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Die Höhle der Löwen: 9 Fragen an die Gründer von Flasher

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RTL Bernd-Michael Maurer
geschrieben von Fabian Peters

In diesem Fragebogen stellen wir den Gründern und Teilnehmern der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“ Fragen zu ihren Produkten und Erfahrungen in der Show. Diesmal: Alexander Rech und Ines Wöckl, die Gründer von Flasher

E-Scooter- und Fahrradfahren liegen voll im Trend und schonen die Umwelt. Doch ohne Blinker und Warnlicht besteht schnell die Gefahr, von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen zu werden. Die Gründer Alexander Rech und Ines Wöckl haben dafür eine Lösung parat: Flasher.

Mit ihrem gleichnamigen Start-up haben sie ein Set aus zwei Safety-Armreifen entwickelt, die sowohl als Blinker, Bremslicht und Zusatzbeleuchtung dienen. Durch eine einfache Armbewegung zur jeweiligen Seite löst das System beispielsweise den Blinker aus, während die Hände sicher am Lenker bleiben.


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Bei einer starken Bremsung warnt Flasher andere Verkehrsteilnehmer wiederum automatisch durch ein rotes Notfallbremslicht Dank durchgängiger Beleuchtung im Jogging- oder Nachtmodus sorgt das System auch beim Fahren bei schlechter Sicht oder in der Nacht sowie beim Joggen für ein sichereres Gefühl.

Die Löwen und Investoren Ralf Dümmel und Carsten Maschmeyer sicherten sich gemeinsam den Deal.

Flasher: Smarte Amreifen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

BASIC thinking: Hallo Alexander, Hallo Ines, ihr seid in der zwölften Staffel von „DieHöhlederLöwen“ mit dabei.Wie fühlt sich das an?

Seit wir erfahren haben, dass wir bei der VOX-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ dabei sind, wechseln sich insbesondere drei Emotionen ab: einmal ist da die Euphorie, dabei zu sein, da das sicherlich einen der bisher größten Meilensteine des Unternehmens darstellt.

Daneben sind da aber auch ein Push und ein Ansporn, weiterhin auf Hochtouren zu arbeiten und Hochleistungen zu liefern, um möglichst viel aus dieser Gelegenheit zu machen. Nicht zuletzt empfinden wir alle im Team es als eine riesige Ehre, unser Produkt einem so großen Publikum vorzustellen zu dürfen und freuen uns, dass es gut angekommen ist.

Was macht die Armreifen von Flasher so besonders?

Flasher ist ein Set aus zwei Hightech-Safety-Armreifen mit Beleuchtungssystem für Rad- und Scooter- Fahrer – es ist Blinker, Bremslicht und Zusatzbeleuchtung in einem. Das besondere an Flasher ist die Positionierung um die Oberarme. Sie ermöglicht eine ganze Reihe an Vorteilen, etwa die intuitive Gestensteuerung für den Blinker.

Außerdem stellt sie sicher, dass man aus allen Richtungen direkt auf Augenhöhe der Autofahrer sichtbar ist. Zudem sind Links- und Rechtsblinker klar voneinander unterscheidbar. Da Flasher von den Fahrer:innen getragen wird, entsteht auch kein Aufwand für die Montage und die Armreifen können problemlos auf jedem Fahrzeug verwendet werden.

Die Idee und das Konzept hinter den Armreifen von Flasher

Wie seid ihr auf die Idee und euer Konzept gekommen?

Die Idee kam in Wien, im Sommer 2019. Es war ein lauwarmer Abend in der Wiener Innenstadt, überall waren die damals neuartigen E-Scooter-Sharingdienste. Wir, Alex und Ines, waren neugierig und wollten die E-Scooter gleich austesten. Das Fahren hat Spaß gemacht, aber wir haben uns beide nie wirklich sicher gefühlt.

Vor allem im Dunkeln, bei starken Bremsmanövern oder speziell aufgrund der fehlenden Möglichkeit Handzeichen zu geben.
Wir hatten also ein Problem, einen Techniker und eine BWLerin – (fast) alles, was man für ein Start-up braucht, dachten wir uns. Im Zuge zahlreicher Diskussionen und Brainstorming-Sessions entstand deshalb die Idee zu Flasher.

Kurz danach wurden wir mit Flasher am High-Tech-Inkubator Science Park Graz aufgenommen. Das Konzept für Flasher, konkret die Gestaltung als gestengesteuerten Blinker und automatischen Bremslicht, kommt daher, dass die Fahrt mit einem E-Scooter immer stabiler ist, wenn man nicht während der Fahrt den Lenker loslassen muss oder mit einem Knopf herumfummeln muss.

Für uns war deshalb früh klar: Flasher muss sich steuern lassen, ohne dass ich Stabilität einbüße. Über mehrere Prototypen kamen wir so langsam, aber sicher zu dem Hightech- Wearable, das heute Flasher ist.

Und wie seid ihr bei „Die Höhle der Löwen“gelandet?

Wir sind selbst große Fans des TV-Formats und wollten ehrlich gesagt schon immer mal ins Fernsehen. Deshalb war klar, dass wir uns irgendwann ohnehin für die Show würden bewerben müssen. Dann war da noch die Frage, ob wir uns besser bald oder lieber erst später bewerben sollten.

Wir haben uns gedacht, solche Ziele sollte man gleich anpacken und der Versuch hat dann gleich gefruchtet. Die Teilnahme war und ist für uns ein großer Schnitt und wir sind selbst schon gespannt auf die Ausstrahlung.

Der Pitch und die Verhandlungen

Was ging kurz vor eurem Pitch in euch vor?

Man ist vorher auf jeden Fall aufgewühlt und hofft, dass der Pitch und die Requisiten wie geplant laufen. Die letzten Minuten vor dem Start der Show haben wir nur mehr die Eingangstür zur Höhle der Löwen fokussiert und waren einfach zu 100 Prozent konzentriert.

Wie liefen die Verhandlungen?

Unsere Anspannung war groß, wir hatten jedoch am Set für alle Bereiche kompetente und freundliche Ansprechpartner*innen.
Der Dreh selbst war dann ein Erlebnis, das wir unser Leben lang nicht vergessen werden. Es ist uns gelungen die Kameras um uns herum komplett auszublenden und uns zu 100 Prozent auf die Löwen zu konzentrieren.

Der Pitch lief perfekt, das hat uns Selbstvertrauen fürs Q&A gegeben. Die Löwen haben viel Fragen gestellt, wir hatten wirklich das Gefühl, dass sie sich für unser Produkt interessierten.

Wir hatten uns im Vorfeld auf verschiedene Szenarien vorbereitet, dass es uns aber gelingt alle Löwen derart zu ‘flashen’ und sich die Höhle sogar dreht und die Löwen um uns pitchen, hätten uns nicht im Traum erhofft.

Was ist seit dem Dreh und der Teilnahme mit euch und eurem Produkt passiert?

Nach dem Dreh ging es relativ schnell um die Terminfindung für ein erstes richtiges Kennenlernen mit den Löwen und deren Teams. In den ersten Wochen nach der Aufzeichnung fanden erste Gespräche und Workshops statt, wo über Flasher, unsere Strategie und Vision gesprochen wurde.

Abgesehen davon haben wir auch teamintern nicht die Füße stillgehalten. Wir haben etwa in der Zwischenzeit unsere Vorverkaufskampagne über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter erfolgreich abgeschlossen und alle Hebel in Bewegung gesetzt, um trotz weltweiter Chipkrise noch dieses Jahr unser Hightech-Produkt ausliefern zu können.

Flasher: So geht es mit den smarten Armreifen weiter

Wie geht es jetzt weiter? Und: Was sind eure nächsten Schritte?

Ein Hardwareprodukt zur aktuellen Zeit auf den Markt zu bringen, ist mit großen Herausforderungen verbunden, vor allem für kleine Unternehmen, wie wir es sind. Der weltweiten Elektronikchipkrise und horrenden Frachtpreise zum Trotz ist der nächste wichtige Schritt die Auslieferung unserer ersten Produkte Anfang Dezember an unsere Kund:innen der ersten Stunde.

Parallel dazu werden wir uns daran machen, Flasher einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen. Wir arbeiten bereits an Produktvariationen, durch die wir das ermöglichen wollen.

Im B2B-Bereich arbeiten wir ebenfalls bereits an Produkten mit individuell auf Unternehmen zugeschnittener Software, das heißt ein Teil der nächsten Schritte ist auf jeden Fall Forschung- und Entwicklungsarbeit. Unternehmensintern streben wir nach einer Zukunft mit einem größeren Team, neuen Produkten und vielen zufriedenen Kunden.

Wenn ihr zurückblickt: Wie bewertet ihr eure Erfahrungen bei „Die Höhle der Löwen“?

Ines Wöckl: Für Alexander und mich ist die „Die Höhle der Löwen“ eines der schönsten und prägendsten Erlebnisse bisher. Ich würde lügen, wenn ich nicht sagen würden, dass der Drehtag auch einer der intensivsten Tage unseres Lebens war.

Letztendlich bleibt aber der Gedanke: Die Erfahrung allein war es auf jeden Fall wert! Ich muss gestehen, ich bin auf den Geschmack gekommen. Ich würde sofort wieder rein!


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Über den Autor

Fabian Peters

Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).

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