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Schweigegeld für Peiter Zatko: Twitter wollte 7 Millionen US-Dollar zahlen

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Unsplash.com / Alexander Shatov
geschrieben von Christian Erxleben

Die Geschichte rund um die Enthüllung von Peiter Zatko nimmt kein Ende. Jüngste Medien-Recherchen bewirken sogar das Gegenteil. Demnach hatten sich Twitter und der jetzige Whistleblower eigentlich auf ein Schweigegeld von sieben Millionen US-Dollar geeinigt.

Twitter ist zweifelsohne das soziale Netzwerk, das 2022 am häufigsten und meisten im Fokus der Öffentlichkeit steht – und das, obwohl es auch noch Mark Zuckerberg und sein (noch nicht ganz so) magisches Metaverse gibt.

Nach der gescheiterten Übernahme durch Elon Musk sorgen die Enthüllungen von Whistleblower Peiter Zatko beinahe täglich für neue Schlagzeilen. So auch heute.


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Zahlt Twitter 7 Millionen US-Dollar als Schweigegeld für Peiter Zatko?

Konkret hat eine Recherche des Wall Street Journal erstaunliche Informationen ans Tageslicht gebracht. Demnach hatten sich Zatko, der bis Januar 2022 als Sicherheitschef bei Twitter gearbeitet hatte und sein mittlerweile ehemaliger Arbeitgeber noch im Juni 2022 auf eine Geheimhaltungsvereinbarung geeinigt.

Der Inhalt des sogenannten Nondisclosure Agreements war simpel: Twitter-Whistleblower Peiter Zatko erhält von der Microblogging-Plattform insgesamt sieben Millionen US-Dollar. Im Gegenzug für dieses „Schweigegeld“ verspricht Zatko ehemalige Hacker, dass er in der Öffentlichkeit nicht – oder zumindest nicht abwertend – über seine Zeit und Arbeit bei Twitter spricht.

Peiter Zatko spricht am 13. September 2022 vor dem US-Senat

Doch offenbar war der Twitter-Whistleblower mit den Verhandlungen und dem Ausgang der monatelangen Diskussionen nach seiner Entlassung doch nicht zufrieden. Nur wenige Tage nach der Vereinbarung veröffentlichte er seine fast 200 Seiten umfassenden Enthüllungen.

Ob, wann und in welcher Form der Rechtsstreit zwischen Twitter und Fast-Käufer Elon Musk offiziell beginnt, ist außerdem unklar. Allerdings dürften die Aussagen des Whistleblowers einen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang des Prozesses haben.

Genau aus diesem Grund hat nun auch der Justizausschuss des US-Senats Peiter Zatko vorgeladen. Er soll am 13. September 2022 zu den Vorwürfen persönlich Stellung beziehen.

Twitter vs. Elon Musk: Eine (unendliche) Schlammschlacht

Wie hoch die Wellen im Rechtsstreit und zudem in der Diskussion zwischen Tesla-Chef Elon Musk und dem Kurznachrichtendienst Twitter schlagen, zeigen die vergangenen Tage eindrücklich.

Nach der Absage der 44-Milliarden-US-Dollar-Übernahme hatte zunächst Twitter Elon Musk verklagt. Dieser wiederum nutzt nun die Enthüllungen von Peiter Zatko, um den Abbruch des Deals und seine Sicherheitsbedenken zu rechtfertigen.

Als Reaktion wiederum versucht Twitter, die Aussagen Zatkos wertlos zu machen. Die Anwälte des Kurznachrichtendienstes behaupten in ihrer jüngsten Stellungnahme, dass der Cyberexperte überhaupt keine Aussagen zu Spam- und Bot-Accounts treffen kann, weil das nicht sein Aufgabengebiet war.

Und somit steht eigentlich schon jetzt fest, dass auch mit der jüngsten Enthüllung keinesfalls das sprichwörtliche letzte Wort gesprochen ist.

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Über den Autor

Christian Erxleben

Christian Erxleben arbeitet als freier Redakteur für BASIC thinking. Von Ende 2017 bis Ende 2021 war er Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Ressortleiter Social Media und Head of Social Media bei BASIC thinking tätig. Durch seine Arbeit im Social-Media- und Marketing-Ressort der INTERNET WORLD Business, am Newsdesk von Focus Online und durch sein Journalismus-Studium sowie sein redaktionelles Volontariat hat er in den Bereichen der Redaktion und des Social Media Managements mehrjährige, fundierte Erfahrung gesammelt. Beruflich und privat beschäftigt er sich mit Social Media, New-Work-Konzepten und persönlicher Entwicklung.

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