Social Media Unterhaltung

Hakenkreuz-Tweet auf Twitter: Elon Musk sperrt Kanye West erneut

Elon Musk, Kanye West, Twitter, Antisemitismus, Post, Tweet, Konto-Sperre, Meinungsfreiheit
unsplash.com/Axel Antas-Bergkvist
geschrieben von Beatrice Bode

Aufgrund eines Hakenkreuz-Tweets suspendierte Twitter-CEO Elon Musk den US-amerikanischen Rapper Kanye West erneut von der Plattform. „Ye“ veröffentlichte die Darstellung eines Hakenkreuzes in einem Davidstern.

Erst kürzlich beherrschte Kanye „Ye“ West die Medien, weil Adidas die Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen Rapper aufgrund von antisemitischen Äußerungen beendet hatte.

Elon Musk ist nun der Nächste, der Ye abstraft. Dabei hatte er West erst kürzlich aus der Verbannung zurückgeholt. Nachdem der Künstler ein beleidigendes Foto auf Twitter postete, suspendierte ihn der Twitter CEO laut Angaben des Nachrichtenmagazin Bloomberg.

Kanye West postet Hakenkreuz auf Twitter

In seinem Tweet hatte Kanye West die Abbildung eines Davidsterns in Kombination mit einem Hakenkreuz veröffentlicht. Die Plattform hat den Post daraufhin entfernt.

Stattdessen erschien zunächst eine Nachricht, die besagte, dass der Beitrag gegen die Regeln des Social-Media-Dienstes verstoße. Außerdem führte ein Link zu den Richtlinien der Seite. Mittlerweile ist der gesamte Account des Rappers gesperrt.

„Ich habe mein Bestes versucht“: Elon Musk sperrt Kanyes Account

Musk äußerte sich, nachdem zunächst nur der Post entfernt wurde. Er erklärte, dass West nicht zum ersten Mal gegen die Twitter-Regeln zu Gewaltaufrufen verstoßen habe. Deshalb wurde sein Konto nun endgültig gesperrt.

Es ist auch nicht das erste Mal, dass sich Kanye und Twitter trennen. Bereits in der Vergangenheit hatte Twitter sich von West abgewandt, weil der Kurznachrichtendienst seine Beiträge als antisemitisch einstufte.

Nur kurze Twitter-Rückkehr für Kanye

Vor zwei Wochen hatte Musk West dann aus der Verbannung geholt. Allerdings war diese Reunion nur von kurzer Dauer. Auf die Bitte von Twitter-User Alex mit den Worten „Elon, bitte reparier Kanye“, postete Musk: „Ich habe mein Bestes gegeben. Trotzdem hat er erneut gegen unsere Regel gegen die Aufstachelung zur Gewalt verstoßen. Der Account wird gesperrt.“

Kanye West: Parler-Kauf abgeblasen

Zeitgleich zu Kanyes Konto-Sperrung scheint auch sein Vorhaben, das soziale Netzwerk Parler zu kaufen, geplatzt zu sein. Verschiedene Medien berichteten, dass West nun doch auf den Kauf des Twitter-Rivalen verzichtet. Diese Entscheidung sei laut Parler-Muttergesellschaft Parlement Technologies allerdings bereits Mitte November 2022 gefällt worden sein.

Parler war nach dem Sturm auf das US-Kapitol im Januar 2021 vorübergehen aus den App-Stores verschwunden. Apple und Google hatten der Plattform vorgeworfen, nicht gegen Gewalt-Aufrufe von Trumps Anhänger:innen vorgegangen zu sein.

Außerdem gab es immer wieder Berichte über Kanye Wests nationalsozialistische Äußerungen. In einem Interview mit dem bekannten rechten US-Verschwörungstheoretiker Alex Jones löste er kürzlich mit Äußerungen wie „Ich mag Hitler“ und „Ich liebe Nazis“ Empörung aus.

Sogar Twitter und Elon Musk kennen Grenzen

Elon Musk stellte sich in der Vergangenheit immer wieder als Verfechter der Meinungsfreiheit dar. Vor seiner Übernahme hatte er mehrmals angekündigt, dass er die Moderationsrichtlinien auf Twitter als zu streng erachte.

Trotzdem scheint es auch für Musk eine Grenze zu geben, die Kanye West nun überschritten hat. Bevor sein Twitter-Account gesperrt wurde, hatte der Rapper etwa 32,2 Millionen Follower.

Auch interessant: 

Werbung

Über den Autor

Beatrice Bode

Beatrice ist freie Autorin und Videografin. Ihr Studium der Kommunikations - und Medienwissenschaften führte sie über Umwege zum Regionalsender Leipzig Fernsehen, wo sie als CvD, Moderatorin und VJ ihre TV-Karriere begann. Nach einem Zwischenstopp als Content Creator und Reporterin bei Antenne Thüringen landete sie vor einigen Jahren als Cutterin bei der 99pro media GmbH. Mittlerweile hat sie allerdings ihre Sachen gepackt und reist von Land zu Land. Von unterwegs schreibt sie als Autorin für BASIC Thinking.

Kommentieren