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Faktencheck: Was ist dran am modularen Körper von Cornelis Vlasman?

Felix Baumann
History of Yesterday

Der Biologe Cornelis Vlasman hat angeblich einen modularen Körper entwickelt, bei dem sich einzelne, künstliche Körperteile austauschen lassen. Die Basis bilden laut Vlasman seine eigenen Zellen. Doch was ist wirklich dran an der Story?

Die Wissenschaft bringt immer neue Erkenntnisse über den menschlichen Körper zutage. Doch wie interagieren verschiedene Körperteile miteinander? Und: Welche Prozesse durchläuft unser Gehirn? All diesen Fragen gehen Forscher:innen weltweit nach. Dabei hat sich eine Zell-Art als mögliches Wundermittel zur Heilung von Krankheiten herauskristallisiert: die Stammzelle.

Denn im Gegensatz zu klassischen Zellen befindet sich eine Stammzelle noch in einem vollständig neutralen Zustand. Denn: Aus einer Stammzelle kann so gut wie alles werden, etwa eine Herzzelle, eine Leberzelle oder andere Körperzellen. Der Biologe Cornelis Vlasman machte sich das angeblich zunutze und entwickelte das Konzept eines modularen Körpers.

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Cornelis Vlasman: Biologe entwickelt „Oscar“, den angeblich ersten modularen Körper

Dazu entwickelte er in einem Experiment „Oscar“, einen nicht lebenden Organismus, der angeblich auf den Zellen von Vlasman basiert. Dabei entstand ein Gehirnmodul, das elektrische Impulse an andere Module aussenden könne. Als Ergänzung folgte außerdem ein Lungenmodul. Laut Vlasman würden bereits diese beiden Module miteinander interagieren.

Dennoch fügte noch ein Nierenmodul und zwei Module mit Gliedmaßen hinzu. Der Organismus begann sich in der Folge durch die Stimulation der künstlichen Muskeln zu bewegen. Denn durch den „Einbau“ eines Blutsystems und Nervenbahnen wird unser geschlossenes System schnell zum Open Source-Körper. Dementsprechend einfach sind auch medizinische Behandlungen.

Kunstprojekt statt Wissenschaftssensation

Die Story schlug folglich große Wellen im Netz. Schließlich ist die Frage der Ethik bei einem solchen Experiment nicht unerheblich. Doch wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem angeblichen Experiment um ein Projekt des niederländischen Künstlers Floris Kayyk. Weder den modulare Körper noch der dazugehörigen Biologe Cornelis Vlasman gibt es wirklich.

Dieses entwickelte der Künstler schon im Jahre 2016, seitdem geht die Geschichte immer wieder Geschichte viral. Die ursprüngliche Motivation für das Projekt war es, zu demonstrieren, was künftig einmal möglich sein könnte. Auf die Informationen zum modularen Körper lässt sich über die Facebook-Seite von Kayyk Zugriff erlangen.

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Felix Baumann ist seit März 2022 Redakteur bei BASIC thinking. Bereits vorher schrieb er 4 Jahre für den Online-Blog Mobilegeeks, der 2022 in BASIC thinking aufging. Nebenher arbeitet Felix in einem IT-Unternehmen und beschäftigt sich daher nicht nur beim Schreiben mit zukunftsfähigen Technologien.