioren Deutschland. Er ist Mitinitiator der Gründerinitiative Gründen@Würzburg und Botschafter der Oskar-Patzelt-Stiftung für die Auszeichnung „Großer Preis des Mittelstands“. Bei BASIC thinking schreibt er über Start-ups und unternehmensrechtlichen Fragen.

2 Kommentare

  • Wer die Geschichte von Schwarzenegger kennt kann nur Respekt vor ihm haben. Auch wenn ich nicht ganz seiner Meinung bin, dass 6 Std. Schlaf pro Nacht genügen müssen, ist es auf jedenfall eine Inspiration für Unternehmer.

    • Hallo und guten Tag, vielen Dank für diesen Kommentar. In der Tat muss man nicht mit allen Ansichten von „Arni“ übereinstimmen. Eine Inspiration ist er aber in der Tat! Viele Grüße, Carsten Lexa

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