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Twitter billigt Falschinformationen und schafft Covid-Richtlinien ab

Fabian Peters
unsplash.com/ Brian McGowan

Nach der Übernahme durch Elon Musk hat Twitter seine eigenen Covid-Richtlinien abgeschafft. Damit nimmt die Plattform Falschinformationen billigend in Kauf. Neueigentümer Musk hatte bereits zu Beginn der Pandemie gegen staatliche Maßnahmen gewettert. 

Ohne jegliche Ankündigung hat Twitter seine Covid-Richtlinien abgeschafft. Damit nimmt der Kurznachrichtendienst Falschinformationen nach der Übernahme durch Elon Musk künftig billigend in Kauf. Lediglich auf der Transparency-Website des Unternehmens weist ein kurzer Satz auf die Änderung hin.

Corona: Twitter schafft seine eigenen Covid-Richtlinien ab

„Mit Wirkung vom 23. November 2022 setzt Twitter die Richtlinie COVID-19 über irreführende Informationen nicht mehr durch“, heißt es dort. Der knappe Hinweis wurde dabei offenbar rückwirkend datiert. Denn wie einige User in den sozialen Medien berichtet, erschien die Meldung zuerst in der Nacht auf den 29. November 2022.

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Auch im Help Center von Twitter tauchen in dem Abschnitt über den Umgang mit Falschinformationen keine Hinweise mehr zu den Covid-Richtlinien des Unternehmens auf. Lediglich auf der deutschsprachigen Version der Website erscheinen die Informationen noch.

Elon Musk nimmt Falschinformationen billigend in Kauf

Seit der Twitter-Übernahmen durch Elon Musk berichten immer mehr User über zunehmende Spam-Nachrichten und Fake-Accounts. Nach der Abschaffung der Covid-Richtlinien dürfte die Flut an Falschinformationen derweil weiter zunehmen.

Zum Vergleich: Seit der Einführung der Covid-Richtlinien im Januar 2021 hat Twitter laut seinem Transparenzbericht über 70.000 Inhalte entfernt und mehr als 4.000 Accounts gesperrt. Zwar hat sich Neueigentümer Musk vehement für „Free Speech“ ausgesprochen, kündigte jedoch auch an, dass er gegen Falschinformationen vorgehen wolle.

Berichten zufolge bezeichnet Musk die Corona-Politik zuvor derweil als „Faschismus“. Auf einer Telefonkonferenz im April 2020 sagte er außerdem: „Die gewaltsame Inhaftierung von Menschen in ihren Häusern verstößt gegen all ihre verfassungsmäßigen Rechte.“

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Fabian Peters ist seit Januar 2022 Chefredakteur von BASIC thinking. Zuvor war er als Redakteur und freier Autor tätig. Er studierte Germanistik & Politikwissenschaft an der Universität Kassel (Bachelor) und Medienwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin (Master).