Technologie Wirtschaft

Deepl: Kölner Translate-Start-up ist eine Milliarde US-Dollar wert

deepl, google translate, Übersetzer, Tool, Sprachdienst, Köln, Einhorn, Finanzierung, Finanzierungsrunde, Start-up
deepl.com
geschrieben von Beatrice Bode

Das Übersetzungstool Deepl hat eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen. Der Kölner Google Translate-Konkurrent ist nun eine Milliarde US-Dollar wert und erhält somit den „Einhorn“-Status.

Seit einiger Zeit stiehlt das deutsche Übersetzungsunternehmen Deepl der US-amerikanischen Konkurrenz Google Translate nun schon die Schau. Jetzt wurden die Kölner Entwickler:innen für ihre Arbeit belohnt.

Deepl erhält Einhorn-Status

Wie verschiedene Medien berichten, ist der Online-Übersetzungsdienst nach einer neuen Finanzierungsrunde eine Milliarde US-Dollar wert. Damit erhält das Start-up als erstes Kölner Unternehmen den Einhorn-Status.

Zu den Investoren gehören unter anderem die Venture Captial-Firmen IVP und Bessemer aus den USA. Und auch der europäische Risikokapitalgeber Atomico will sich am Wachstum von Deepl beteiligen.

Wie Business Insider berichtet, könnten allerdings noch mehr Kapitalgeber:innen an der Unterstützung des Kölner Start-ups interessiert sein. Das würde seinen Wert sogar noch weiter steigen.

Deepl vs. Google Translate

Das Kölner Übersetzungs-Start-up gibt es seit 2017. Menschen nutzen die dazugehörige URL deepl.com mittlerweile weltweit, um sich einzelne Wörter, aber auch ganze Texte übersetzen zu lassen.

Dabei liefert der Dienst überraschend hochwertige Ergebnisse, mit denen etablierte Anbieter:innen wie beispielsweise Google Translate nicht mithalten können.

Was macht die Übersetzungen genauer als Google Translate?

Das liege laut Deepl daran, dass das Unternehmen seit seiner Gründung eine neue Generation von neuronalen Netzen entwickelt habe.

Mithilfe eines neuartigen NN-Designs können die Netze von Deepl die subtilen Bedeutungen von Sätzen erfassen und sie mit einer bisher unbekannten Genauigkeit in die Zielsprache übersetzen. Deepl kann nicht nur mit den weltweit führenden Deep-Learning-Unternehmen mithalten, sondern setzt mit seinen Fortschritten in der Mathematik und Methodik neuronaler Netze auch immer wieder neue Maßstäbe. In den Jahren 2020 und 2021 haben wir neue Modelle eingeführt, die die Bedeutung der übersetzten Sätze noch genauer wiedergeben können und sogar branchenspezifischen Fachjargon erfolgreich meistern.

Das heißt, die selbstlernenden Algorithmen von Deepl haben mit einer qualitativ besseren Grundlage angefangen zu lernen als Google Translate. Und die Fortschritte, die sich daraus ergeben, sind exponentiell höher. Sprich: Deepl wird viel schneller immer intelligenter und besser als Google Translate.

Dass die US-amerikanische Konkurrenz bisher noch qualitativ hinterherhinkt, dürfte allerdings nur daran liegen, dass das Unternehmen nicht die gleiche Energie in die Weiterentwicklung seines Übersetzungsprogramms investiert wie die Kölner.

Auch interessant:

Werbung

Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist freie Autorin und Videografin. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Nach einem Zwischenstopp als Content Creator und Reporterin bei Antenne Thüringen landete sie vor einigen Jahren als Cutterin bei der 99pro media GmbH. Vor einiger Zeit hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und ist in die Dominikanische Republik gezogen, um dort als Taucherin die Rettung der Korallenriffe zu unterstützen. Von dort aus schreibt sie nun als freie Autorin für BASIC Thinking.

1 Kommentar

  • Ich kann nur für unser Unternehmen und mich privat sprechen, aber wir benutzen für jede Übersetzung nur noch Deepl.
    Es funktioniert besser, ist intuitiver und hat weniger Fehler in den Übersetzungen. Auch alleine, dass eine korrekte Grammatik angegeben wird ist im Vergleich zu Google Translate ein riesiger Vorteil!

Kommentieren